Famous People » Schauspieler » Hardy Krüger

Er ist der erste deutsche Nachkriegsschauspieler, der eine internationale Filmkarriere vorweisen kann – Hardy Krüger wird mit Vorliebe in „positiven“ Uniformrollen besetzt, er brilliert auf zahlreichen deutschsprachigen Theaterbühnen, spielt in populären Fernsehserien mit, schreibt einige Bücher und erlangt durch seine Fernseh-Dokumentationen große Popularität

Hardy Krüger kommt am 12. April 1928 in Berlin-Wedding als Franz Eberhard August Krüger zur Welt. Der Sohn des Ingenieurs Max Krüger und dessen Frau Auguste verbringt seine Kindheit in Berlin-Biesdorf. Ab 1941 besucht er das Elite-Internat Adolf-Hitler-Schule auf der Ordensburg Sonthofen, wo er 1943 für die Rolle des Pimpfs „Bäumchen“ für den Propaganda-Film „Junge Adler“ ausgesucht wird. Nach einem Notabitur wird Hardy Krüger gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eingezogen und gerät 1945 in Tirol in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Zunächst hegt Hardy Krüger den Berufswunsch eines Ingenieurs, doch nach seiner Heimkehr aus der Gefangenschaft wird er zunächst Sprecher beim neugegründeten Nordwestdeutschen Rundfunk und sammelt auf diversen deutschen Theaterbühnen Erfahrungen, bevor ihm erste Filmrollen angeboten werden. Internationale Anerkennung erhält Hardy Krüger für die Darstellung des deutschen Fliegeroffiziers Franz von Werra in „The One That Got Away“ („Einer kam durch“, 1957). Danach spielt er in „Un Taxi pour Tobrouk“ („Taxi nach Tobruk“, 1960) neben Lino Ventura, in „Hatari!“ (1961) mit John Wayne, in „The Flight Of The Phoenix“ („Der Flug des Phönix“, 1965) an der Seite von James Stewart, in „Barry Lyndon“ (1975) neben Marisa Berenson und in „The Wild Geese“ („Die Wildgänse kommen“, 1977) mit Richard Burton. Auch kann man Hardy Krüger in „A Bridge Too Far“ („Die Brücke von Arnheim“, 1977) an der Seite von Dirk Bogarde, James Caan, Michael Caine und Sean Connery sehen.

In zahlreichen deutschen Produktionen spielt der Schauspieler mit, wie im Heimatfilm „An der schönen blauen Donau“ (1955) oder im Dschungel-Abenteuer „Liane, das Mädchen aus dem Urwald“ (1956) neben Marion Michael.

Große Popularität erlangt Hardy Krüger in Deutschland mit seinen Abenteuer-Reportagen „Hardys Bordbuch“ und „Weltenbummler“, in denen der Kosmopolit Kostproben seiner Reiseerfahrungen auf unterhaltsame Weise zum Besten gibt. So berichtet er von der Südsee-Insel Hiva Oa, von den Taos-Indianern in New Mexico, aus Alaska und Arizona, aus Indien, Australien und der Antarktis.

Hardy Krüger wird mit unzähligen Auszeichnungen geehrt – 1983 erhält er den „Bundesfilmpreis“ und 1987 die „Goldene Kamera“. Anlässlich der Verleihung des „Bayerischen Filmpreises“ wird ihm 2002 ein Ehrenpreis verliehen.

Bereits mit siebzehn Jahren wird Hardy Krüger zum ersten mal Vater – seine Tochter Christiane ist ebenfalls eine erfolgreiche Schauspielerin – mit der Mutter seiner ersten Tochter, Renate Densow, ist Hardy Krüger von 1950 bis 1964 verheiratet. 1964 ehelicht der Schauspieler und Buchautor die italienische Malerin Francesca Marazzi, aus dieser Ehe gehen die Kinder Malaika und Hardy jr – ebenfalls ein Schauspieler – hervor. Die Ehe dauert bis 1977, seit 1978 ist Hardy Krüger mit der US-Amerikanerin Anita Park verheiratet. Der Schauspieler lebt in Kalifornien und in Hamburg.

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