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Gene Hackman zählt zu den anerkanntesten Darstellern Hollywoods – ob als psychopathischer Polizist, als Gangster oder als Soldat, in über achtzig Leinwandproduktionen stellt er sein schauspielerisches Können und seine Vielseitigkeit unter Beweis. Er brilliert in „Bonnie & Clyde“, in „French Connection“ und in „The Royal Tennenbaums“ und wird für seine Leistungen mit den bedeutendsten Filmpreisen ausgezeichnet

Gene Hackman wird am 30. Januar 1930 im kalifornischen San Bernardino als Eugene Allen Hackman geboren. Der Sohn eines Druckers wächst in zerrütteten Familienverhältnissen auf und wird größtenteils von seiner Großmutter in Illinois erzogen, nachdem der Vater die Familie verlässt. Nach einer Gefängnisstrafe wegen Ladendiebstahls bricht er 1947 seine Schulbildung ab und tritt – trotz seiner Minderjährigkeit – dem Militär bei. Beim Marine Corps dient er mehrere Jahre lang als Funker. Nach dem Militärdienst studiert er in New York Journalismus und Kunst und arbeitet bei zahlreichen Rundfunkstationen im ganzen Land. Anfang der fünfziger Jahre besucht er in Los Angeles die Playhouse Acting School, nach drei Monaten bricht er die Ausbildung ab. Schon bald bekommt er eine Anstellung am Pasadena Playhouse und hat dort sein Bühnendebüt.

Zurück in New York teilt sich Gene Hackman ein Appartment mit seinen früheren Kommilitonen Dustin Hoffman und Robert Duvall. Nach mehreren Auftritten am New Yorker Broadway und im Fernsehen spielt er 1961 in seinem ersten Kinofilm „Mad Dog Coll“ („Der Tollwütige“) mit. Bei den Dreharbeiten zu „Lilith“ (1964) lernt er Warren Beatty kennen, der ihm drei Jahre später eine Rolle im Gangsterdrama „Bonnie & Clyde“ (1967) verschafft. Für seine Darstellung des Gangsters Buck Barrow an der Seite von Warren Beatty, Faye Dunaway und Estelle Parsons wird Gene Hackman als „Bester Nebendarsteller“ für einen „Oscar“ nominiert. Nach Filmen wie „Marooned“ („Verschollen im Weltraum“, 1969) neben Gregory Peck und „The Gypsy Moths“ („Die den Hals riskieren“, 1969) neben Burt Lancaster wird Gene Hackmann für seine Rolle im Familiendrama „I Never Sang for My Father“ („Kein Lied für meinen Vater“, 1970) erneut für einen „Oscar“ nominiert.

1971 gelingt Gene Hackman mit dem New-Hollywood-Klassiker „French Connection“ („French Connection – Brennpunkt Brooklyn“) der internationale Durchbruch. Es folgen Auftritte in „The Poseidon Adventure“ („Die Höllenfahrt der Poseidon“, 1972) mit Shelley Winters und Ernest Borgnine, „Scarecrow“ („Asphalt-Blüten“, 1973) mit Al Pacino, „The Conversation“ („Der Dialog“, 1974), „Bite The Bulet“ („700 Meilen westwärts“, 1974) mit Candice Bergen, „Night Moves“ („Die heiße Spur“, 1975), „Lucky Lady“ („Abenteurer auf der Lucky Lady“, 1975) mit Liza Minnelli und „A Bridge Too Far“ („Die Brücke von Arnheim“, 1977) an der Seite von Dirk Bogarde, James Caan, Michael Caine, Sean Connery, Hardy Krüger, Ryan O’Neal, Laurence Olivier, Maximilian Schell und Liv Ullmann.

1978, 1980 und 1987 spielt Gene Hackman in den „Superman“-Filmen neben Christopher Reeve den Bösewicht und Superman-Gegenspieler Lex Luthor. Für seine Rolle im Südstaaten-Drama „Mississippi Burning“ („Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses“) erhält er 1988 eine weitere „Oscar“-Nominierung als „Bester Hauptdarsteller“.

Einige seiner größten kommerziellen Erfolge feiert Gene Hackman in den neunziger Jahren – unter anderem wirkt er in Clint Eastwoods Spätwestern „Unforgiven“ („Erbarmungslos“, 1992) mit, wofür er einen „Oscar“ als „Bester Nebendarsteller“ erhält. Auch sieht man ihn in „The Firm“ („Die Firma“, 1993) neben Tom Cruise, in „Geronimo: An American Legend“ („Geronimo – Eine Legende“, 1993) mit Matt Damon, in „Wyatt Earp“ („Wyatt Earp – Das Leben einer Legende“, 1994), in „Get Shorty“ („Schnappt Shorty“, 1995) an der Seite von John Travolta und Danny DeVito, in „The Birdcage“ („The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel“, 1996) neben Robin Williams und Dianne Wiest, in „Extreme Measures“ („Extrem… mit allen Mitteln“, 1996) mit Hugh Grant und Sarah Jessica Parker, in „Twilight“ („Im Zwielicht“, 1998) neben Paul Newman und Susan Sarandon, in „Enemy Of The State“ („Der Staatsfeind Nr. 1“, 1998) mit Jon Voight und in „The Replacements“ („Helden aus der zweiten Reihe“, 2000) neben Keanu Reeves. Für seinen Auftritt als abtrünniger Ehemann in der Familienfarce „The Royal Tenenbaums“ („Die Royal Tenenbaums“, 2001) an der Seite von Anjelica Huston und Gwyneth Paltrow wird Gene Hackman 2002 mit dem „Golden Globe“ als „Bester Komödienschauspieler“ belohnt.

Während seiner Filmkarriere bleibt Gene Hackman auch immer dem Theater verbunden – am New Yorker Broadway ist er zuletzt neben Glenn Close und Richard Dreyfuss im Stück „Death And The Maiden“ zu bewundern. Auch als Autor macht sich der Schauspieler einen Namen – gemeinsam mit dem Unterwasser-Archäologen Daniel Lenihan schreibt er die Romane „Wake Of The Perdido Star“ (1999), „Justice For None“ (2004) und „Escape From Andersonville“ (2008).

Gene Hackman wirkt in insgesamt über achtzig Filmproduktionen mit – 2004 gibt er in einem Interview mit dem Talkmaster Larry King bekannt, dass er keine weiteren Filmangebote hat und davon ausgeht, dass seine Filmkarriere zu Ende ist. 2004 zeigt sich Gene Hackmann in der Polit-Satire „Welcome To Mooseport“ („Willkommen in Mooseport“) ein letztes Mal auf der Leinwand – als arroganter Ex-Präsident.

Gene Hackman ist von 1956 bis 1986 mit Fay Maltese verheiratet – aus dieser Verbindung stammen die Kinder Christopher Allen, Elizabeth Jean und Leslie Anne. Seit 1991 ist er mit Betsy Arakawa verheiratet – mit ihr lebt er in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico.

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