Annette Bening hat sich in den letzten zwei Dekaden als vielseitige Nebendarstellerin in diversen Hollywoodproduktionen einen Namen gemacht. Ob als durchgedrehte Esoterikerin, frustrierte Ehefrau oder gelangweilte Bühnen-Diva – die Schauspielerin veredelt viele Filme durch eine enorme Wandlungsfähigkeit
Annette Bening wird am 29. Mai 1958 als viertes Kind von Grant and Shirley Bening in Topeka im US-Bundesstaat Kansas geboren. Sie ist sieben Jahre alt, als sie mit ihrer Familie nach San Diego zieht, wo sie die High School besucht. Schon in der Schule wächst in ihr der Wunsch heran, Tänzerin und Schauspielerin zu werden. Nach dem Schulabschluß studiert Annette Bening zunächst an der “San Francisco University” Schauspiel und 1977 ist sie eine der wenigen Bewerber, die für eine Ausbildung am “American Conservatory Theatre” in San Francisco angenommen werden. Während der fünf Ausbildungsjahre spielt sie in zahlreichen Stücken ganz unterschiedliche Rollen.
1986 begibt sich Annette Bening nach New York, um dort eine Bühnenkarriere am Broadway zu starten. 1987 wird sie für ihre Rolle als Tina Howe in “Coastal Disturbances” für den “Tony Award” nominiert. Ihre Popularität steigt und sie erhält einige Gastauftritte in Fernsehserien – so in “Miami Vice” und “Wiseguy”. Ihr Kinodebüt hat Annette Bening im nur mäßig erfolgreichen Film “Great Outdoors” (“Ferien zu Dritt”, 1988). Ein Jahr später kann man Annette Bening dann im hochgelobten Film “Valmont” (1989) von Milos Forman sehen – der theatererfahrenen Schauspielerin gelingt mit diesem Film der Durchbruch in Hollywood. Für die gleiche Rolle in Stephen Frears “Dangerous Liaisons” (“Gefährliche Liebschaften”, 1988) ist Annette Bening vorgesehen, doch der Regisseur gibt die Rolle schließlich an Michelle Pfeiffer. Regisseur Stephen Frears ist von Annette Bening allerdings so überzeugt, dass er ihr in seinem Melodram “The Grifters” (1990) eine Hauptrolle gibt – für die Darstellung der lasziven Gaunerfreundin Myrna erhält Annette Bening ihre erste “Oscar”-Nominierung.
Schon bald ist Annette Bening in vielen Hollywoodproduktionen zu sehen, wie in “Postcards From The Edge” (“Grüße aus Hollywood”, 1990) neben Shirley McLaine, in “Guilty By Suspicion” (“Schuldig bei Verdacht”, 1991) an der Seite von Robert de Niro, in “Regarding Henry” (“In Sachen Henry”, 1991) mit Harrison Ford und in “Bugsy” (1991) an der Seite ihres Ehemannes Warren Baetty, den Annette Bening während der Dreharbeiten kennenlernt.
1996 spielt Annette Bening in Tim Burtons Kult-Komödie “Mars Attacks!” neben Glenn Close, Jack Nicholson und Sarah Jessica Parker, danach sieht man sie als Königin Elisabeth in “Richard III” (1995) und im selben Jahr in “Hallo, Mr. President” neben Michael Douglas. Ihr Meisterstück liefert die Schauspielerin 1999 im preisgekrönten Spielfilm “American Beauty” ab – für die Rolle der frustrierten Ehefrau von Kevin Spacey wird Annette Bening mit einer weiteren “Oscar”-Nominierung belohnt. Für ihre Darstellung erhält sie auch den “London Critics Circle Film Award”.
2005 gewinnt Annette Bening einen “Golden Globe” als beste Hauptdarstellerin für das Portrait einer gelangweilten Londoner Theater-Diva in “Being Julia” – für diesen Film wird sie ein drittes Mal für den “Oscar” nominiert.
1991 wird ihre 1984 mit dem Bühnenregisseur J. Stephen White geschlossene Ehe geschieden und die Schauspielerin heiratet 1992 ihren Kollegen Warren Beatty. Das Ehepaar hat vier Kinder – Kathlyn Elizabeth, Benjamin McLaine, Isabel Ira Ashley und Ella Corrine. Die Familie lebt im Mullholland Drive estate in Los Angeles.