Famous People » Sänger, Schauspieler » Jane Birkin

Mit ihrer verführerischen Ausstrahlung ist Jane Birkin eines der Sexsymbbole der sechziger Jahre, berühmt wird sie durch einen freizügigen Auftritt im britischen Kultfilm „Blow Up“ – ihr sinnlich gehauchtes „Je t’aime … moi non plus“ im Duett mit Serge Gainsbourg löst einen weltweiten Skandal aus

Jane Mallory Birkin kommt am 14. Dezember 1946 als Tochter des Lieutenant-Commanders David Birkin und der Schauspielerin Judy Campbell in London zur Welt. Mit zwanzig Jahren spielt sie in Michelangelo Antonionis skandalträchtigem Kultfilm „Blow Up“ (1966) an der Seite von Vanessa Redgrave, Sarah Miles und Veruschka Gräfin von Lehndorff eine Rolle als Nacktmodell – der Film erhält bei den Filmfestspielen in Cannes die „Goldene Palme“.

1969 lernt Jane Birkin den französischen Popstar Serge Gainsbourg kennen – gemeinsam veröffentlichen sie den lasziv gestöhnten Song „Je t’aime moi non plus“. Das wegen der Beischlafgeräusche in der damaligen Zeit als anstößig empfundene Lied – das ursprünglich mit Brigitte Bardot eingesungen wird – verkauft sich innerhalb weniger Monate über eine Million mal, steht zeitweise bei einigen Radiosendern auf dem Index und macht das ungleiche Paar international bekannt.

Im Anschluss daran produzieren die beiden zwölf Jahre lang gemeinsam Musik – Jane Birkin erwirbt sich in jenen Jahren einen Ruf als Sexsymbol und als seriöse Sängerin und Schauspielerin. Sie ist in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen – unter anderem in „La Piscine“ („Der Swimmingpool“, 1969) neben Alain Delon und Romy Schneider, in „Cannabis – Engel der Gewalt“ (1970) mit Curd Jürgens, in „Le mouton enragé“ („Das wilde Schaf“, 1974) an der Seite von Jean-Louis Trintignant und Jean-Pierre Cassel, in „Don Juan 73“ (1973) neben Brigitte Bardot, im Horrorfilm „Dark Places“ („Das Grab der lebenden Puppen“, 1973) neben Christopher Lee und Joan Collins, in „Death On The Nile“ („Tod auf dem Nil“, 1979) mit Bette Davis und Peter Ustinov, in „Egon Schiele, enfer et passion“ („Egon Schiele – Exzesse“, 1981) neben Mathieu Carrière und Christine Kaufmann, in „Kung-fu master!“ („Die Zeit mit Julien“, 1987), in „La Belle Noiseuse“ („Die schöne Querulantin“, 1991) an der Seite von Michel Piccoli und Emmanuelle Béart und in „On connaît la chanson“ („Das Leben ist ein Chanson“, 1991). Zuletzt sieht man Jane Birkin im Film „Thelma, Louise et Chantal“ (2010).

Serge Gainsbourg widmet Jane Birkin 1990 sein letztes Album „Amours des feintes“ – nach seinem Tod 1991 beschließt die Sängerin und Schauspielerin, ihre musikalische Karriere zu beenden. Seit 1998 veröffentlicht sie jedoch wieder neue Musikaufnahmen – wie „A la légère“ (1998), „Arabesque“ (2003), „Rendez-vous“ (2004), „Fictions“ (2006) und „Enfants d’Hiver“ (2008) – auf denen sie mit diversen Künstler wie Manu Chao, Rufus Wainwright, Johnny Marr und Bryan Ferry zusammenarbeitet.

Das bekannte Pariser Modehaus „Hermès“ benennt 1984 eine für Jane Birkin entworfene Handtasche nach ihr – die „Birkin Bag“.

Jane Birkins Bruder ist der britische Regisseur und Drehbuchschreiber Andrew Birkin.

Jane Birkin ist zweimal verheiratet – aus der Ehe mit dem Filmkomponisten John Barry geht Tochter Kate hervor, mit Serge Gainsbourg hat sie Tochter Charlotte und aus der Beziehung zum Regisseur Jacques Doillon Tochter Lou.

Jane Birkin lebt in der französischen Bretagne in der Nähe von Saint-Pabu.

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