Famous People » Schauspieler » Joaquín Phoenix

Joaquín Phoenix zählt zu den interessantesten und gefragtesten Charakterdarstellern der Gegenwart, er gilt als perfekte Besetzung für den düsteren, melancholischen Typen und wird für die Rolle des US-Sängers Johnny Cash im biografischen Spielfilm “Walk The Line” mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt – seitdem kann sich der charismatische Schauspieler seine Rollen aussuchen

Joaquín Rafael Phoenix kommt 28. Oktober 1974 in San Juan – der Hauptstadt von Puerto Rico – als Joaquín Raphael Bottom zur Welt und wächst dort als drittes Kind von John Bottom und Arlyn Dunetz in einfachen Verhältnissen auf. Im Alter von sechs Jahren lässt sich seine Familie mit ihm in Los Angeles nieder, nachdem sie mehrere Jahre lang in Südamerika im Auftrag einer religiösen Gemeinschaft missioniert hat – als Zeichen für den Neuanfang wird der Familienname von Bottom in Phoenix geändert. Der Bruder von Joaquín Phoenix ist der 1993 verstorbene Schauspieler River Phoenix, die Schwester Rain ist ebenfalls als Schauspielerin tätig.

Bereits in den achtziger Jahren absolviert Joaquín Phoenix kleinere Auftritte im Fernsehen, seinen Leinwanddurchbruch feiert er 1995 an der Seite von Nicole Kidman in “To Die For”. Danach folgen Filme wie “U-Turn” (“U-Turn – Kein Weg zurück”, 1997) neben Nick Nolte und Sean Penn, “8mm” (“8mm – Acht Millimeter”, 1999) und “The Yards” (“The Yards – Im Hinterhof der Macht”, 2000) mit Faye Dunaway und Mark Wahlberg.

Für die hervorragende Darstellung des römischen Kaisers Commodus in “Gladiator” (2000) wird Joaquín Phoenix unter anderem für einen “Golden Globe” und einen “Oscar” als “Bester Nebendarsteller” nominiert. Danach sieht man ihn in “Quills” (“Quills – Macht der Besessenheit”, 2000) neben Kate Winslet, in “Signs” (“Signs – Zeichen”, 2002), in “Hotel Rwanda” (“Hotel Ruanda”, 2004), in “Ladder 49″ (“Im Feuer”, 2004) und in “The Village” (“The Village – Das Dorf”, 2004) an der Seite von Adrien Brody und Sigourney Weaver.

Den bisherigen Höhepunkt in Joaquín Phoenix’ Karriere bildet der biografische Film “Walk The Line” – darin verkörpert er den Country-Sänger Johnny Cash. Durch seine intensive Vorbereitung auf die Rolle und sein großes Talent gelingt ihm ein eindrucksvolles Portrait des legendären Musikers – für den Film lernt er singen und Gitarre spielen und erhält bei der Verleihung des “Golden Globes” 2006 den Preis als “Bester Hauptdarsteller”.

Zuletzt sieht man Joaquín Phoenix in “We Own The Night” (“Helden der Nacht – We Own the Night”, 2007), in “Reservation Road” (“Ein einziger Augenblick”, 2007), in “Two Lovers” (2008) neben Isabella Rossellini und Gwyneth Paltrow und in “I’m Still Here” (2010).

2008 sorgt Joaquín Phoenix für Verwirrung, indem er ankündigt seine Schauspielkarriere zu beenden und sich nur noch der Musik zu widmen. Mit Sonnenbrille und wirrem Bart taucht er in der Talkshow von David Lettermann auf und gibt sich wortkarg – direkt nach der Sendung erleidet er einen Nervenzusammenbruch. Doch die Sorgen der vielen Fans sind unberechtigt – sie sind lediglich auf einen der Scherze des Schauspielers hereingefallen.

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