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Sie ist die Urmutter aller It-Girls und gilt als Hollywoods erstes Sexsymbol – mit provokantem Auftreten und diversen Skandalen kommt Clara Bow in den letzten Tagen der Stummfilm-Ära zu Ruhm und avanciert durch den Film „Das gewisse Etwas“ zum bekanntesten Flapper-Girl der zwanziger Jahre

Clara Bow wird am 29. Juli 1905 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, wo sie in den Slums in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. 1921 nimmt sie an einem Wettbewerb des Filmmagazins „Fame And Fortune“ teil und gewinnt als ersten Preis die Teilnahme in einer winzigen Rolle in einem Film. Danach spielt sie in „Beyond The Rainbow“ (1922), in „Enemies Of Women“ (1923), in „Maytime“ (1923), in „Poisoned Paradise“ (1924), in „Wine“ (1924), in „This Woman“ (1924), in „Eve’s Lover“ (1925), in „Kiss Me Again“ (1925), in „The Primrose Path“ und hat dann 1925 mit den Filmen „The Plastic Age“ und „Dancing Mothers“ an der Seite von Alice Joyce ihren Durchbruch als Filmstar.

Schon bald avanciert Clara Bow zu einem der größten Hollywood-Stars der zwanziger Jahre – sie überzeugt in den Filmen „Mantrap“ (1926), „Kid Boots“ (1926), „Fascinating Youth“ (1926) und vor allem in „It“ („Das gewisse Etwas“, 1927) an der Seite von Gary Cooper. Die Besetzung Clara Bows in diesem Film – nach dem Roman der damals populären Schriftstellerin Elinor Glyn – als Arbeitergöre Betty Lou Spence führt dazu, dass man bis heute in den USA bei einer modernen und jungen Frau von einem „It-Girl“ spricht. In jenen Jahren berichtet die Presse ausgiebig über das Privatleben von Clara Bow, die Affären mit Stars wie Bela Lugosi, Gary Cooper, Victor Fleming oder John Gilbert eingeht, von Spiel- und Steuerschulden geplagt wird und Aufsehen erregende Gerichtsverfahren hat.

Clara Bow spielt in Filmen wie „Children Of Divorce“ (1927), „Wings“ (1927) – der den ersten „Oscar“ als „Bester Film“ gewinnt – Hula“ (1927), „Get Your Man“ („Bin ich ihr Typ?“, 1927) und „The Wild Party“ (1929). Mit dem Beginn der Tonfilm-Ära beginnt sich der Geschmack des Publikums zu wandeln, Clara Bow verliert unter anderem wegen ihres starken Brooklyn-Akzents und ihren zunehmenden Gewichtsproblemen den Anschluss – ihr Image als Flapper und It-Girl ist bald dahin.

Mit einer Rolle in „Call Her Savage“ (1932) kann Clara Boa 1932 ein Comeback feiern, der Film wird von den Kritikern gelobt und vom Publikum gefeiert und einer zweiten Karriere steht nichts im Wege, doch die Schauspielerin hat verstärkt mentale Probleme – 1949 wird bei ihr Schizophrenie diagnostiziert, unter der sie bis zu ihrem Tod leidet.

Nach ihrem letzten Film „Hoopla“ (1933) zieht sich Clara Bow ins Privatleben zurück – 1931 heiratet sie den Westerndarsteller Rex Bell.

Clara Bow stirbt am 27. September 1965 in Los Angeles.

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