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Starke Frauenrollen sind ihr Metier, mit spröden Gesichtszügen, kühler Ausstrahlung und enormer Stärke verkörpert Glenn Close mit Vorliebe schizophrene Charaktere, die sich zwischen Wahnsinn und existenziellen Ängsten bewegen – als ganz und gar untypische Hollywood-Diva legt sie in den vergangenen dreißig Jahren eine erstaunliche Karriere hin

Glenn Close wird am 19. März 1947 in Greenwich im US-Staat Connecticut geboren. Sie wächst in einer puritanischen Familie auf, deren Leben von den hohen Idealen einer Evangelisten-Gemeinde bestimmt wird. Ihr Vater – ein Arzt und Autor – eröffnet 1960 ein Krankenhaus in Belgisch-Kongo, weshalb sie ihre Jugend abwechselnd in Afrika und in Internaten in der Schweiz und in Neuengland verbringt. Sie besucht das College Of William And Mary in Virginia und macht ihren Abschluss in Schauspiel und Anthropologie. Ihr Broadway-Debüt gibt sie 1976 und 1980 wird sie für das Musical „Barnum“ zum ersten Mal mit dem „Tony-Award“ ausgezeichnet. Einen zweiten „Tony“ wird Glenn Close für ihre Rolle in „Death And The Maiden“ verliehen, den dritten für „Sunset Boulevard“.

1982 hat Glenn Close ihr Leinwanddebüt – gleich für ihr erste Filmrolle in „The World According To Garp“ („Garp und wie er die Welt sah“, 1982) nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von John Irving wird die Schauspielerin für einen „Oscar“ als „Beste Nebendarstellerin“ nominiert. In den folgenden Jahren folgen vier weitere Nominierungen – darunter unter anderem als beste Hauptdarstellerin in „Fatal Attraction“ („Eine verhängnisvolle Affäre“, 1987) und für ihre Darstellung der intriganten Marquise Isabelle de Merteuil in Steven Frears „Dangerous Liaison“ („Gefährliche Liebschaften“, 1988) an der Seite von John Malkovich, Uma Thurman und Michelle Pfeiffer. Gewinnen kann Glenn Close die begehrte Filmtrophäe jedoch bislang nicht.

Ab den neunziger Jahren ist Glenn Close in zahlreichen Hollywoodproduktionen zu sehen – darunter „Hamlet“ (1990) neben Mel Gibson, in „Reversal Of Fortune“ („Die Affäre der Sunny von B.“, 1990) mit Jeremy Irons, in „Meeting Venus“ („Zauber der Venus“, 1991) und in „The House Of The Spirits“ („Das Geisterhaus“, 1993) an der Seite von Meryl Streep, Jeremy Irons, Winona Ryder und Antonio Banderas. Die Rolle der dämonischen Cruella De Vil in beiden Teilen des Disney-Films „101 Dalmatians“ (101 Dalmatiner“) hat mittlerweile Kultstatus. Es folgen Auftritte in „Mars Attacks!“ (1996) neben Jack Nicholson und Annette Bening, in „Paradise Road“ (1997) mit Frances McDormand und Cate Blanchett, in „Air Force One“ (1997) neben Harrison Ford, in „Cookie’s Fortune“ („Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs“) mit Julianne Moore, in „Le Divorce“ („Eine Affäre in Paris“, 2003) mit Naomi Watts und Kate Hudson und in „The Stepford Wives“ („Die Frauen von Stepford“, 2004) an der Seite von Bette Midler und Christopher Walken.

Zuletzt kann man Glenn Close in „The Chumscrubber“ („Glück in kleinen Dosen“, 2005) neben Jamie Bell, in „Evening“ („Spuren eines Lebens“, 2007) an der Seite von Toni Collette und Meryl Streep, in „Albert Nobbs“ (2011) und in „Guardians Of The Galaxy“ (2014) sehen.

In den vergangenen Jahren nimmt Glenn Close auch verstärkt Rollen in Fernsehserien an – für die Hauptrolle in „Lion in Winter“ („Der Löwe im Winter“) erhält sie 2005 eine „Emmy“-Nominierung und gewinnt den „Golden Globe“, seit 2005 gehört sie zur Stammbesetzung der Krimiserie „The Shield“ und 2008 wird sie erneut für die Fernsehserie „Damages – Im Netz der Macht“ mit einem „Golden Globe“ ausgezeichnet. In der US-amerikanischen Zeichentrickserie „The Simpsons“ spricht sie in mehreren Folgen die Mona J. Simpson.

Glenn Close ist nach zwei vorangegangenen Ehen von 2006 bis 2015 mit dem Biotechnologen David Shaw verheiratet. Ihre Tochter Annie wird 1987 während der Beziehung mit John Starke geboren. Die Schauspielerin lebt in New York.

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