Famous People » Regisseur, Schauspieler » Jodie Foster

Bereits als Kind sorgt sie im Klassiker „Taxi Driver“ als minderjährige Prostituierte für Furore, bravourös gelingt ihr danach der Sprung ins Erwachsenenfach – Jodie Foster zählt zu den renommiertesten Darstellerinnen Hollywoods, mit Sensibilität und Melancholie steht sie für zahlreiche Spielfilme vor der Kamera und macht sich auch als erfolgreiche Regisseurin einen Namen

Jodie Foster kommt am 19. November 1962 in Los Angeles als Alicia Christian Foster zur Welt. Bereits vor ihrer Geburt trennen sich ihre Eltern und sie wächst bei ihrer Mutter und derem Lebensgefährten im San Fernando Valley im Nordwesten von Los Angeles auf. Bis zu ihrem achten Lebensjahr dreht sie zahlreiche Werbespots und mit zehn Jahren schafft sie mit dem Disney-Film „Napoleon And Samantha“ („Flucht in die Wildnis“, 1972) den Sprung auf die Kinoleinwand – jahrelang ist sie in ihrer Familie die Hauptverdienerin.

Während der siebziger Jahre sieht man Jodie Foster in diversen TV-Produktionen – darunter „Sesamestreet“, „Bonanza“ und „Papermoon“ sowie in Kinofilmen wie „Tom Sawyer“ („Tom Sawyers Abenteuer“, 1973) und „Alice Doesn’t Live Here Anymore“ („Alice lebt hier nicht mehr“, 1974). Zum Weltstar wird die Jungschauspielerin durch ihre brillante Darstellung einer minderjährigen Prostituierten in Martin Scorseses Kultfilm „Taxi Driver“ (1976) an der Seite von Robert de Niro und Cybill Shepherd.

Parallel zu ihrer Filmkarriere besucht Jodie Foster die französischsprachige Privatschule Le Lycée Français de Los Angeles, welche sie als Jahrgangsbeste abschließt. Von 1980 bis 1985 studiert sie an der Yale University Literatur und schließt das Studium mit Magna cum laude ab – ihre Bachelor-Arbeit schreibt sie über die afroamerikanische Autorin Toni Morrison – 1997 wird ihr von der Universität ein Ehrendoktortitel verliehen.

Nach dem großen Erfolg von „Taxi Driver“ sieht man Jodie Foster in zahlreichen Spielfilmproduktionen wie in „The Little Girl Who Lives Down The Lane“ („Das Mädchen am Ende der Straße“, 1976), in der Literatur-Verfilmung „Hotel New Hampshire“ (1984), in „Siesta“ (1987) an der Seite von Ellen Barkin, Gabriel Byrne, Julian Sands und Isabella Rossellini, in „The Accused“ („Angeklagt“, 1988), in „The Silence Of The Lambs“ („Das Schweigen der Lämmer“, 1990) neben Anthony Hopkins, in „Little Man Tate“ („Das Wunderkind Tate“, 1991) mit Dianne Wiest, in „Sommersby“ (1993) neben Richard Gere, in „Nell“ (1994) mit Liam Neeson, in „Anna And The King“ („Anna und der König“, 1999), in „Panic Room“ (2002), in „Un long dimanche de fiançailles“ („Mathilde – Eine große Liebe“, 2004) an der Seite von Audrey Tautou, in „Flightplan“ (2005), in „Inside Man“ (2006) an der Seite von Denzel Washington, Clive Owen und Willem Dafoe, in „The Beaver“ („Der Bieber“, 2011), in „Carnage“ („Der Gott des Gemetzels“, 2011) neben Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly und in „Elysium“ (2013) neben Matt Damon.

Jodie Foster betätigt sich erfogreich als Regisseurin und Produzentin diverser Fernseh- und Kinoproduktionen wie „Tales From The Darkside“ (1984), „Little Man Tate“ („Das Wunderkind Tate“, 1992), „Home For The Holidays“ („Familienfest und andere Schwierigkeiten“, 1995), „Flora Plum“ (2002) und „Nell“ (1994). Für ihre schauspielerischen Leistungen wird sie zweimal mit einem „Oscar“ als beste Hauptdarstellerin geehrt – 1988 für das Gesellschaftsdrama „The Accused“ („Angeklagt“) und 1990 für ihre Darstellung einer FBI-Agentin in „The Silence Of The Lambs“ („Das Schweigen der Lämmer“).

2007 bekennt sich Jodie Foster erstmals öffentlich zu ihrer langjährigen Lebensgefährtin. Die Schauspielerin hat zwei Söhne – Charles Foster und Christopher „Kit“ Foster. Über die Väter ihrer Kinder hüllt sich Jodie Foster in Schweigen.

1988 wird der damalige US-amerikanische Präsident Ronald Reagan vom geistig verwirrten John Hinckley jr. schwer verletzt – der Attentäter will mit seiner Tat die Schauspielerin beeindrucken. Seitdem scheut Jodie Foster die Öffentlichkeit.

2011 übernimmt Jodie Foster den Vorsitz der französischen „César“-Verleihung.

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