Famous People » Sänger, Schauspieler » Helen Schneider

Sie startet ihre Musik-Karriere in Hamburg, geht mit Udo Lindenberg auf Tournee und hat zu Beginn der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts einige veritable Rock-Hits, bevor sie sich dem Musical-Fach zuwendet. In “Cabaret”, “Sunset Boulevard”und “Evita” feiert Helen Schneider auf der Bühne große Erfolge – heute singt die vielseitige und wandlungsfähige Amerikanerin Chansons und Lieder von Kurt Weill sowie Jazz-Interpretationen

Helen Schneider wird am 23. Dezember 1952 in Brooklyn, New York als Tochter von Dvora und Abraham Schneider geboren. Nach dem Wunsch ihres Großvaters – einem Konzertgeiger – erhält sie bereits mit sieben Jahren eine klassische Pianistenausbildung bei Roberta Berlin. Helen Schneider möchte aber nur Sängerin werden, als Jugendliche Solistin singt sie in einem Jugendchor mit den “New York Symphonikern”. Mit dem Chicago-Blues entdeckt sie in den sechziger Jahren die freie Improvisation, führt das typische Landleben der Hippies und gründet in Massachusetts ihre erste eigene Band, die sechs Jahre lang durch Clubs und Kneipen Neuenglands tingelt.

Erste große Auftritte hat Helen Schneider 1977 im “Caesar’s Palace” und im “MGM Grand Hotel” in Las Vegas. Zusammen mit Leo Sayer spielt sie bei der Musikmesse “Westury Music Fair” in New York. Auch ist sie mehrmals zu Gast in der “Tonight Show” von Johnny Carson.

Ein erster Plattenvertrag ebnet Helen Schneider den Weg zum Debütalbum “So Close” und der Single-Hit “Valentino Tango” bringt ihr 1978 den Durchbruch in Europa. Sie geht auf Europa-Tournee und ist 1978 zu Gast in Alfred Bioleks legendärer Unterhaltungssendung “Bios Bahnhof”, wo sie ihren ersten Auftritt in Deutschland überhaupt hat und Schuberts “Heideröslein” als Zugabe singt. 1980 bringt Helen Schneider ihr erstes Rock’n Roll Album “Crazy Lady” heraus und geht mit Udo Lindenberg auf Tournee. Nach der Veröffentlichung des Albums “Schneider With A Kick” und dem Top Ten-Hit “Rock’n Roll Gypsy” wird Helen Schneider 1981 in Deutschland mit Preisen überhäuft – als erste internationale Künstlerin erhält sie die Auszeichnung “Sängerin des Jahres” von der “Deutschen Phono Akademie”. 1982 erscheint das Nachfolge-Album “Exposed” mit dem Hit “Hot Summer Nites”.

Nach nur noch mäßigen Plattenverkäufen geht Helen Schneider zurück nach New York um Schauspieluntericht zu nehmen. Ihr Leinwanddebüt hat sie 1984 in “Eddie And The Cruisers”. Danach wechselt sie das Fach und wendet sich dem Musical zu. An der Seite von Hildegard Knef spielt sie 1987 im Berliner “Theaters des Westens” die Rolle der Sally Bowles in “Cabaret” und wird frenetisch gefeiert. 1989 kann man sie am Broadway im Musical “Ghetto” sehen, für ihre Darstellung im Musikdrama “Frida – The Story Of Frida Kahlo” wird Helen Schneider 1991 von den New Yorker Theaterkritikern als beste Darstellerin in einem Musical nominiert. Weitere Hauptrollen in großen Musicals folgen, sie spielt unter anderem Eva Perón in “Evita”, Reno Sweeney in “Anything Goes”, Norma Desmond in “Sunset Boulevard” und Victoria in “Victor/Victoria.

1989 veröffentlicht Helen Schneider das Album “A Walk On The Weill Side” mit hochgelobten Interpretationen von Weill-Songs.

Vor der TV-Kamera brilliert Helen Schneider 1999 an der Seite von Günter Pfitzmann in der Serie “Der Havelkaiser” und 2009 ist sie neben Axel Milberg in einer Tatort-Folge zu sehen.

2006 wird Helen Schneider mit dem “DIVA-Preis” für ihre herausragenden Leistungen im deutschen Entertainment ausgezeichnet

2005 ist Helen Schneider mit ihrem Programm “A Voice And A Piano” unterwegs, in dem sie von den Stationen ihres Lebens erzählt und singt, von Blues über Broadway bis zum Musical und Kurt-Weill-Songs. 2008 veröffentlicht die Sängerin das von Till Brönner produzierte Jazz-Album “Dream A Little Dream” und 2009 erscheint ein “Best-Off”-Album. In “Hello, I’m Johnny Cash” kann man Helen Schneider 2010 im “Berliner Renaissance-Theater” als June Carter-Cash neben Gunter Gabriel sehen.

Helen Schneider ist mit ihrem Manager George Nassar liiert. Sie leben gemeinsam in Südfrankreich und Berlin.

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Schreiben Sie einen Kommentar