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Vom Girlie der Nation zur ernsthaften Charakterdarstellerin – Heike Makatsch gelingt der schwierige Sprung von der TV-Moderation ins Schauspielfach scheinbar mühelos. Mittlerweile ist die ehemalige Ikone der Neunziger in zahlreichen deutschen und internationalen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen und wird für ihre Arbeit mit diversen Preisen ausgezeichnet

Heike Makatsch kommt am 13. August 1971 als einziges Kind einer Grundschullehrerin und des ehemaligen deutschen Eishockey-Nationaltorwarts Rainer Makatsch in Düsseldorf zur Welt. Sie besucht in ihrer Heimatstadt die Montessori-Grundschule und später das Max-Planck-Gymnasium, danach studiert sie Politik und Soziologie an der Düsseldorfer Universität und verbringt einige Zeit in den USA. Nach einer nicht abgeschlossenen Ausbildung zur Schneiderin bewirbt sie sch beim Musiksender MTV als Moderatorin, wird jedoch abgelehnt. Stattdessen beginnt sie 1993 beim neuen deutschen Musiksender VIVA, wo sie diverse Sendungen sehr erfolgreich moderiert – ihre im Spätprogramm von RTL ausgestrahlte „Heike-Makatsch-Show“ wird dagegen wegen geringer Einschaltquoten nach nur acht Folgen abgesetzt.

1996 wird der Regisseur Detlev Buck auf Heike Makatsch aufmerksam und besetzt sie an der Seite von Til Schweiger, Horst Krause und Tana Schanzara in seinem Film „Männerpension“. Für ihre Darstellung erhält die Schauspielerin den „Bayerischen Filmpreis“ als „Beste Nachwuchsdarstellerin“. Im selben Jahr nimmt sie eine Neuinterpretation von Tammy Wynettes „Stand By Your Man“ auf – der Song hält sich monatelang auf den vordersten Plätzen der deutschen Charts.

Danach sieht man Heike Makatsch in diversen Filmproduktionen wie im französisch-deutschen Drama „Obsession“ (1997) neben Daniel Craig, in Doris Dörries Episodenfilm „Bin ich schön“ (1998) an der Seite von Suzanne von Borsody, Steffen Wink, Franka Potente, Iris Berben und Senta Berger, in „Die Häupter meiner Lieben“ (1999), in „Aimée & Jaguar“ (1999) mit Maria Schrader, Juliane Köhler, Johanna Wokalek und Rosel Zech, in „Gripsholm“ (2000) mit Ulrich Noethen, im Fernsehspiel „Die Affäre Semmeling“ (2001) neben Mario Adorf, in „Nackt“ (2002) mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara, in „Resident Evil“ (2002), im Fernsehfilm „Das Wunder von Lengede“ (2003) neben Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Heino Ferch und Nadja Uhl, in der britischen Komödie „Love Actually“ („Tatsächlich… Liebe“, 2003) an der Seite von Liam Neeson, Hugh Grant, Emma Thompson und Colin Firth, in „Tara Road“ („Ein Haus in Irland“, 2005) mit Andie MacDowell sowie in „Margarete Steiff“ (2005) – für die überzeugende Darstellung der Gründerin der gleichnamigen Spielwarenfabrik „Steiff“ wird Heike Makatsch mit dem renommierten „Grimme-Preis“ geehrt und für einen „Grammy“ nominiert.

2008 übernimmt Heike Makatsch die Hauptrolle im Fernsehzweiteiler „Dr. Hope Adams Bridges Lehmann – Hoffnung kann nicht sterben“, in dem sie die Ärztin Hope Bridges Adams Lehmann darstellt. 2009 verkörpert Heike Makatsch die legendäre Schauspielerin und Chansonsängerin Hildegard Knef im Biopic „Hilde“. Heike Makatsch übernimmt auch gerne Rollen in Kinderfilmen – so spielt sie in „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ (2006) und in „Tom Sawyer“ (2011).

Zuletzt sieht man Heike Makatsch neben Dieter Hallervorden in „Sein letztes Rennen“ (2013), neben Emily Watson in „The Book Thief“ („Die Bücherdiebin“, 2013) sowie in der TV-Produktion „Wir machen durch bis morgen früh“ (2014).

Von 1996 bis 2004 ist Heike Makatsch die Lebensgefährtin des britischen Schauspielers Daniel Craig, mit dem sie in London lebt. Heute ist sie mit dem Musiker Max Schröder von der Band „Tomte“ liiert – gemeinsam haben sie zwei Töchter und leben in Berlin.

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