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Mit diabolischem Grinsen, spöttischem Blick und raubeinigem Charme ist Clark Gable in den dreißiger und vierziger Jahren der „König von Hollywood“ – als eines der ersten männlichen Sexsymbole seiner Zeit spielt er mit Vorliebe Aufsteiger, die es aus eigener Kraft nach oben schaffen und verkörpert dabei wie kaum ein anderer den amerikanischen Traum

William Clark Gable wird am 1. Februar 1901 in Cadiz im US-Bundesstaat Ohio geboren – sechs Monate nach seiner Geburt stirbt seine Mutter und er verbringt zwei Jahre bei Pflegeeltern, ehe sich der Vater wieder dem Kind annimmt. Mit vierzehn Jahren wird Clark Gable von der High School verwiesen und muss durch Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt verdienen. Er fühlt sich schon bald zum Theater hingezogen und spielt erste kleinere Rollen. Die Theatermanagerin Josephine Dillon – seine spätere Ehefrau – bringt ihn 1924 nach Hollywood, wo er seinen ersten Auftritt 1925 als Statist in „Die Lustige Witwe“ von Erich von Stroheim hat. Da Clark Gable in Hollywood aber nicht über kleine Rollen hinauskommt kehrt er zur Bühne zurück – 1928 feiert er seinen ersten größeren Erfolg am New Yorker Broadway und erlangt mit weiteren Auftritten an renommierten Theatern bald größere Bekanntheit.

In einer Nebenrolle im Western „The Painted Desert“ gelingt Clark Gable der Leinwanddurchbruch – er wirkt 1931 in acht weiteren Spielfilmen mit und befindet sich am Ende des Jahres bereits unter den zehn kassenträchtigsten Stars von Hollywood. Zunächst wird er hauptsächlich als Draufgänger und ungeschliffener Hallodri besetzt – in „Night Nurse“ (1931) schlägt er seiner Kollegin Barbara Stanwyck ins Gesicht, in „A Free Soul“ („Der Mut zum Glück“, 1931) verprügelt er Norma Shearer und in „Dance, Fools, Dance“ (1931) malträtiert er Joan Crawford – streng nach den Vorgaben des Drehbuchs.

Im Laufe seiner Karriere spielt Clark Gable an der Seite der berühmtesten weiblichen Hollywood-Stars – Barbara Stanwyck, Greer Garson, Joan Crawford, Myrna Loy, Jean Harlow, Greta Garbo, Tallulah Bankhead, Marilyn Monroe, Myrna Loy, Loretta Young, Ava Gardner, Lana Turner, Norma Shearer und Claudette Colbert gehören zu seinen Filmpartnerinnen. Für seine Darstellung in der Komödie „It Happened One Night“ („Es geschah in einer Nacht“, 1934), erhält Clark Gable einen „Oscar“ als „Bester Hauptdarsteller“.

Zu unvergesslichem Filmruhm gelangt Clark Gable 1939 in der Rolle des Rhett Butler im legendären Südstaaten-Epos „Gone With The Wind“ („Vom Winde verweht“) an der Seite von Vivien Leigh, Olivia de Havilland, Leslie Howard und Hattie McDaniel. Der Film erhält zehn „Oscars“ – Clark Gable wird für die „Beste Hauptrolle“ nominiert, geht jedoch leer aus.

Zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verpflichtet sich Clark Gable zum Dienst bei der US-Air-Force, wo er bis zum Kriegsende bleibt. Wieder zurück in Hollywood hat er in den fünfziger Jahren ein nur verhaltenes Comeback – er spielt in zahlreichen Unterhaltungs- und Abenteuerfilmen wie „The Tall Men“ (1955) und „Teacher’s Pet“ („Reporter der Liebe“, 1958) mit.

1960 erreicht Clark Gables schauspielerisches Schaffen in „The Misfits“ („Nicht gesellschaftsfähig“) seinen Höhepunkt – er steht das letzte Mal vor der Kamera und brilliert an der Seite von Marilyn Monroe und Montgomery Clift in seiner wohl bedeutendsten Charakterrolle.

Clark Gable ist fünfmal verheiratet – seine erste Ehe mit Josephine Dillon hält bis 1930, von seiner zweiten Ehefrau Ria Langham trennt er sich 1939, wenig später ehelicht er 1939 seine Kollegin Carole Lombard, die 1942 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt. 1949 heiratet Clark Gable das vierte Mal – von Sylvia Ashley trennt er sich nach knapp drei Jahren, mit der Schauspielerin Kay Williams geht er 1955 seine fünfte Ehe ein – die Geburt des gemeinsamen Sohnes John erlebt der Hollywoodstar nicht mehr.

Clark Gable stirbt am 16. November 1960 im Alter von neunundfünfzig Jahren an einem Herzinfarkt kurz nach Beendigung der Arbeiten zum Film „The Misfits“.

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