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Diether Krebs ist Schauspieler, Kabarettist, Sänger, Comedian und jahrelang eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Fernsehlandschaft, nahtlos pendelt er dabei zwischen Klamotte und Qualität und spielt sich mit großer Wandlungsfähigkeit – mal raubeinig und laut, dann wieder charmant und sensibel – durch sämtliche Fächer der deutschen TV-Unterhaltung

Diether Krebs wird am 11. August 1947 in Essen als Sohn eines Schreibwarenhändlers geboren. Nach seiner Schulzeit am Essener Humboldt-Gymnasium – wo er bereits beim Schultheater erste schauspielerische Erfahrungen sammelt – absolviert er eine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Danach hat er am Theater in Oberhausen sein erstes Bühnenengagement.

Nach kleineren Rollen in Filmen wie „Zoff“ (1971) neben Jürgen Prochnow, „Die tollkühnen Penner“ (1971) und „Komm in die Wanne, Schätzchen“ (1971) erlangt er ab 1973 in der Rolle des herum lungerndern „Sozi“-Schwiegersohnes in der legendären Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“ an der Seite von Hildegard Krekel, Elisabeth Wiedemann und Heinz Schubert landesweite Bekanntheit.

Danach sieht man ihn in Krimi-Reihen wie „Der Alte“, „Ein Fall für Stein“, „SOKO 5113“, „Der Fahnder“, „Großstadtrevier“ und „Tatort“, in anspruchsvollen Fernsehproduktionen wie „Eiszeit“ (1975) neben Heinz Bennent und Hannelore Hoger und „Die Judenbuche“ (1980) sowie in leichten TV-Serien wie „St. Pauli Landungsbrücken“, „Das Amt“, „Weißblaue Geschichten“, „Geschichten aus der Heimat“, „Traumschiff“, „Unser Lehrer Doktor Specht“, „Die glückliche Familie“, „Der Landarzt“ und „Der Dicke und der Belgier“.

Sehr erfolgreich ist Diether Krebs als Kabarettist und als Komiker – ab 1981 agiert er neben Rudi Carrell in der Satire-Sendung „Rudis Tagesshow“, legendär sind seine Auftritte in der Comedy-Reihe „Sketchup“ zwischen 1984 und 1987 an der Seite von Beatrice Richter und Iris Berben. In der Kult-Reihe „Kir Royal“ hat er 1986 an der Seite von Senta Berger, Dieter Hildebrandt und Ruth Maria Kubitschek einen Gastauftritt.

1991 stürmt Diether Krebs mit dem Ulk-Song „Ich bin der Martin, ne (Martin My Love)“ die deutschen Hitparaden, 1993 sieht man ihn in der Wende-Komödie „Go Trabbi Go“ und 1999 moderiert er die Verleihung des Medienpreises „Goldene Henne“.

Zuletzt ist Diether Krebs in der Komödie „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ (1999) zu sehen.

Diether Krebs ist von 1979 bis zu seinem Tod mit der Diplom-Übersetzerin Bettina Freifrau von Leoprechting verheiratet – aus der Ehe gehen die Söhne Moritz und Till hervor.

Diether Krebs stirbt am 20. Januar 2000 in seinem Haus in Hamburg an den Folgen eines Krebsleidens – er wird auf dem Ostfriedhof seiner Heimatstadt Essen beigesetzt. Im Essener Südostviertel wird der Ostpark nach ihm in Diether-Krebs-Platz umbenannt.

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