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Brenda Blethyn spielt schlampige Mütter, fürsorgliche Freundinnen und unkonventionelle Witwen mit größter Hingabe und kennt auch sonst keine Berührungsängste – die vielseitige Charakterdarstellerin zählt zu den populärsten und erfolgreichsten Schauspielerinnen Großbritanniens

Brenda Blethyn wird am 20. Februar 1946 im englischen Ramsgate, Kent als Brenda Ann Bottle geboren. Sie ist das jüngste von neun Kindern des Ingenieurs William Charles und der Hausfrau Louisa Kathleen Bottle und wächst in einfachen Verhältnissen auf. Schon als junges Mädchen wird bei Brenda Blethyn durch diverse Kinobesuche das Interesse für die Schauspielerei geweckt, doch erst nach einer zehnjährigen Tätigkeit als Sekretärin und nach der Trennung von ihrem ersten Mann riskiert sie ihre Ersparnisse, um ihr Hobby zum Beruf zu machen. Nach dem Besuch einer Schauspielschule in Guildford geht sie 1975 nach London, wo sie für das Royal National Theatre und die Royal Shakespeare Company Rollen in Stücken von Shakespeare, Oscar Wilde und Dramatikern der klassischen Moderne und des zeitgenössischen Theaters spielt.

Nach mehrjähriger Theaterarbeit wird Brenda Blethyn zunächst für kleinere Fernsehrollen entdeckt, um dann in „The Witches“ („Hexen hexen“, 1990) an der Seite von Anjelica Huston ihren Leinwanddurchbruch zu haben. Danach folgen Filme wie „A River Runs Through It“ („Aus der Mitte entspringt ein Fluss“, 1992) mit Brad Pitt und „Secrets & Lies“ („Lügen und Geheimnisse“, 1996), wofür die Schauspielerin neben einer „Oscar“-Nominierung einen“Golden Globe“, den Preis als „Beste Darstellerin“ in Cannes, den „London Film Critics Circle Award“, den „Los Angeles Film Critics Circle Award“ und den „Evening Standard Best Actress Award“ erhält.

Seitdem wirkt Brenda Blethyn in diversen Filmen mit – darunter in „Girls Night“ (1997) neben Julie Walters, in „Little Voice“ (1998) als extrovertierte Witwe an der Seite von Michael Caine – wofür sie ihre zweite „Oscar“-Nominierung erhält, in der Komödie „Saving Grace“ („Grasgeflüster“, 2000), in „Plots With A View“ („Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“, 2002) neben Alfred Molina und Christopher Walken, in der Bobby-Darin-Biograpie „Beyond The Sea“ („Beyond The Sea – Musik war sein Leben“, 2004) an der Seite von Kevin Spacey und Bob Hoskins und in der Jane-Austen-Verfilmung „Pride & Prejudice“ („Stolz & Vorurteil“, 2005) neben Keira Knightley und Donald Sutherland.

Zuletzt spielt Brenda Blethyn in der Romanverfilmung „Atonement“ („Abbitte“, 2007), im britisch-französisch-algerischen Spielfilm „London River“ (2009), in „La voie de l’ennemi“ (2014) neben Forest Whitaker und Harvey Keitel und seit 2011 in der britischen Detektiv-Serie „Vera“ („Vera – Ein ganz spezieller Fall“).

Brenda Blethyn wird 2003 für ihre Verdienste um das britische Theater mit dem „Order Of The British Empire“ ausgezeichnet. Ihre Bühnenarbeit wird mit zahlreichen Preisen bedacht – so erhält sie in New York den „Theatre World Award for Outstanding New Talent“ und in Großbritannien eine „Laurence Olivier Award Nomination“ für „Benefactors“ und dem Preis für die beste Nebenrolle in „Steaming“.

Brenda Blethyn ist von 1966 bis 1976 mit dem Grafik-Designer Alan James Blethyn verheiratet – zur Zeit lebt sie mit dem Theater-Intendanten Michael Mayhew zusammen.

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