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Die Sängerin mit der ausdrucksstarken und unverwechselbaren Blues-Stimme produziert in den achtziger Jahren quirligen New-Wave-Sound und gefällige Pop-Hymnen – Alison Moyet überrascht mit großer Bandbreite, zeigt keine Berührungsängste und avanciert mit der Zeit zur charaktervollen Interpretin anspruchsvoller Balladen und Jazz-Klassiker

Alison Moyet wird am 18. Juni 1961 im englischen Billericay/Essex als Geneviève Alison Jane Moyet geboren. Nach der Schule jobbt sie in einem Musikgeschäft und als Friseurin. Als der bei der britischen Band „Depeche Mode“ ausgestiegene Keyborder Vince Clarke per Annonce im britischen Musikblatt Melody Maker eine Sängerin für seine neue Band sucht, findet er Alison Moyet, die mit ihrer warmen und souligen Stimme perfekt zu dem passt, was er sich vorstellt.

Als geniale Zweiercombo „Yazoo“ produzieren die beiden zwei erfolgreiche Pop-Alben – „Upstairs At Eric’s“ und „You And Me Both“ – und katapultieren sich mit diversen Hit wie „Only You“, „Don’t Go“, „Nobody’s Diary“ und dem Club-Klassiker „Situation“ in die internationalen Charts. Der minimalistische Synthie-Sound trifft exakt den Nerv der Zeit und „Yazoo“ avancieren schnell zum coolsten Pop-Duo der frühen achtziger Jahre. Bereits nach zwei Jahren ist die Zusammenarbeit aufgrund unterschiedlicher musikalischer Auffassungen beendet – Vince Clarke wendet sich anderen Projekten zu und gründet 1985 mit Andy Bell das erfolgreiche Duo „Erasure“, während Alison Moyet eine Solo-Karriere startet.

Alison Moyets erstes Solo-Album „Alf“ wird ein großer Erfolg – Songs daraus wie „Love Resurreaction“, „All Cried Out“ und „For You Only“ platzieren sich weltweit in den Charts. 1985 tourt sie mit der Jazzband von John Altman durch Großbritannien und kann mit der Cover-Version des Billie-Holiday-Klassikers „That Ole’ Devil Called Love“ einen weiteren Erfolg verbuchen. Sie tritt im selben Jahr beim Live-Aid-Festival im Londoner Wembley-Stadion auf und veröffentlicht 1987 ihr Nachfolge-Album „Raindancing“, welches ihr einen weiteren „Brit Award“ beschert. „Is This Love“ und „Weak In The Presence Of Beauty“ aus dem Album sind außerordentlich erfolgreich, danach wird es ruhiger um die Sängerin.

In den neunziger Jahren fällt es Alison Moyet schwerer, musikalisch Fuß zu fassen – weder mit dem von Kritikern gelobten „Hoodoo“ (1991) noch mit dem eher unausgegoren wirkenden „Essex“ (1994) kann sie an alte Erfolge anknüpfen. Doch sie bleibt weiter im Geschäft und versorgt ihre zahlreichen Anhänger in regelmäßigen Abständen mit neuen Veröffentlichungen.

2001 gibt Alison Moyet ihr Londoner Bühnendebüt im Musical „Chicago“. Ein Jahr darauf kommt ihr siebtes Soloalbum „Hometime“ heraus und 2005 erscheint das Album „Voice“, auf dem sie ganz dem Titel entsprechend ihre Stimme in den Vordergrund stellt. 2007 erscheint „The Turn“ und 2008 steht Alison Moyet im Rahmen der „Reconnected-Tournee“ zum ersten Mal seit fünfundzwanzig Jahren wieder gemeinsam mit Vince Clarke als „Yazoo“ auf die Bühne. 2013 erscheint das Album „The Turn“.

Alison Moyet lebt mit ihrem Ehemann David und ihren drei Kindern im Norden von London.

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