Famous People » Sänger » Diana Ross

Sie gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten und wird von ihren Anhängern wie eine Göttin verehrt – mühelos gelingt Diana Ross der Weg aus den Armenghettos Detroits in den Pop-Olymp, in ihrer fünf Dekaden andauernden Karriere singt sie sich an die Spitze der internationalen Unterhaltung und füllt noch heute die großen Konzerthallen der Welt

Diane Ernestine Earle Ross wird am 26. März 1944 im „Black-Bottom-Ghetto“ von Detroit im US-Bundesstaat Michigan geboren. Auf der High-School gründet sie 1959 mit Florence Ballard und Mary Wilson die Girlgroup „The Primettes“, die ein Jahr später einen Plattenvertrag beim Soul-Label Motown-Records unterschreiben. 1961 benennt sich die Gruppe in „Supremes“ um und hat 1964 mit „Where Did Our Love Go“ ihren ersten Hit in den amerikanischen Charts.

In den folgenden Jahren erreichen die „Supremes“ mit zahlreichen Hits die Höchstpositionen der US-Charts – “Baby Love“, „You Can’t Hurry Love“, „Stop! In The Name Of Love“ und weitere Songs werden zu zeitlosen Klassikern und sorgen noch heute als Cover-Versionen immer wieder für Chart-Erfolge. Nach der letzten gemeinsamen Hit-Single „Someday We’ll Be Together“ verlässt Diana Ross 1970 die Band um eine Solo-Karriere zu starten – in jener Zeit ist sie mit dem Motown-Gründer Berry Gordy liiert, mit dem sie eine gemeinsame Tochter hat.

Diana Ross’ erstes Solo-Album „Diana Ross“ mit der Single „Reach Out And Touch“ wird ein Achtungserfolg – der Song „Ain’t No Mountain High Enough“ avanciert bald zum Klassiker. Nach der Trennung von Berry Gordy 1971 heiratet Diana Ross Robert Silverstein und bringt zwei Töchter zur Welt – 1976 wird auch diese Ehe geschieden.

1972 zeigt Diana Ross im Film „Lady Sings The Blues“ in der Rolle der Billie Holiday eine beachtliche schauspielerische Leistung – dafür wird sie 1973 mit einem „Golden Globe Award“ als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ und mit einer „Oscar“-Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin“ geehrt. In „Mahagoni“ (1975) – für den sie den französischen Filmpreis „César“ erhält – und „The Wiz“ („The Wiz – Das zauberhafte Land“, 1978) hat sie zwei weitere Filmauftritte.

1979 erscheint Diana Ross‘ im Disco-Sound produziertes Album „The Boss“, ein Jahr später wendet sie sich dann ganz dem Dance-Bereich zu – ihr vom Produzententeam Nile Rodgers und Bernard Edwards produziertes Solowerk „Diana Ross“ mit den Hits „Upside Down“, „My Old Piano“ und „I’m Coming Out“ entwickelt sich zum größten Erfolg ihrer Karriere.

1981 verlässt Diana Ross Motown-Records und tauscht sich fortan vermehrt mit musikalischen Freunden und Kollegen aus. 1981 singt sie zusammen mit Lionel Richie „Endless Love“ – das Duett erscheint auf ihrem Album „Diana“ (1982) und wird neben „Why Do Fools Fall In Love“ ein großer Erfolg. 1982 erscheint „Silk Electric“ – das darauf enthaltene „Muscles“ wird von Michael Jackson produziert und entwickelt sich zur Hymne aller Bodybuilder.

1983 gibt Diana Ross im New Yorker Central Park ein Open-Air-Konzert vor 750.000 Zuschauern – sie singt bei strömendem Regen, hält aber das Konzert bis zum Ende durch. Es gilt bis heute als ein Höhepunkt ihrer Karriere. Im selben Jahr singt Diana Ross die Disconummer „Pieces Of Ice“ von ihrem Album „Ross“, 1984 kann man sie im Duett mit Julio Iglesias („All Of You“) hören und 1985 erscheint das von den „Bee Gee’s“ produzierte Album „Eaten Alive“, das gleichnamige im Duett mit Michael Jackson aufgenommene Titellied sowie die Nummer „Chain Reaction“ erreichen ein letztes Mal höchste Chart-Positionen.

1986 singt Diana Ross zusammen mit anderen amerikanischen Künstlern die von Quincy Jones produzierte Life-Aid-Hymne „We Are The World“ ein.

1987 heiratet Diana Ross den norwegischen Reeder Arne Næss und bringt die Söhne Ross und Evan zur Welt – die Ehe wird 1999 geschieden. Wenig später kommt der Hobby-Bergsteiger Næss bei einem Kletterunfall ums Leben.

Ab den neunziger Jahren wird es ruhiger um Diana Ross – ihre Platten erreichen in den USA nicht mehr die Top 100, nur in Europa macht sie mit „When You Tell Me That You Love Me“ (1992), „Take Me Higher“ (1995), „Not Over You Yet“ (1999) und der Coverversion von „I Will Survive“ (2001) noch einmal auf sich aufmerksam.

Im Jahr 2007 kommt mit „Dreamgirls“ die Verfilmung der Geschichte der „Supremes“ in die Kinos – Diana Ross wird darin von Beyoncé Knowles verkörpert.

Eine langjährige Freundschaft verbindet Diana Ross mit dem 2009 verstorbenen Michael Jackson – könnte dessen Mutter Katherine nicht das Sorgerecht für seine minderjährigen Kinder wahrnehmen, hätte laut Testament Diana Ross das Sorgerecht erhalten.

Diana Ross ist Vorbild diverser nachfolgender Künstlerinnen wie Beyoncé Knowles, Janet Jackson, Christina Aguilera, Taylor Swift, Katy Perry, Jennifer Lopez und Leona Lewis – neben Barbra Streisand, Cher, Céline Dion, Mariah Carey und Madonna ist sie die erfolgreichste Popsängerin des vorigen Jahrhunderts und gehört zusammen mit Dusty Springfield, Aretha Franklin, Martha Reeves and Dionne Warwick zu den „Five Mighty Pop Divas Of The Sixties“.

In ihrer mehr als fünfzigjährigen Karriere erreicht Diana Ross alles, was es zu erreichen gibt – mit unzähligen Gold- und Platinschallplatten ausgestattet erklärt sie das amerikanische Billboard Magazin zur „Entertainerin des Jahrhunderts“. 1988 zieht sie mit den „Supremes“ in die „Rock’n-Roll Hall Of Fame“ ein, 1993 erhält sie einen Stern auf dem New Yorker „Sidewalk Of Stars“, 1999 verewigt sie sich auf dem „Walk Of Fame“ in Hollywood, 2012 wird sie mit einem „Grammy“ für ihr Lebenswerk und 2016 mit der amerikanischen „Presidential Medal Of Freedom“ ausgezeichnet.

„Wenn ich mein Leben und meine Karriere in einem Wort zusammen fassen müsste, dann wäre das Liebe. Davon singe ich. Die Liebe ist mir am wichtigsten. Es geht nicht um Erfolg und Ehrungen. Dafür ist das Leben selbst einfach zu wunderbar“ sagt Diana Ross in einem Interview.

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