Famous People » Schauspieler » Angela Lansbury

Ihre wohl bekannteste Rolle ist die der Hobby-Detektivin Angela Fletcher in der TV-Serie „Mord ist ihr Hobby“ – fast sieben Jahrzehnte lang zeigt Angela Lansbury in zahlreichen Filmproduktionen und auf Musicalbühnen ihre Vielseitigkeit, für ihre schauspielerischen Leistungen wird sie vielfach geehrt

Angela Brigid Lansbury kommt als ältestes von drei Kindern am 16. Oktober 1925 in London zur Welt – sie ist die Tochter von Edgar Isaac Lansbury und Charlotte Lillian McIldowie und hat noch die jüngeren Zwillingsbrüder Edgar und Bruce. Über ihre Mutter kann sie ihre Familienwurzeln bis nach Nordirland verfolgen. Sie nimmt Schauspielunterricht an der South Hampton School und wandert nach dem Tod ihres Vaters zu Beginn des Zweiten Weltkrieges mit ihrer Mutter in die USA aus.

Bereits mit siebzehn Jahren spielt Angela Lansbury ihre erste Hollywood-Rolle in „Gaslight“ („Das Haus der Lady Alquist“, 1944) an der Seite von Ingrid Bergman, Charles Boyer und Joseph Cotten – für die Rolle des Hausmädchens erhält sie ihrer erste „Oscar“-Nominierung für die „Beste Nebenrolle“. Schon ein Jahr später erhält sie ihre zweite „Oscar“-Nominierung für ihre Mitwirkung in „The Picture Of Dorian Gray“ („Das Bildnis des Dorian Gray“, 1945) neben George Sanders. Danach sieht man sie in Filmen wie „State Of The Union“ („Der beste Mann“, 1948) neben Spencer Tracy und Katharine Hepburn, „The Three Musketeers“ („Die drei Musketiere“, 1948) mit Gene Kelly und Lana Turner, „Samson & Delilah“ (1949) neben George Sanders und Hedy Lamarr und in „The Court Jester“ („Der Hofnarr“, 1955) neben Mildred Natwick und Danny Kaye, wofür sie ihre dritte „Oscar“-Nominierung erhält.

Nach Filmen wie „The Manchurian Candidate“ („Botschafter der Angst“, 1962) mit Frank Sinatra und Janet Leigh, „Dear Heart“ („Die Frau seines Herzens“, 1964) neben Geraldine Page und der Bibelverfilmung „The Greatest Story Ever Told“ („Die größte Geschichte aller Zeiten“, 1965) kann Angela Lansbury ihren Bekanntheitsgrad durch einen Auftritt im Disney-Film „Bedknobs And Broomsticks“ („Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“, 1971) – in dem sie auch ihr Gesangtalent anbringt – enorm steigern.

1978 spielt Angela Lansbury an der Seite vom Peter Ustinov, Bette Davis, David Niven, Maggie Smith und Mia Farrow in der Agatha-Christie-Verfilmung „Death On The Nile“ („Tod auf dem Nil“). In einer weiteren Agatha-Christie-Filmadaption – „The Mirror Crack’d“ („Mord im Spiegel“, 1980) – agiert sie neben Elizabeth Taylor, Kim Novak, Geraldine Chaplin, Tony Curtis und Rock Hudson.

Ihre bekannteste Rolle spielt Angela Lansbury als Krimi-Autorin und Hobby-Detektivin Jessica Fletcher in der langjährigen Fernsehserie „Murder, She Wrote“ („Mord ist ihr Hobby“) – dafür wird sie mit zwölf „Emmy“-Nominierungen und vier „Golden Globes“ ausgezeichnet. 1995 wird Angela Lansbury zur „Disney-Legende“ ernannt.

Zu den bislang letzten Filmarbeiten von Angela Lansbury zählen „The Company Of Wolves“ („Die Zeit der Wölfe“, 1984) und „Nanny McPhee“ („Eine zauberhafte Nanny“, 2009) neben Emma Thompson und Colin Firth.

Angela Lansbury erwirbt auch viele Auszeichnungen am New Yorker Broadway – so sieht man sie in den Musicals „Mame“, „Gypsy“, „Dear World“ und „Sweeney Todd“. 2007 spielt sie im Musical „Deuce“ und 2009 in der Komödie „Blithe Spirit“ („Fröhliche Geister“) – für diese Rolle erhält sie den „Tony Award“. Insgesamt gewinnt Angela Lansbury diese Auszeichnung fünfmal – so oft wie keine andere Darstellerin.

Von 1945 bis 1946 ist Angela Lansbury mit dem Schauspieler Richard Cromwell und von 1949 bis zu dessen Tod mit dem Filmproduzenten Peter Shaw verheiratet – aus der Ehe gehen die Kinder Anthony Peter Shaw und Deirdre Angela Shaw hervor.

2016 kündigt Angela Lansbury ihren Rückzug aus dem Showbusiness an.

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Ein Kommentar zu “Angela Lansbury”

  1. Kathrin sagt:

    Guten Tag
    hier noch ein paar Anmerkungen: Angela’s Mutter hatte den Künstlernamen Moyna McGill. A.L. hatte noch eine ältere Halbschwester Isolde Denham, diese war 10 Jahre mit Peter Ustinov verheiratet. I.D. verstarb 1987 an ALS, dadurch ist A.L. seit 2009 Sprecherin der Amerikanischen ALS Gesellschaft. Die dritte Oscar-Nominierung erhält Mrs. Lansbury nicht für den Hofnarr sondern für The Manchurian Candidate 1962 für die Rolle Mrs. Eiselin. „Deuce“ ist kein Musical sondern ein Theaterstück über zwei ehemalige Tennisspielerinnen die an ein Turnier eingeladen wurden um dort geehrt zu werden. Siehe in You Tube auf dem CUNY-Kanal Theatre-Talk mit A.L. und Marian Seldes. 2010 spielte sie im Musical Little Night Music von Stephen Sondheim die Mme. Armfeld.
    Peter Shaw brachte noch Sohn David mit in die Ehe, Angela Lansbury adoptierte ihn später.
    So das wärs.
    Mit lieben Grüssen aus der Schweiz.
    Kathrin

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