Famous People » Schauspieler » James Stewart

In seinen Filmrollen verkörpert er mit Vorliebe den anständigen und vorbildlichen amerikanischen Helden – kaum ein anderer US-Schauspieler ist in so vielen Hollywood-Klassikern zu sehen wie James Stewart. Er zählt Mitte des vorigen Jahrhunderts zu den erfolgreichsten Darstellern der Zeit und prägt die amerikanischen Filmlandschaft entscheidend mit

James Maitland Stewart wird am 20. Mai 1908 in Indiana im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren und möchte eigentlich Architekt werden – doch nach seiner Abschlussprüfung schließt er sich der Theatergruppe „Falmouth Players“ an und gelangt auf diesem Weg an den New Yorker Broadway. 1935 wird er dort entdeckt und erhält seinen ersten Filmvertrag bei der MGM. Seine erste Rolle spielt James Stewart in „The Murder Man“ („Der elektrische Stuhl“, 1936). Darauf folgen Filme wie „Rose-Marie“ (1936), „Next Time We Love“ (1936), „The Gorgeous Hussy“ (1936) neben Joan Crawford, „Born To Dance“ (1936), „After The Thin Man“ („Dünner Mann, 2. Fall“, 1936), „You Can’t Take It With You“ („Lebenskünstler“, 1938) und „Made For Each Other“ („Ein ideales Paar“, 1939) an der Seite von Carole Lombard.

Zum Star wird James Stewart durch seine großartige Darstellung in „Mr. Smith Goes To Washington“ („Mr. Smith geht nach Washington“, 1939). 1940 gewinnt er als „Bester Schauspieler“ für seine Rolle in dem Film „The Philadelphia Story“ („Die Nacht vor der Hochzeit“) an der Seite von Katharine Hepburn und Cary Grant einen „Oscar“. Seine Darstellung in „It’s A Wonderful Life“ („Ist das Leben nicht schön?“, 1946) zählt zu einem weiteren Höhepunkt seiner Karriere – der Streifen der damals floppt, gilt heute als unsterbliches Stück amerikanischer Folklore und zählt zu den alljährlichen Filmklassikern der Weihnachtszeit.

Mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg meldet sich James Stewart 1941 freiwillig als Bomberpilot bei der amerikanischen Luftwaffe. Schon bald wird er zum Luftwaffenoberst befördert, nach zahlreichen Feindflügen kehrt er hoch dekoriert nach Amerika zurück und steigt gegen Ende der fünfziger Jahre bis zum Brigadegeneral auf. Im Alter von einundvierzig Jahren heiratet James Stewart 1949 die verwitwete Gloria Hatrick McLean. Zwei Töchter – die Zwillinge Kelly und Judy – entstammen dieser Ehe.

Zwischen 1949 und 1958 spielt James Stewart in vier Filmen von Alfred Hitchcock mit – in „Rope“ („Cocktail für eine Leiche“, 1948), in „Rear Window“ („Das Fenster zum Hof“, 1954) neben Grace Kelly und Thelma Ritter, in „The Man Who Knew Too Much“ („Der Mann, der zuviel wusste“, 1956) mit Doris Day und in „Vertigo“ („Vertigo – Aus dem Reich der Toten“, 1958) an der Seite von Kim Novak und Barbara Bel Geddes. In seiner Darstellung von ambivalenten Persönlichkeiten, die in unterschiedlicher Weise ihre menschlichen Schwächen offenbaren, unterzieht sich der bis dahin „strahlende Held“ James Stewart gegen Ende der vierziger Jahre einem Imagewechsel.

1953 spielt James Stewart die Rolle des Glenn Miller in der „Glenn Miller Story“ und 1957 verkörpert er Charles Lindbergh in „The Spirit Of St. Louis“ („Mein Flug über den Ozean“). Mit Beginn der sechziger Jahre übernimmt James Stewart verstärkt Rollen in Western. An der Seite anderer großer Hollywood-Stars wie Henry Fonda, John Wayne, Dean Martin, Richard Widmark, Gregory Peck oder Gary Cooper wird der Schauspieler für das Publikum zum Inbegriff des integren und aufrechten Amerikaners. 1981 wirkt er im japanischen Spielfilm „Afrika Monogatari“ („Der Fremde im Regenwald“) mit, ein Jahr später erhält der Hollywood-Star den „Goldenen Bären“ der Stadt Berlin für seine Verdienste um die Filmkunst. Das letzte Mal steht James Stewart 1986 für die populäre US-Fernsehserie „Fackeln im Sturm“ vor der Kamera, ein Jahr zuvor wird ihm der „Oscar“ fürs Lebenswerk überreicht.

James Stewart stirbt am 2. Juli 1997 im Alter von neunundachtzig Jahren in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills an den Folgen einer Atemwegserkrankung. Er findet seine letzte Ruhe auf dem Forest Lawn Memorial Park Cemetery im kalifornischen Glendale.

Tipp:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Schreiben Sie einen Kommentar