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Er ist bekannt für seine markigen Sprüche und polarisiert wie kein anderer – für die einen ist Dieter Bohlen bewunderter Poptitan, für die anderen nur großspuriger „Held der Unterschicht“. Während er der jüngeren Generation hauptsächlich als TV-Juror von „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt ist, feiert er in den Achtzigen als Teil des Popduos „Modern Talking“ enorme Erfolge

Dieter Günter Bohlen wird am 7. Februar 1954 im niedersächsischen Berne als Sohn von Hans und Edith Bohlen geboren und wächst in Ostfriesland auf. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Oldenburg geht er nach Göttingen, wo er auf Wunsch seiner Eltern Betriebswirtschaftslehre studiert. Das Studium schließt er 1978 als Diplom-Kaufmann ab – damals ist er für kurze Zeit Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).

Schon früh interessiert sich Dieter Bohlen für Musik – unter anderem wird er von den „Beatles“, „Pink Floyd“, „Led Zeppelin“ und „Deep Purple“ beeinflusst. Er lernt Gitarre und Keyboards spielen und finanziert sich sein Studium mit Bandauftritten, auch schickt er erste Demotapes an größere Plattenfirmen. Gegen Ende der siebziger Jahre produziert er für einen Hamburger Musikverlag diverse Schlagersänger und ist zeitweise Mitglied der Berliner Band „Sunday“.

Ab 1980 versucht sich Dieter Bohlen unter dem Namen Steve Benson als Solosänger, hat aber keinen Erfolg. 1983 schafft es der Schlagersänger Bernd Clüver beim Vorentscheid zum „Eurovision Song Contest“ mit dem von Dieter Bohlen komponierten Lied „Mit Siebzehn“ auf den dritten Platz.

1984 gründet Dieter Bohlen mit dem bis dahin unbekannten Sänger Thomas Anders das Popduo „Modern Talking“ – mit Hits wie „You’re My Heart, You’re My Soul“, „You Can Win If You Want“, „Brother Louie“, „Cheri Cheri Lady“, „Atlantic Is Calling“ und „Geronimo’s Cadillac“ feiert die Gruppe ungeheure Erfolge. Fünfmal erklimmt sie den ersten Platz der deutschen Charts und ist auch in den asiatischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Hitparaden vertreten. 1985 bekommt „Modern Talking“ siebenundfünfzig Goldene und Platin-Schallplatten, 1987 trennt sich das Duo im Streit.

In den folgenden Jahren produziert Dieter Bohlen für andere Interpreten – unter anderem komponiert er Hits für C.C.Catch („Strangers By Night“) und den Ex-„Smokie“-Sänger Chris Norman („Midnight Lady“), auch verhilft er Bonnie Tyler („Bitterblue“), Roy Black („Rosenzeit“) und Nino de Angelo („Flieger“) zu einem erfolgreichen Comeback. Auch mit seinem Musikprojekt „Blue System“ feiert Dieter Bohlen bis in die neunziger Jahre hinein mit Hits wie „My Bed Is Too Big“, „Sorry Little Sarah“, „Leila“ und „Love Is Such A Lonely Sword“ große Erfolge.

1998 kommt es zu einem Comeback von „Modern Talking“ – im Zuge des Achtziger-Revivals erobert die Band mit neu abgemischten Songs sowie einigen neuen Kompositionen erneut die deutschen Hitparaden. Nachdem sich das Duo 2003 abermals trennt, komponiert Dieter Bohlen für den TV-Serienstar Yvonne Catterfeld die Songs „Für Dich“ und „Du hast mein Herz gebrochen“. 2010 und 2011 produziert er für die Schlagersängerin Andrea Berg die erfolgreichen Alben „Schwerelos“ und „Abenteuer“.

Dieter Bohlens Musikproduktionen fallen durch einfach bis simpel strukturierte Kompositionen auf. Trotz großer Verkaufserfolge – ihm wird ein Vermögen von weit über hundert Millionen Euro zugeschrieben – wird er bis heute von deutschen Musikkritikern belächelt.

Seit 2002 ist Dieter Bohlen kontinuierlich Juror der TV-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ – für einige der Teilnehmer wie Alexander Klaws, Daniel Küblböck, Mark Medlock, Daniel Schuhmacher und Mehrzad Marashi produziert und komponiert er etliche Songs.

2002 veröffentlicht Dieter Bohlen seine Biografie „Nichts als die Wahrheit“ – das Buch avanciert zum Bestseller. 2003 wird er in einer Zuschauerumfrage auf den dreißigsten Platz der „Größten Deutschen“ gewählt und 2008 erscheint sein Ratgeber-Buch „Der Bohlenweg – Planieren statt Sanieren“, das sich ernsthafter mit seiner Karriere befasst.

Von 1983 bis 1989 ist Dieter Bohlen mit Erika Sauerland verheiratet – aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Danach hat er bis 2000 eine Beziehung mit der Hamburgerin Nadja Abd el Farrag, die 1996 von einer schlagzeilenträchtigen Kurzehe mit dem Starlet Verona Feldbusch für einige Monate unterbrochen wird. Von 2001 bis 2006 lebt er mit Estefania Küster zusammen, mit der er einen Sohn hat.

Zur Zeit ist Dieter Bohlen mit Fatma Carina Walz liiert – zusammen haben sie einen Sohn. Dieter Bohlen lebt im niedersächsischen Tötensen in der Nähe von Hamburg.

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