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Ihm gelingt die sprichwörtliche Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär – Bob Hope gilt in den USA als größter Komödiant des zwanzigsten Jahrhunderts, mit seinem trockenen Humor zählt der „König der Spaßmacher“ mehrere Dekaden lang zu den höchstbezahlten Künstlern des amerikanischen Showbusiness und gilt noch heute als eine der beliebtesten Persönlichkeiten in den Vereinigten Staaten

Leslie Townes Bob Hope kommt am 29. Mai 1903 in englischen Eltham zur Welt – als fünfter von sieben Söhnen des Steinmetzes William Henry Hope und dessen Frau Avis Townes wächst er in einer konservativ-christlichen Familie auf, welche 1907 in die USA auswandert und sich in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio niederlässt. Er besucht die Fairmond High-School und gewinnt bereits im Alter von zehn Jahren einen Wettbewerb als Charlie Chaplin-Imitator. Nachdem er als junger Mann zunächst seinen Lebensunterhalt als Zeitungsverkäufer, Barmixer und kurzzeitig auch als Boxer unter dem Pseudonym „Packey East“ verdient, sammelt er beim Vaudeville und beim „Fatty Arbuckles“ Tourneetheater erste Erfahrungen als Stand-Up-Comedian. 1920 erhält Bob Hope die amerikanische Staatsbürgerschaft.

1927 gibt Bob Hope am New Yorker Broadway im Stück in „The Sidewalks Of New York“ sein Debüt, danach kann man ihn im Musical „Roberta“ und zwischen 1928 und 1932 als Alleinunterhalter in diversen Nachtclubs und kleineren Theatern sehen. 1932 erhält die Hauptrolle in der musikalischen Komödie „Ballyhoo“ am Broadway, 1935 kann man ihn im Radio hören, von 1939 bis 1948 hat er eine eigene Sendung unter dem Titel „The Bob Hope Pepsodent Show“ bei einer der großen amerikanischen Sendeanstalten.

Nach einigen unbedeutenden Filmrollen feiert Bob Hope seinen internationalen Durchbruch mit der Hollywood-Komödie „Road To Singapore“ („Der Weg nach Singapur“, 1940). In der Paraderolle des einfältigen Feiglings, dem es nicht gelingt, ein romantischer Held zu werden, überzeugt er durch einen trockenen Humor voller versteckter Anspielungen. Oft verkörpert er gutmütige, witzige Charaktere, die bei dem Versuch scheitern, die Rolle des jugendlichen Liebhabers zu übernehmen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „The Cat And The Canary“ („Erbschaft um Mitternacht“, 1939) mit Paulette Goddard, „The Paleface“ („Sein Engel mit den zwei Pistolen“, 1948) neben Jane Russell und „The Oscar“ („…denn keiner ist ohne Schuld“, 1965) an der Seite von Elke Sommer und Tony Bennett. Berühmt sind auch seine zahlreichen anderen „Road-Filme“ wie „Road To Zanzibar“ („Der Weg nach Sansibar“, 1941), „Road To Utopia“ („Der Weg nach Utopia“, 1945), „Road To Rio“ („Der Weg nach Rio“, 1947) und „Road To Bali“ („Der Weg nach Bali“, 1955), in denen er neben Bing Crosby, Peter Sellers, Robert Morley, Dean Martin, David Niven, Frank Sinatra und Dorothy Lamour auftritt.

Man kann Bob Hope in „Casanova’s Big Night“ („Der Schürzenjäger von Venedig“, 1953), in „That Certain Feeling“ („Ich heirate meine Frau“, 1956) mit Eva Maria Saint, in „The Iron Petticoat“ („Der eiserne Unterrock“, 1956) mit Katharine Hepburn sowie in „Paris Holiday“ („Falsches Geld und echte Kurven“, 1958) mit Anita Ekberg sehen. Zu seinen letzten Auftritten vor der Kamera gehört „The Muppet Movie“ (1979) sowie die Komödie „Spies Like Us“ („Spione wie wir“, 1985) neben Chevy Chase.

Zwischen 1941 und 1991 spielt Bob Hope vor US-amerikanischen Soldaten während der Kriege mit amerikanischer Beteiligung und wird zu einem der beliebtesten Truppenbetreuer des zwanzigsten Jahrhunderts – er sagt: „Ich bin kein Rechter, ich bin Volkes Stimme, bin die Mitte Amerikas!“. 1997 erklärt US-Präsident Bill Clinton den Zivilisten Bob Hope zum „Ehrenveteran“ – eine bis heute nur einmal vergebene Auszeichnung.

Die andere große Passion von Bob Hope ist der Golfsport – er ist wohl der einzige Mensch, der mit allen US-Präsidenten von Dwight D. Eisenhower bis George Bush eine Partie Golf spielt. 1983 wird er wegen seiner Verdienste um den Golfsport in die „World Golf Hall Of Fame“ aufgenommen.

Wegen seiner unzähligen Auszeichnungen wird Bob Hope im Guinness-Buch der Rekorde als „meist geehrter Entertainer“ aufgeführt. Allein fünfmal wird dem beliebten Komiker ein „Ehrenoscar“ verliehen und auf dem „Hollywood Walk Of Fame“ ist er mit gleich vier Sternen vertreten – in den Kategorien Film, Fernsehen, Radio und Theater. 1944 wird Bob Hope von der Amerikanischen Filmakademie zum Mitglied auf Lebenszeit ernannt, auch besitzt er ungefähr fünfzig Ehrendoktorhüte diverser Universitäten.

Seinen hundertsten Geburtstag feiert Bob Hope im Kreise seiner Familie – seine Landsleute begehen den runden Geburtstag mit zahlreichen Veranstaltungen, Reisebüros bieten Pilgertouren zu seinen Wirkungsstätten an, Fernsehsender bringen Filme und Shows unter dem Motto „Hundred Years Of Hope And Humor“ und in Hollywood wird ihm zu Ehren eine Kreuzung im Herzen des alten Filmdistrikts zum Bob-Hope-Platz ernannt, auch erklärt ihn die Filmmetropole schon vorab zum „Bürger des Jahrhunderts“. Persönlichkeiten aus aller Welt – darunter die britische Königin Elizabeth II. – übermitteln Bob Hope ihre Glückwünsche und etliche US-Bundesstaaten rufen einen „Bob Hope Day“ aus.

Bob Hope ist seit 1934 mit der Sängerin Dolores Reade verheiratet. Der beliebte Entertainer, Komiker und Schauspieler, der einmal über sich selber sagt, dass er lediglich nur zwei Begabungen – nämlich Imitieren und Golfspielen – habe, stirbt am 27. Juli 2003 im Alter von einhundert Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in Los Angeles.

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