Famous People » Schauspieler » Christopher Walken

Als einer der profiliertesten Charakterdarsteller des amerikanischen Kinos verkörpert Christopher Walken in zahlreichen Mainstream- und Independent-Filmen häufig beunruhigende und amoralische Charaktere – wegen seines eigenartigen Äußeren, seiner skurrilen Eigenheiten und der Fähigkeit, bedrohlich zu wirken gilt er vielen Cineasten als Kultfigur

Ronald Christopher Walken wird am 31. März 1943 im New Yorker Stadtteil Queens geboren. Er ist der Sohn von Paul Walken – einem deutschen Bäcker aus Gelsenkirchen, der in den zwanziger Jahren in die USA emigriert – und der Schottin Rosalie Russell. Er hat zwei Brüder – Kenneth und Glenn – die auch als Darsteller in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen mitwirken. Schon als Dreijähriger posiert Christopher Walken für Werbefotos, mit sieben Jahren wirkt er bereits in Fernsehshows mit. Im Alter von zehn Jahren hat er einen ersten Tanzauftritt in einem Werbespot an der Seite von Jerry Lewis und Dean Martin, was ihn zu seiner Schauspielkarriere inspiriert – nach eigenen Angaben sprechen ihn Jerry Lewis und Dean Martin hinter der Bühne an und prophezeien ihm eine große Zukunft im Showgeschäft.

Was als Scherz gemeint ist, hat eine große Wirkung auf Christopher Walken – er bewirbt sich für jede Aufführung an seiner Schule und sammelt erste Erfahrungen im Fernsehgeschäft, unter anderem in den Fernsehserien „The Wonderful John Acton“ und „Springfield Story“. 1958 debütiert er am New Yorker Broadway in Elia Kazans Stück „J.B.“.

Nach einigen weiteren Engagements in Musicals und musikalischen Komödien sowie der Erlangung seines Schulabschlusses beginnt Christopher Walken 1961 ein Studium der Englischen Literatur an der Hofstra University in Long Island, welches er jedoch nicht abschließt, um 1963 an der Seite der damals noch wenig bekannten Liza Minnelli in dem Off-Broadway-Stück „Best Foot Forward“ zu spielen.

Seinen Filmdurchbruch hat Christopher Walken 1977 neben Diane Keaton in Woody Allens „Annie Hall“ („Der Stadtneurotiker“), zum Weltstar wird er dann 1978 durch seine Mitwirkung im Vietnam-Drama „The Deer Hunter“ („Die durch die Hölle gehen“) an der Seite von Meryl Streep und Robert De Niro – für seine Leistung wird Christopher Walken mit einem „Oscar“ als „Bester Nebendarsteller“ ausgezeichnet.

Danach folgen Auftritte in Filmen wie „Heaven’s Gate“ („Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel“, 1980) mit Isabelle Huppert und Kris Kristofferson, der James-Bond-Streifen „A View To A Kill“ („James Bond 007 – Im Angesicht des Todes“, 1985) an der Seite von Roger Moore und Grace Jones, „The Razor’s Edge“ („Auf Messers Schneide“, 1984) mit Bill Murray, „At Close Range“ („Auf kurze Distanz“, 1986) mit Sean Penn, „Batman Returns“ („Batmans Rückkehr“, 1992) neben Danny DeVito und Michelle Pfeiffer, Quentin Tarantinos Kultfilm „Pulp Fiction“ (1994) neben Uma Thurman, „The Funeral“ („Das Begräbnis“, 1996), Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (1999) mit Christina Ricci, „Catch Me If You Can“ (2002) an der Seite von Leonardo DiCaprio und Tom Hanks, „Plots With A View“ („Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“, 2002) neben Brenda Blethyn und Alfred Molina, „The Stepford Wives“ („Die Frauen von Stepford“, 2004) neben Nicole Kidman, Bette Midler und Glenn Close, „Around The Bend“ („Spurensuche – Umwege zur Wahrheit“, 2004) mit Michael Caine und „Hairspray“ (2007) mit John Travolta.

Zuletzt sieht man Christopher Walken im Thriller „Kill The Irishman“ („Bulletproof Gangster“, 2011), in „Stand Up Guys“ (2012) neben Al Pacino, in „A Late Quartet“ („Saiten des Lebens, 2012) neben Philip Seymour Hoffman und in „Jersey Boys“ (2014).

Christopher Walken ist ein guter Tänzer – er absolviert eine Tanzausbildung am renommierten Actors Studio. Regisseure seiner Filme arrangieren extra für ihn eine Tanzszene, da dies mittlerweile zu einer Art Markenzeichen für ihn geworden ist. Als begeisterter Comedian moderiert Christopher Walken sechs mal die „Comedy-Show Saturday Night Live“, 2001 erhält er den „American Comedy Award“.

Obwohl er oftmals in der Rolle des Bösewichts zu sehen ist, sagt Christopher Walken von sich selbst, dass er „glücklich verheiratet ist, zwei Häuser und einen Kombi besitzt und seine Rechnungen pünktlich begleicht“.

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