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Gerne wird sie als Dame der Halbwelt, als resolute Ehefrau oder als Kleinganovin besetzt – Doris Kunstmann ist ein beliebter Gast in zahlreichen Fernsehproduktionen, neben Auftritten in populären Krimi-Reihen und Kinofilmen kann man sie auch regelmäßig auf der Theaterbühne erleben

Doris Kunstmann kommt am 22. Oktober 1944 als Tochter der Schauspielerin und Grafikerin Erika Kunstmann und des Produzenten Georg Thiess in Hamburg zur Welt. Sie wächst zunächst bei den Großeltern auf und besucht ab dem zehnten Lebensjahr ein Internat in St. Peter-Ording – nach dem Abschluss der Mittleren Reife lässt sie sich in Hamburg zur Schauspielerin ausbilden. Ihre ersten Theatererfahrungen macht sie ab 1962 am Hamburger Jungen Theater, danach steht sie hauptsächlich vor der Filmkamera.

In einer Nebenrolle in „Sie fanden ihren Weg“ (1963) gibt sie Doris Kunstmann ihr Filmdebüt – der Durchbruch gelingt ihr 1968 als Nora in Ugo Liberatores „Il Sesso degli angeli“ („Das Geschlecht der Engel“). Mit dem italienischen Regisseur dreht sie außerdem „Bora Bora“ (1968) und „Lovemaker“ (1969). Große Popularität erlangt Doris Kunstmann durch die Simmel-Adaptionen „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ (1971) und „Alle Menschen werden Brüder“ (1973).

Seit dem Ende der siebziger Jahre ist Doris Kunstmann regelmäßig in Krimi-Reihen wie „Derrick“, „Sonderdezernat K1“, „Ein Fall für Zwei“, „Wolffs Revier“, „Die Männer vom K3“, „Rosa Roth“ und „Tatort“ sowie in den Fernsehserien „Der Gerichtsvollzieher“, „Nesthäkchen“, „Der Glücksritter“, „Adelheid und ihre Mörder“, „Schlosshotel Orth“, „Freunde fürs Leben“, „Edel & Starck“ und „Rote Rosen“ zu sehen.

Doris Kunstmann stellt auch in etlichen Fernsehfilmen ihre Vielseitigkeit unter Beweis – so spielt sie in „Cecile“ (1977), in „Die Eingeschlossenen“ (1978), in „Die Zweite Frau“ (1983), in „Die Fräulein von damals“ (1986), in „Der Schrei der Eule“ (1987) und in „Ein Unding der Liebe“ (1987). 1993 agiert sie an der Seite von Günter Strack in „Der Betrogene“, im Thriller „Der Todesbus“ (1997) steht sie vor der Kamera und mit Mariele Millowitsch spielt sie im Roadmovie „Meine beste Feindin“ (1999). Man kann sie im Drama „Wenn die Liebe verloren geht“ (2002), im Thriller „Sommernachtstod“ (2003), in der Komödie „Katz und Hund“ (2003) und in der Verwechslungskomödie „Eine zweimalige Frau“ (2004) sehen.

Auch in Kinoproduktionen übernimmt Doris Kunstmann diverse Rollen, wie im Horrorstreifen „La Morte negli occhi del gatto“ („Sieben Tote in den Augen der Katze“, 1973), im Drama „Hitler – The Last Ten Days“ („Adolf Hitler – die letzten zehn Tage“, 1973) als Eva Braun, in der Krimikomödie „Inside Out“ („Ein Genialer Bluff“, 1975) neben Telly Savalas und James Mason, in „Die Brüder“ (1977), in „Les Équilibristes“ (1992), in „Happy Birthday, Türke!“ (1992), in „Frauen sind was Wunderbares“ (1994), in „Funny Games“ (1997), in „Verrückt nach Paris“ (2002) in „Sommernachtstod“ (2003) und in Hape Kerkelings Komödie „Samba in Mettmann“ (2004).

Doris Kunstmann brilliert auch auf der Bühne – so begeistert sie auf einer Deutschlandtournee das Publikum in Terence McNallys Theaterstück „Meisterklasse“ in der Rolle der Operndiva Maria Callas. Auch als Mutter Wolffen in Gerhart Hauptmanns „Der Biberpelz“ beweist sie in den letzten Jahren einmal mehr ihr schauspielerisches Können.

Nebenbei ist Doris Kunstmann für verschiedenste Hörbuch-Produktionen tätig. 1975 erhält sie eine „Goldene Kamera“. Ein Jahr später heiratet sie den Kaufmann Michael Fuhrmann – die Ehe wird geschieden. Doris Kunstmann hat einen Sohn – den Regisseur Marc Winter – und einen Enkel.

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