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Er gilt als bester Gitarrist aller Zeiten und revolutioniert mit seiner experimentellen und innovativen Spielweise sowohl die Rockmusik als auch die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen – einen Meilenstein der Rockgeschichte liefert Jimi Hendrix beim legendären Woodstock-Festival mit seiner eigenwilligen Interpretation der US-amerikanischen Hymne „The Star-Spangled Banner“

James Marshall „Jimi“ Hendrix wird am 27. November 1942 in Seattle im US-Bundesstaat Washington als Sohn des Afroamerikaners James Allen Hendrix und der cherokee-irisch-stämmigen Lucille Jeter geboren – als er sechs Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden, fortan wächst er bei seinem Vater auf.

Bereits mit vier Jahren spielt Jimi Hendrix Mundharmonika, mit dreizehn Ukulele und mit fünfzehn Jahren E-Gitarre. Als Teenager hat er Musiker wie Buddy Guy, Muddy Waters, B. B. King, Chuck Berry und Eddie Cochran als Vorbilder, er covert deren Songs und besucht Konzerte von Elvis Presley und Little Richard. Wegen schlechter Leistungen muss er 1959 die Highschool verlassen, 1961 verpflichtet er sich bei der US-Army, wo er wegen geringer Motivation und Verstößen gegen Befehle und Regeln auffällt – nach dreizehn Monaten wird er vorzeitig entlassen.

In den folgenden Jahren spielt Jimi Hendrix als Begleitmusiker unter anderem für Little Richard, „The Supremes“, „The Isley Brothers“ und Jackie Wilson. Er zieht nach New York und spielt bis 1965 als Frontmann und Sänger bei der Formation „Jimmy James & The Blue Flames“ in Clubs des New Yorker Greenwich Village. 1966 gründet er in London die Gruppe „The Jimi Hendrix Experience“, mit der er im Pariser Olympia als Vorgruppe für Johnny Hallyday auftritt.

Größere Bekanntheit erlangt Jimi Hendrix 1967 mit dem Song „Hey Joe“ und dem Album „Are You Experienced“ – das mittlerweile als Klassiker des Psychedelic Rock gilt – sowie einem Auftritt beim „Monterey Pop Festival“. Nach zwei weiteren Alben „Axis: Bold As Love“ (1967) und „Electric Ladyland“ (1968) und Hits wie „Voodoo Child (Slight Return)“, „Purple Haze“, „The Wind Cries Mary“ und „All Along The Watchtower“ löst sich „The Jimi Hendrix Experience“ 1969 auf.

1969 hat Jimi Hendrix beim legendären Woodstock-Festival einen Auftritt, der in die Popgeschichte eingeht – mit seiner neu zusammengestellten Band „Gypsy Sun & Rainbows“ interpretiert er die US-amerikanische Hymne „The Star-Spangled Banner“ neu. Durch seine effektvolle Spieltechnik verfremdet er das Lied auf verblüffende Weise mit akustischen Maschinengewehrsalven und Geschosseinschlägen und nimmt auf diese Weise Stellung zum Vietnam-Krieg. Die unmissverständliche Botschaft stößt beim geschockten US-Establishment auf Unverständnis und katapultiert Jimi Hendrix über Nacht in den Olymp der Ikonen der Friedensbewegung.

1970 formiert Jimi Hendrix die „Jimi Hendrix Experience“ neu und begibt sich mit der Formation ins Studio, um das neue Album „First Rays Of The New Rising Sun“ aufzunehmen – wegen des Todes des Musikers erscheint das Album erst 1997.

1970 begibt sich die „Jimi Hendrix Experience“ auf eine USA- und Europa-Tournee, die sie auch zum Love & Peace-Festival auf die schleswig-holsteinische Ostseeinsel Fehmarn führt, wo Jimi Hendrix seinen letzten Auftritt hat.

Jimi Hendrix stirbt am 18. September 1970 mit siebenundzwanzig Jahren in London an einer tödlichen Mischung aus Alkohol und Schlafmitteln. Er wird in Seattle neben seiner Mutter und Großmutter beigesetzt. Wegen seines frühen Todes wird er neben Brian Jones, Jim Morrison, Kurt Cobain, Amy Winehouse und Janis Joplin zum sogenannten “Club 27″ gezählt.

Jimi Hendrix prägt und verändert den Sound der Rockmusik wesentlich – mit seinem expressiven E-Gitarrenspiel kreiert er völlig neue, psychedelische, sphärisch-klingende Sounds. Indem er die Sologitarre in den Vordergrund bringt, verändert sich in den folgenden Jahren der Status der Gitarristen von bloßen Begleitmusikern zu eigenen Stars neben dem Sänger.

Zu den von Jimi Hendrix beeinflussten Künstlern werden Stevie Ray Vaughan, Jeff Beck, Ritchie Blackmore, Jimmy Page, Ted Nugent, Brian May, Prince, Eddie Van Halen, Kirk Hammett, John Frusciante und Uli Jon Roth gezählt. Zahlreiche Musiker covern seine Songs – darunter Eric Clapton, David Gilmour, Lenny Kravitz und Michael Schenker sowie die Bands „Pearl Jam“, „The Cure“ und „Red Hot Chili Peppers“.

1992 wird Jimi Hendrix posthum ein „Grammy“ fürs Lebenswerk verliehen – auch wird er in die „Rock’n Roll Hall Of Fame“ aufgenommen und erhält einen Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“. Obwohl sie sich zu Lebzeiten eher distanziert zu Jimi Hendrix verhält, benennt seine Heimatstadt Seattle 2000 einen Park nach ihm.

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