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Er ist mehrfacher Mr. Universum, jahrelang Hollywoods erfolgreichster Filmstar und schließlich Gouverneur von Kalifornien – Arnold Schwarzenegger legt eine einzigartige Karriere hin. Der von seinen Anhängern auch „steirische Eiche“ genannte Österreicher spielt in zahlreichen Action-Filmen und gilt als lebendes Beispiel für die Erfüllung des amerikanischen Traums

Arnold Alois Schwarzenegger wird am 30. Juli 1947 in Thal bei Graz in der österreichischen Steiermark als Sohn der Hausfrau Aurelia Schwarzenegger und des Polizisten Gustav Schwarzenegger geboren und wächst zusammen mit seinem Bruder Meinhard in geordneten Verhältnissen auf. Er besucht die Volksschule und dann in Graz die Hauptschule, danach leistet er beim österreichischen Bundesheer seinen Wehrdienst ab.

Bereits im Kindesalter ist Arnold Schwarzenegger begeisterter Sportler – er spielt Fußball, schwimmt und boxt und interessiert sich ab seinem fünfzehnten Lebensjahr für das damals noch in den Kinderschuhen steckende Bodybuilding, sein Wissen darüber bezieht er aus amerikanischen Fachzeitschriften. 1965 wird er beim olympischen Gewichtheben 1965 Junioren-Staatsmeister, im gleichen Jahr gewinnt er in Stuttgart die erste große Bodybuilding-Meisterschaft und mit zwanzig Jahren wird er bislang jüngster Mr. Universum.

1968 wandert Arnold Schwarzenegger in die USA aus, um sich den Traum einer Sport- und Filmkarriere zu erfüllen. Er belegt Kurse in Betriebswirtschaftslehre und schließt sein Studium 1979 mit einem „Bachelor Of Arts“ in internationaler Wirtschaftslehre an der University Of Wisconsin Superior ab, nebenher engagiert er sich bei den Special Olympics als Trainer der Gewichtheber.

Seinen letzten Auftritt als Bodybuilder hat Arnold Schwarzenegger 1980 in Sydney, wo er beim Mr. Olympia-Wettbewerb die gesamte Weltelite hinter sich lässt. Mit insgesamt sieben Mr. Olympia-Titeln und fünf Mr. Universum-Titeln gilt er als erfolgreichster Bodybuilder seiner Zeit und wird bis heute als prägende Persönlichkeit dieser Sportart angesehen.

Schon in seiner Jugend ist Arnold Schwarzenegger von Helden- und Sandalenfilmen fasziniert – wegen seiner eindrucksvollen Statur gelingt es ihm mühelos, in Hollywood Fuß zu fassen. Seine erste Filmrolle spielt er unter dem Pseudonym „Arnold Strong“ in („Hercules in New York“, 1969), bei dem seine Stimme im amerikanischen Original wegen seines steirischen Akzents synchronisiert wird. Danach folgen Auftritte in Filmen wie „The Long Goodbye“ („Der Tod kennt keine Wiederkehr“, 1973), „Pumping Iron“ (1977) und „The Villain“ („Kaktus Jack“, 1979) neben Kirk Douglas.

Seinen Durchbruch als Schauspieler feiert Arnold Schwarzenegger 1982 mit der Hauptrolle in „Conan The Barbarian“ („Conan der Barbar“, 1982) und „Conan The Destroyer“ („Conan der Zerstörer“, 1984) an der Seite von Grace Jones und Max von Sydow. Spätestens mit seiner Darstellung im Science-Fiction-Film „The Terminator“ („Terminator“, 1984) zählt er zu den großen Actionstars Hollywoods, obwohl er im gesamten Film nur etwa siebzehn Sätze spricht.

In den folgenden Jahren untermauert Arnold Schwarzenegger mit weiteren Filmen seinen Ruf als Action-Held, welcher hauptsächlich auf seiner beeindruckenden Physis basiert – er spielt unter anderem in „Red Sonja“ (1985) neben Brigitte Nielsen, in „Raw Deal“ („Der City Hai“, 1986), in „Predator“ (1987), in „Red Heat“ (1988), in der Komödie „Twins“ („Twins – Zwillinge“, 1988) neben Danny DeVito, in „Total Recall“ („Die totale Erinnerung – Total Recall“, 1990), in „Kindergarten Cop“ (1990), in „Last Action Hero“ (1993), in „True Lies“ („True Lies – Wahre Lügen“, 1994) neben Jamie Lee Curtis, in „Eraser“ (1996) mit James Caan, in „Batman & Robin“ (1997) an der Seite von George Clooney und Uma Thurman, in „End Of Days“ („End Of Days – Nacht ohne Morgen“, 1999), in „The 6th Day“ (2000) und in „Collateral Damage“ („Collateral Damage – Zeit der Vergeltung“, 2002).

In den achtziger Jahren gehört Arnold Schwarzenegger zu den bestverdienenden Schauspielern Hollywoods – sein österreichischer Akzent ist mittlerweile zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen geworden. 1983 erhält Arnold Schwarzenegger die US-Staatsbürgerschaft.

Wegen der sich ausbreitenden Tricktechnik und den sich ändernden Sehgewohnheiten des Publikums lässt der Erfolg von Arnold Schwarzenegger gegen Ende der neunziger Jahre allmählich nach. Nach dem dritten Teil der Terminator-Reihe „Terminator 3: Rise Of The Machines“ („Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“, 2002) wendet er sich voll und ganz der Politik zu und wird 2003 als Kandidat der Republikaner zum Gouverneur von Kalifornien gewählt. Während seiner achtjährigen Amtszeit gelingt es ihm zwar nicht, die enorme Verschuldung des Landes Kalifornien in den Griff zu bekommen, dafür setzt er Akzente im ökologischen Bereich. Ambitionen auf das amerikanische Präsidentenamt bleiben Arnold Schwarzenegger wegen seiner österreichischen Herkunft verwehrt.

1991 eröffnet Arnold Schwarzenegger zusammen mit seinen Kollegen Bruce Willis, Demi Moore, Jackie Chan und Sylvester Stallone in New York die Fast-Food-Kette „Planet Hollywood“.

1996 wird Arnold Schwarzenegger die Ehrendoktorwürde der University Of Wisconsin Superior verliehen, für seine Unterstützung der Holocaust-Forschung wird er 1991 und 1997 mit dem „National Leadership Award“ der „Simon-Wiesenthal-Stiftung“ ausgezeichnet. 1997 wird in Graz das neue erbaute Stadion nach Arnold Schwarzenegger benannt – nachdem dieser jedoch die Begnadigung des zum Tode verurteilten Straftäters Stanley Williams ablehnt, wird das Stadion 2006 wieder umbenannt.

2012 erscheint Arnold Schwarzeneggers Autobiografie „Total Recall: Autobiographie – Die wahre Geschichte meines Lebens“.

1986 heiratet Arnold Schwarzenegger die Nichte von John F. Kennedy, die Journalistin Maria Shriver, mit der er die Kinder Katherine Eunice, Christina Maria Aurelia, Patrick Arnold und Christopher Sargent Shriver hat. Nachdem bekannt wird, das Arnold Schwarzenegger zusammen mit einer Hausangestellten ein Kind hat, trennt sich das Paar 2011.

In den vergangenen Jahren wird es ruhiger um Arnold Schwarzenegger – 2011 tritt er erstmals seit seiner Politik-Karriere in „The Last Stand“ wieder als Schauspieler in Erscheinung, 2013 ist er Co-Produzent der Doku-Serie „Years Of Living Dangerously“, die sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels befasst, und 2014 ist er kurzzeitig als US-amerikanischer Botschafter für Russland im Gespräch.

Arnold Schwarzenegger lebt im kalifornischen Brentwood.

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