Heinz Strunk

Mit verschrobenen Humor und viel Selbstironie sammelt das norddeutsche Multitalent eine riesige Fangemeinde um sich – Heinz Strunk veröffentlicht mehrere Musik-Alben, er bringt mit amüsanten wie unterhaltsamen Büchern frischen Wind in die behäbige deutschsprachige Kulturlandschaft und gehört seit Jahren zu den besten Satirikern des Landes

Heinz Strunk wird am 17. Mai 1962 in Hamburg als Mathias Halfpape geboren und wächst in Hamburg-Harburg auf, wo er die Schule besucht – 1983 legt er sein Abitur ab. In seiner Jugend leidet er an Akne und droht nach eigenen Angaben im „Sumpf aus Saufen und Depression“ zu versinken. Er spielt Saxophon und Querflöte und musiziert zusammen mit Michy Reincke, der mit der Band „Felix de Luxe“ und dem Song „Taxi nach Paris“ Mitte der achtziger Jahre Erfolge feiert.

Gegen Ende der achtziger Jahre wird Heinz Strunk Mitglied bei der Band „Tiffanys“, mit der er die nächsten zwölf Jahre durch Norddeutschland tourt. 1993 veröffentlicht er das Gag-Album „Spaß mit Heinz“, das durch einen Zufall an Bela B. von den „Ärzten“ gelangt – auf deren Album „Die Bestie in Menschengestalt“ ist Heinz Strunk in einer Anfangssequenz zu hören.

Mit dem Ende der Neunziger zusammen mit Rocko Schamoni und Jacques Palminger gegründeten Comedy-Trio „Studio Braun“ erlangt Heinz Strunk dann größere Bekanntheit im deutschsprachigen Raum.

2003 bringt Heinz Strunk das Musik-Album „Einz“ heraus und 2005 folgt „Trittschall im Kriechkeller“ – in jener Zeit moderiert er beim Jugend-TV-Sender „Viva“ eine eigene Sendung.

2004 veröffentlicht Heinz Strunk das autobiographisch gefärbte Buch „Fleisch ist mein Gemüse“, dass sich mit mehr als vierhunderttausend verkauften Exemplaren zum Bestseller entwickelt und 2007 verfilmt wird. 2008 folgt das Buch „Die Zunge Europas“, 2009 „Fleckenteufel“, 2011 „Heinz Strunk in Afrika“, 2013 „Junge rettet Freund aus Teich“, 2014 „Das Strunk-Prinzip“ und 2016 „Der goldene Handschuh“, worin sich Heinz Strunk mit dem Hamburger Massenmörder Fritz Honda befasst.

2005 kandidiert Heinz Strunk bei der Bundestagswahl zusammen mit seinem Freund Rocko Schamoni auf der Hamburger Wahlliste für „Die Partei“. Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2011 geht er für „Die Partei“ als Spitzenkandidat sowie als Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters ins Rennen.

Heinz Strunk übernimmt auch Rollen in einigen Film- und TV-Produktionen – 2007 spielt er in „Immer nie am Meer“ des österreichischen Regisseurs Antonin Svoboda eine Rolle mit autobiographischen Zügen und 2012 ist er in „Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte“ und 2015 in „Drei Eier im Glas“ zu sehen.

2011 musiziert Heinz Strunk zusammen mit der Techno-Legende „Scooter“, er ist in dessen Video „Can’t Stop The Hardcore“ zu sehen und tritt seit 2013 in der TV-Satiresendung „Extra 3“ auf – auch veröffentlicht er regelmäßig eine eigene Kolumne im deutschen Satiremagazin „Titanic“.

Heinz Strunk ist nicht verheiratet und hat keine Kinder.

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