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Als festes Ensemblemitglied in zahlreichen Filmen des Kultregisseurs Pedro Almodóvar wird er berühmt – gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts schafft er den Sprung nach Hollywood. In seiner Anfangszeit wird der Spanier hauptsächlich als Latin-Lover eingesetzt, er spielt in zahlreichen Actionfilmen und Komödien und kann erst später auch in Charakterollen überzeugen – heute gehört Antonio Banderas zu den bekanntesten spanischen Schauspielern der Gegenwart

José Antonio Domínguez Banderas kommt am 10. August 1960 im andalusischen Málaga als ältester von zwei Söhnen des Polizisten José Domínguez und der Lehrerin Ana Bandera zur Welt. Ursprünglich möchte er Fußballer werden, kann seinen Traum aufgrund einer Beinverletzung jedoch nicht verwirklichen.

Nach dem Abschluss der Schule und einer Schauspielausbildung an der Schauspielschule School Of Dramatic Art in Málaga macht Antonio Banderas stattdessen Karriere als Tänzer und Bühnenschauspieler am Theater von Madrid, wo er bald vom Nachwuchsregisseur Pedro Almodóvar entdeckt wird. Sein Filmdebüt gibt er 1982 in dessen „Laberinto de pasiones“ („Labyrinth der Leidenschaften“), danach folgen Auftritte in weiteren Almodóvar-Werken wie „Matador“ (1986) und „La ley del deseo“ („Das Gesetz der Begierde“, 1987) neben Carmen Maura. Als Antonio Banderas in „Das Gesetz der Begierde“ einen Homosexuellen spielt und einen Mann küsst, liefern sich die spanischen Zeitungen kontroverse Schlagzeilen.

Internationale Bekanntheit erlangt Antonio Banderas durch Pedro Almodóvars „Mujeres al borde de un ataque de nervios“ („Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“, 1988) an der Seite von Rossy de Palma und Carmen Maura. Der Film wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, diverse Rollenangebote folgen und nach weiteren Filmen wie „¡Átame!“ („Fessle mich!“, 1990) neben Victoria Abril und „The Mambo Kings“ („Mambo Kings“, 1992) zieht Antonio Banderas nach Kalifornien um Rollen in Hollywoodproduktionen zu übernehmen.

An der Seite von Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder und Jeremy Irons sieht man Antonio Banderas in „The House Of The Spirits“ („Das Geisterhaus“, 1993), danach folgen „Philadelphia“ (1993) mit Tom Hanks, „Interview With The Vampire: The Vampire Chronicles“ („Interview mit einem Vampir“, 1994) mit Brad Pitt, „Desperado“ (1995) neben Salma Hayek, „Miami Rhapsody“ (1995) mit Sarah Jessica Parker und Mia Farrow, „Assassins“ (1996) mit Julianne Moore und „Two Much“ („Two much – Eine Blondine zuviel“, 1995). Am Set der Dreharbeiten der amerikanisch-spanischen Filmkomödie lernt Antonio Banderas die US-Schauspielerin Melanie Griffith kennen, die er noch im selben Jahr heiratet.

1996 glänzt Antonio Banderas neben Madonna in der Musical-Verfilmung „Evita“, danach sieht man ihn in „The Mask Of Zorro“ („Die Maske des Zorro“, 1998) neben Anthony Hopkins, im Fantasy-Abenteuer „The 13th Warrior“ („“Der 13. Krieger“, 1999), in „Spy Kids“ (2001), im Thriller „Original Sin“ (2001) neben Angelina Jolie, in „Take The Lead“ („Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt“, 2006), in „Bordertown“ (2006) mit Jennifer Lopez und in „You Will Meet A Tall Dark Stranger“ („Ich sehe den Mann deiner Träume“, 2010) von Woody Allen.

2011 kehrt Antonio Banderas zu seinen Wurzeln zurück – an der Seite von Marisa Paredes spielt er in „La piel que habito“ („Die Haut in der ich wohne“). Zu den letzten Filmarbeiten von Antonio Banderas gehören „Black Gold“ (2011), „Haywire“ (2012) neben Ewan McGregor und Michael Douglas, „Ruby Sparks“ („Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin“, 2012) mit Paul Dano und Annette Bening, „Los amantes pasajeros“ („Fliegende Liebende“, 2013) von Pedro Almodóvar und „Knight Of Cups“ (2015) an der Seite von Christian Bale, Cate Blanchett und Natalie Portman.

2003 tritt Antonio Banderas sehr erfolgreich am Broadway im Musical „Nine“ auf, wofür er eine Nominierung für den „Tony Award“ erhält. 2005 darf er seinen eigenen Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“ enthüllen.

Antonio Banderas wird 2010 „Goodwill“-Botschafter bei den Vereinten Nationen – dem UN-Entwicklungsprogramm für Kampagnen gegen Armut, für Umweltschutz und die Sicherung von Frauenrechten.

Mit seiner spanischen Heimatstadt Málaga ist Antonio Banderas auch heute noch eng verbunden – alljährlich erscheint er dort während der Semana Santa (Karwoche) incognito als Nazareno.

Von 1988 bis 1996 ist Antonio Banderas mit Ana Leza verheiratet und von 1996 bis 2014 mit der US-Schauspielerin Melanie Griffith – mit ihr hat er die gemeinsame Tochter Stella del Carmen. Er lebt in Kalifornien und in Spanien.

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