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Mit ihren ebenmäßigen Gesichtszügen und ihrer zurückhaltenden Eleganz gilt Grace Kelly als eine der schönsten Frauen des zwanzigsten Jahrhunderts – als Stilikone der fünfziger Jahre steht sie in zahlreichen Filmklassikern mit den großen Stars jener Zeit vor der Kamera und beherrscht nach dem Ende ihrer Hollywoodkarriere als Fürstin Gracia Patricia von Monaco jahrelang die Titelseiten der bunten Blätter

Als drittes von vier Kindern kommt Grace Patricia Kelly 12. November 1929 in Philadelphia zur Welt. Sie ist die Tochter des Bauunternehmers John Brendan Kelly und seiner deutschstämmigen Ehefrau Margaret Katherine Majer – einer Sportlehrerin. Ihr Vater und ihr Bruder John Brendan erringen bei Olympischen Sommerspielen zahlreiche Goldmedaillen im Rudern. In der sportlichen Familie sind Disziplin, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit eine Selbstverständlichkeit und die junge Grace Kelly wird in diesem Sinne erzogen. Schon früh zeigt sich ein Interesse fürs Ballett und Theater, und so beginnt sie als junge Frau nach dem Abschluss der Schule und gegen den Willen der Eltern eine Schauspielausbildung in New York – nebenher jobbt sie als Fotomodell.

Grace Kelly lernt in New York den Schauspiellehrer und Theaterregisseur Don Richardson kennen, die Beziehung muss sie auf Druck ihrer Eltern beenden. Nach der Ausbildung steht sie als Darstellerin im Laientheater Bucks County Playhouse in New Hope auf der Bühne und 1949 debütiert sie am Broadway in „Der Vater“ von August Strindberg, danach wirkt Grace Kelly in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Mit ihrem ersten großen Film „High Noon“ („Zwölf Uhr mittags“, 1954) mit Gary Cooper legt die Schauspielerin den Grundstein zu ihrer Karriere. Der mehrfach ausgezeichnete Filmklassiker macht sie zu einem der großen Stars der fünfziger Jahre und bildet den Auslöser für den Aufstieg in die Riege der beliebtesten Darstellerinnen ihrer Zeit. Filme mit Alfred Hitchcock folgen, darunter „Dial M For Murder“ („Bei Anruf Mord“, 1954) und „Rear Window“ („Das Fenster zum Hof“, 1954) neben James Stewart. 1955 erhält sie für ihre Rolle in „The Country Girl“ („Das Mädchen vom Lande“) an der Seite von Bing Crosby einen „Oscar“. „To Catch A Thief“ („Über den Dächern von Nizza“, 1955) an der Seite von Cary Grant ist ihre letzte Arbeit mit Alfred Hitchcock. In „The Swan“ („Der Schwan“, 1956) kann man Grace Kelly dann noch einmal an der Seite von Alec Guinness sehen und in ihrem letzten Film „High Society“ („Die oberen Zehntausend“, 1956) spielt sie an der Seite von Frank Sinatra und Celeste Holm – ihr darin vorgetragenes Duett „True Love“ mit Bing Crosby beschert ihr eine „Goldene Schallplatte“.

1955 lernt Grace Kelly bei den Filmfestspielen in Cannes den Fürsten Rainier von Monaco kennen, 1956 wird die Verlobung der beiden bekanntgegeben und am 19. April 1956 werden Grace Kelly und Fürst Rainier in der Kathedrale von Monaco getraut. Das Filmstudio MGM erhält die exklusiven Filmrechte und bezeichnet das Ereignis als die „Hochzeit des Jahrhunderts“. In den ersten Jahren ihrer Ehe spricht Grace Kelly nur schlecht französische, sie lehnt alle Angebote für Bühne und Film ab – Alfred Hitchcock hätte seine „Lieblingsblondine“ noch gerne für die Hauptrolle in „Marnie“ engagiert, doch die Monegassen sind der Ansicht, dass sich die Schauspielerei mit den Aufgaben einer Landesmutter nicht verträgt und Tippi Hedren erhält die Rolle.

Gracia Patrizia, wie Grace Kelly nun heißt, wird zum Wirtschaftsfaktor – schon bald nach ihrer Hochzeit hat sich der Touristenstrom in das kleine Fürstentum verdoppelt. Weil sie ihre Freundschaften mit früheren Kollegen sorgsam pflegt, kommen bald viele Filmstars nach Monte Carlo. Ihre Feste ziehen auch den internationalen Jetset, die Reichen und Berühmten aus aller Welt nach Monaco.

Gracia Patricia ist für ihr vielfältiges karitatives Engagement bekannt, sie ruft eine Reihe von Wohltätigkeitsveranstaltungen ins Leben und ist Vorsitzende diverser Organisationen. 1958 übernimmt sie die Präsidentschaft des monegassischen Roten Kreuzes und entwickelt Vorsorgeprogramme für werdende Mütter. 1962 setzt sie sich für das Frauenwahlrecht in Monaco ein und engagiert sich für diverse kulturelle Belange sowie für behinderte Kinder. Außerdem gründet sie einen Gartenclub, fertigt Blumencollagen und entwirft Bettwäsche.

Aus der Ehe mit Fürst Rainier gehen die Kinder Caroline, Albert und Stéphanie hervor.

Am 14. September 1982 erliegt Fürstin Graczia Patrizia den schweren Verletzungen, die sie sich bei einem Autounfall an einer engen Straßenkurve an der Cote d’Azur zuzieht. Verschwörungstheorien, ihre im Autofahren ungeübte siebzehnjährige Tochter Stéphanie sei gefahren, kursieren bald – ganz klären sich die Umstände, die zum Unfall führen, nie auf. Ihren tragischen Tod betrauert die Welt – drei Tage lang können die Monegassen am offenen Sarg in der Schlosskapelle Abschied von ihrer Landesmutter nehmen, bevor Gracia Patricia am 18. September 1982 in Anwesenheit der Familie und rund achthundert geladenen Trauergästen in der St.-Nicholas-Kathedrale beerdigt wird. Rund hundert Millionen Zuschauer verfolgten die weltweite Fernsehübertragung der Trauerfeier.

2009 erhält Grace Kelly posthum den „Rodeo Drive Walk Of Style Award“. Die 2003 eingeführte Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die Welt der Mode und Unterhaltung.

2014 kommt ein Film über das Leben Grace Kellys in die Kinos – die Hauptrolle übernimmt Nicole Kidman.

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