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In den Neunzigern ist er der angehimmelte Posterboy des Jahrzehnts, er gilt jahrelang als schönster Mann von Hollywood und beweist mit seinen letzten Filmrollen, dass er neben seiner Attraktivität auch über Schauspieltalent verfügt – heute zählt Brad Pitt zu den gefragtesten Darstellern seiner Generation

William Bradley Pitt kommt am 18. Dezember 1963 als Sohn von Jane Etta-Hillhouse und William Alvin Pit in Shawnee im US-Bundesstaat Oklahoma zu Welt und wächst in Springfield in Missouri zusammen mit einem Bruder und einer Schwester auf – sein Vater Bill ist Fuhrunternehmer, die Mutter Jane arbeitet in der Verwaltung. Obwohl niemand in seiner Familie gläubig ist, singt er als Kind im Kirchenchor.

Nach seinem Schulabschluss auf der Kickapoo High School studiert Brad Pitt ab 1982 zunächst an der Columbia Missourian School Journalismus und Werbung, 1988 bricht er zwei Wochen vor dem Abschluss sein Studium ab und zieht nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Er nimmt Unterricht und hält sich mit Gelegenheitsjobs – unter anderem in einem Jeans-Werbespot und als Fotomodel – über Wasser.

1987 gibt Brad Pitt in der Komödie „Hunk“ sein Leinwanddebüt – seine Rolle ist so klein, dass sein Name nicht im Abspann genannt wird. Ende der achtziger Jahre spielt er in der US-Serie „Dallas“ mit und 1988 hat er an der Seite von Johnny Depp eine Gastrolle in der US-Serie „21 Jump Street“ („21 Jump Street – Tatort Klassenzimmer“). Nach weiteren kleinen Rollen in Filmen wie „No Way Out“ („No Way Out – Es gibt kein Zurück“, 1987) neben Gene Hackman oder „The Dark Side Of The Sun“ (1988) wird man durch seine Mitwirkung im Kultfilm „Thelma & Louise“ (1991) neben Susan Sarandon und Geena Davis auf ihn aufmerksam.

Danach engagiert Robert Redford ihn für seinen Film „A River Runs Through It“ („Aus der Mitte entspringt ein Fluss“, 1992) – auch kann man Brad Pitt in „California“ (1993), in „True Romance“ (1993) neben Dennis Hopper und Christian Slater sowie in „The Favor“ („The Favor – Hilfe, meine Frau ist verliebt!“, 1994) sehen. Seinen internationalen Durchbruch als Schauspieler hat Brad Pitt dann an der Seite von Tom Cruise und Antonio Banderas in der Romanverfilmung „Interview With The Vampire: The Vampire Chronicles“ („Interview mit einem Vampir“, 1994).

Zum Teenageridol der neunziger Jahre avanciert Brad Pitt dann endgültig durch seine Mitwirkung im Film „Legends Of The Fall“ („Legenden der Leidenschaft“, 1994) an der Seite von Anthony Hopkins und Julia Ormond. Diesem ihm ungeliebten Image entflieht er durch ambivalente Rollen in „Se7en“ („Sieben“, 1995) neben Gwyneth Paltrow und Kevin Spacey und in „12 Monkeys“ (1995) – für die Rolle in „12 Monkeys“ wird Brad Pitt mit einem „Golden Globe“ und einer „Oscar“-Nominierung ausgezeichnet.

Danach folgen Filme wie „Sleepers“ (1996), „The Devil’s Own“ („Vertrauter Feind“, 1997), „Seven Years In Tibet“ („Sieben Jahre in Tibet“, 1997), „Meet Joe Black“ („Rendezvous mit Joe Black“, 1998), „Being John Malkovich“ (1999) und „Fight Club“ (1999) mit Helena Bonham Carter.

In die Top-Liga der Hollywoodschauspieler steigt Brad Pitt durch seine Mitwirkung in der dreiteiligen Kultfilm-Reihe „Ocean’s Eleven“ (2001), „Ocean’s Twelve“ (2004) und „Ocean’s Thirteen“ (2007) an der Seite von George Clooney und Matt Damon auf. Auch spiel er in Filmen wie „Confessions Of A Dangerous Mind“ („Geständnisse – Confessions Of A Dangerous Mind“, 2003), in „Troy“ („Troja“, 2004), in „Mr. & Mrs. Smith“ (2005), in „Babel“ (2006) mit Cate Blanchett, in „Burn After Reading“ (2008) an der Seite von George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich und Tilda Swinton, in „The Assassination Of Jesse James By The Coward Robert Ford“ („Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, 2007), in „The Curious Case Of Benjamin Button“ („Der seltsame Fall des Benjamin Button“, 2008) neben Cate Blanchett, in „Inglourious Basterds“ (2009) mit Christoph Waltz, in „The Tree Of Life“ (2011) neben Sean Penn, in „Moneyball“ („Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, 2011) mit Philip Seymour Hoffman, in „Killing Them Softly“ (2012), in „World War Z“ (2013), in „12 Years A Slave“ (2013) und in „The Counselor“ (2013) an der Seite von Michael Fassbender, Penélope Cruz, Cameron Diaz, Javier Bardem und Bruno Ganz.

Zuletzt kann man Brad Pitt in Filmen wie „Fury“ („Herz aus Stahl“, 2015), „By The Sea“ (2015) und „The Big Short“ (2015) neben Christian Bale und Ryan Gosling sehen.

Brad Pitt wird für seine Arbeit mit diversen Filmpreisen ausgezeichnet – unter anderem mit mehreren „Golden Globes“, „Emmys“, „British Academy Film Awards“ und einigen „Oscar“-Nominierungen sowie für seine Rolle in „The Assassination Of Jesse James By The Coward Robert Ford“ („Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“) mit der „Coppa Volpi“ – dem Darstellerpreis der Filmfestspiele von Venedig.

1995 und 2000 wird Brad Pitt vom US-amerikanischen People Magazin zum „Sexiest Man Alive“ gewählt. Die Volksrepublik China erteilt Brad Pitt wegen seiner Hauptrolle im Film „Seven Years In Tibet“ („Sieben Jahre in Tibet“) ein lebenslanges Einreiseverbot.

Nach Beziehungen mit den Schauspielerinnen Juliette Lewis und Gwyneth Paltrow sowie einer kurzen Ehe mit TV-Star Jennifer Aniston ist Brad Pitt von 2005 bis 2016 mit der Schauspielerin Angelina Jolie verheiratet, mit der er mehrere eigene sowie adoptierte Kinder hat.

Bis zur Scheidung 2016 werden Angelina Jolie und Brad Pitt wegen ihres sozialen Engagements, ihrer zahlreichen Kinder, ihres öffentlich zur Schau gestellten Familienlebens und nicht zuletzt wegen ihrer Attraktivität in der internationalen Boulevardpresse als Traumpaar des Jahrhunderts – „Brangelina“ – gefeiert.

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