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Im Einheitsbrei der neunziger Jahre sorgt er mit seiner Acid-Band „Jamiroquai“ für musikalische Lichtblicke – mitreißende Funkhits und stets eine Fellmütze auf dem Kopf sind Teil des Standardprogramms von Jay Kay, der fast zwei Dekaden lang zu den coolsten Männern des Vereinigten Königreichs gehört

Jason Luís „Jay Kay“ Cheetham wird am 30. Dezember 1969 im englischen Stretford in der Nähe von Manchester geboren. Er hat einen Zwillingsbruder, der noch als Baby stirbt. Seine Mutter arbeitet unter anderem als Kabarett-Sängerin, sein Vater – den er 2003 zum ersten Mal trifft – kommt aus Portugal. Durch das Tourneeleben seiner Mutter wächst er in unsteten Verhältnissen auf – er wechselt mehrfach die Schule, ist als junger Mann zeitweise obdachlos, begeht kleinere Straftaten und kommt früh mit Drogen in Berührung.

Nach einer erfolglosen Bewerbung als Sänger bei der Band „Brand New Heavies“ gründet Jay Kay Ende der achtziger Jahre die Formation „Jamiroquai“ – der Name setzt sich aus den Wörtern „Jam“ für die Musikrichtung und „Iroquois“ für den Indianerstamm der Irokesen zusammen.

Im Zuge der Acid-Welle zu Beginn der neunziger Jahre feiert „Jamiroquai“ schnell Erfolge – die erste Single „When You Gonna Learn?“ erscheint 1992 und das erste Album „Emergency On Planet Earth“ 1993. Der tanzbare Sound der Band kommt an und Jay Kay wird als deren Sänger praktisch über Nacht berühmt, was nicht zuletzt an seinem Charisma, seiner Aufmachung – stets tritt er mit auffälliger Kopfbedeckung auf – und am für die damalige Zeit ungewöhnlichen Funk-Sound von „Jamiroquai“ liegt.

1994 veröffentlichen „Jamiroquai“ ihr zweites Album „The Return Of The Space Cowboy“ mit dem Top Ten-Hit „Stillness In Time“ und 1996 das Album „Travelling Without Moving“ mit den Klassikern „Virtual Insanity“ und „Cosmic Girl“, mit denen der Band der Durchbruch in den USA gelingt. Das Video zu „Virtual Insanity“ gewinnt diverse Auszeichnungen – unter anderem mehrere „MTV Video Music Awards“. 1998 veröffentlichen „Jamiroquai“ das vierte Album „Synkronized“ mit den Singles „Deeper Underground“ und „Canned Heat“ und 2001 erscheint mit „A Funk Odyssey“ das fünfte Album, das bereits stark von Disco-Einflüssen geprägt ist.

Ab dem neuen Jahrhundert wird es ruhiger um Jay Kay und „Jamiroquai“ – 2002 verkauft sich das sechste Album „Dynamite“ mit den Singles „Feels Just Like It Should“, „Seven Days In Sunny June“ und „(Don’t) Give Hate A Chance“ dank seiner großen Fangemeinde noch gut. 2006 veröffentlichen „Jamiroquai“ ein „Greatest-Hits“-Album und 2010 erscheint mit „Rock Dust Light Star“ das siebte und bislang letzte Album der Gruppe.

Mit knapp dreißig Millionen verkauften Platten gehören „Jamiroquai“ zu den erfolgreichsten britischen Pop-Acts der vergangenen Jahrzehnte.

Jay Kay lebt auf einem Anwesen in Horsenden Manor im englischen Buckinghamshire – dort befindet sich auch sein Management.

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