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Als einer der profiliertesten und vielseitigsten Schauspieler der heutigen Zeit spielt er mit Vorliebe Psychopathen, Lebemänner und Exzentriker – mit diabolischem Grinsen und ungeheurem Talent avanciert Jack Nicholson in den vergangenen vierzig Jahren zu einem der großartigsten Darsteller, den die kalifornische Traumfabrik zu bieten hat

John Joseph “Jack” Nicholson wird am 22. April 1937 in Neptune im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Er entstammt einer Familie mit irischen, englischen und niederländischen Wurzeln und wächst bei seinen Großeltern auf, die ihn in dem Glauben lassen, sie seien seine Eltern. Der Hintergrund ist die sehr frühe Schwangerschaft seiner eigentlichen Mutter June, die sich nach Jacks Geburt als seine Schwester ausgibt. Dies erfährt der Schauspieler erst im Alter von siebenunddreißig Jahren durch die Recherchen eines Reporters des “Time Magazine”. Seinen angeblichen Vater – den italienischstämmigen Schauspieler Don Furcillo – hat er nie gesehen.

Den Entschluss, Schauspieler zu werden, fasst er schon als kleiner Junge. Sein Talent dafür zeigt er bereits in der Theatergruppe seiner Schule. Nachdem er mit siebzehn Jahren die “Manasquan High School” beendet”, verlässt er seinen Heimatort und geht nach Los Angeles, um bei der “MGM” als Bürobote zu arbeiten. Bald erhält er kleinere Statisten- und Sprechrollen, nimmt privaten Schauspielunterricht und schließt sich der Theatergruppe “The Player’s Ring” an. Seine erste erwähnenswerte Filmrolle hat Jack Nicholson 1958 in “The Cry Baby Killer” (“Schrei, Baby-Killer”). Danach folgen einige Rollen in mittelmäßigen Produktionen, bis er 1969 im Kultfilm “Easy Rider” an der Seite von Dennis Hopper und Peter Fonda über Nacht weltberühmt wird. Der Kultfilm der Hippie-Generation und Klassiker der New-Hollywood-Bewegung bringt ihm die erste “Oscar”-Nominierung ein.

In den siebziger Jahren steigt Jack Nicholson zum Superstar auf – er spielt in “The Last Detail” (“Das letzte Kommando”, 1973) und in “Cinatown” (1974) neben Faye Dunaway – für beide Filme wird er für einen “Oscar” nominiert. Die begehrte Trophäe erhält er schließlich für seine Darstellung in “One Flew Over The Cuckoo’s Nest” (“Einer flog über das Kuckucksnest”, 1975) neben Danny DeVito. Mit der Regie-Legende Stanley Kubrick dreht Jack Nicholson den Horror-Klassiker “Shining” (1980), in dem er einen wahnsinnigen Schriftsteller spielt, danach folgt “The Postman Always Rings Twice” (“Wenn der Postmann zweimal klingelt”, 1981) mit Jessica Lange sowie “Terms Of Endearment” (“Zeit der Zärtlichkeit”, 1983) an der Seite von Shirley McLaine. Hierfür wird er erneut mit einem “Oscar” geehrt.

Danach folgen Arbeiten wie “Prizzi’s Honor” (“Die Ehre der Prizzis”, 1985) mit Kathleen Turner, die charmante Horror-Komödie “The Witches Of Eastwick” (“Die Hexen von Eastwick”, 1987) mit Michelle Pfeiffer und Cher, sowie 1989 “Batman”, in welcher Jack Nicholson den Bösewicht Joker spielt. Man kann den Schauspieler in “A Few Good Men” (“Eine Frage der Ehre”, 1992) an der Seite von Tom Cruise, in “Wolf” (“Wolf – Das Tier im Manne”, 1994) neben Michelle Pfeiffer und in Tim Burtons Satire “Mars Attacks!” neben Glenn Close und Annette Bening sehen. Die Darstellung des Misanthropen in “As Good As It Gets” (“Besser geht’s nicht”) an der Seite von Helen Hunt bringt Jack Nicholson 1998 den dritten “Oscar” ein.

Zu Jack Nicholsons jüngsten Film-Produktionen zählen “About Schmidt” (2002) mit Kathy Bates, “Anger Management” (“Die Wutprobe”, 2003), “Something’s Gotta Give” (“Was das Herz begehrt”, 2003) an der Seite von Diane Keaton, der Thriller “The Departed” (“Departed – Unter Feinden”, 2006) neben Leonardo DiCaprio und Matt Damon sowie die Alterskomödie “The Bucket List” (“Das Beste kommt zum Schluss”) mit Morgan Freeman.

Mit drei “Oscars” – zwei als “Bester Hauptdarsteller” und einem als “Bester Nebendarsteller” – sowie insgesamt zwölf Nominierungen – acht davon als “Bester Hauptdarsteller” – hält Jack Nicholson bis heute einen Rekord.

Jack Nicholson ist geschieden – er ist Vater von insgesamt fünf Kindern von vier verschiedenen Frauen.

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