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Sie ist die jüngere Schwester von Olivia de Havilland und spielt nicht weniger große Rollen – Joan Fontaine erobert mit ihrer „Oscar“- nominierten Darstellung in Alfred Hitchcocks Thriller „Rebecca“ das Kinopublikum und steht neben Hollywood-Größen wie Laurence Olivier, Tyrone Power, Robert Taylor, George Sanders und Cary Grant vor der Kamera

Joan Fontaine kommt als Joan de Beauvoir de Havilland am 22. Oktober 1917 als Tochter eines britischen Patentanwalts und der Filmschauspielerin Lillian Fontaine in Tokio zur Welt. Da die Mutter krank ist, siedelt die Familie schon bald ins kalifornische Saratoga über, wo die ehrgeizige Mutter ihren beiden Töchtern schon früh die Schauspielerei beibringt. Nach der Trennung der Eltern geht der Vater zurück nach Tokio, wohin ihm Joan Fontaine folgt und dort die Schule abschließt. Joan Fontaine hat wie ihre ältere Schwester Olivia de Havilland den Wunsch Schauspielerin zu werden, und beide begeben sich nach Hollywood – um zukünftige Verwechslungen zu vermeiden, benutzt Joan Fontaine den Mädchennamen ihrer Mutter als Künstlernamen.

Während ihre Schwester erste Erfolge feiert, bleibt Joan Fontaine zunächst unbemerkt. Ihr Leinwanddebüt hat die Schauspielerin in „No More Ladies“ („Schluss mit den Frauen“, 1935). In „Quality Streets“ (1937) kann man sie neben Katharine Hepburn und im Musicalfilm „A Damsel in Distress“ („Ein Fräulein in Nöten“, 1937) mit Fred Astaire sehen. Auch spielt sie in „The Women“ („Die Frauen“, 1939) an der Seite von Joan Crawford. 1940 engagieren der Filmproduzent David O. Selznick und der Regisseur Alfred Hitchcock Joan Fontaine für „Rebecca“, der Verfilmung des Bestsellerromans von Daphne du Maurier. Die Rolle der schüchternen Gattin des geheimnisvollen Max de Winter – gespielt von Laurence Olivier – verkörpert sie so überzeugend, dass Joan Fontaine für einen „Oscar“ nominiert wird. Die Auszeichnung erhält sie aber erst ein Jahr später für ihre Darstellung im Hitchcock-Film „Suspicion“ („Verdacht“, 1941). Joan Fontaine avanciert in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem der populärsten, amerikanischen Leinwandstars. 1941 spielt sie im Kriegsdrama „This Above All“ neben Tyrone Power und erhält für „The Constant Nymph“ („Liebesleid“, 1941) an der Seite von Charles Boyer erneut eine „Oscar“-Nominierung. Erfolgreich ist sie auch als Partnerin von Orson Welles in „Jane Eyre“ („Die Waise von Lowood“, 1944) und in „Letter From An Unknown Woman“ („Brief einer Unbekannten“, 1948) – der persönliche Lieblingsfilm von Joan Fontaine.

Neben Rober Taylor und der jungen Elizabeth Taylor kann man Joan Fontaine 1952 in „Ivanhoe“ sehen, danach beginnt der Stern der Schauspielerin allmählich zu sinken – die Nachfrage nach romantischen Melodramen lässt nach. Joan Fontaine spielt in den fünfziger und sechziger Jahren noch in einigen unbedeutenden Hollywood-Produktionen mit, dann zieht sie sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Gelegentlich nimmt Joan Fontaine noch kleinere Fernsehrollen in beliebten Serien wie „Loveboat“, „Hotel“ und „Magnum“ an – zuletzt kann man sie 1994 als Königin Ludmilla im Fernsehfilm „Good King Wenceslas“ sehen.

Joan Fontaine stirbt mit sechsundneunzig Jahren am 15. Dezember 2013 im kalifornischen Carmel-by-the-Sea.

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