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Er spielt arrogante Snobs, exzentrische Dandys und vornehme Lebemänner und mag es überhaupt nicht, als ewiger Schönling abgestempelt zu werden – Jude Law katapultiert sich in den neunziger Jahren durch anspruchsvolle Nebenrollen in Hollywoods Top-Liga und gehört seit Jahren zu den angesehensten und erfolgreichsten Schauspielern der Gegenwart

Jude Law wird am 29. Dezember 1972 im Londoner Stadtteil Lewisham als Sohn des Lehrer-Ehepaars Peter und Maggie Law geboren und wächst mit seiner älteren Schwester Natasha in behüteten Verhältnissen in London auf. Während er mit zwölf Jahren am National Youth Music Theatre in „Joseph And The Amazing Technicolor Dreamboat“ die Hauptrolle spielt wird ihm klar: „In andere Rollen zu schlüpfen und damit Menschen zu begeistern, ist genau mein Ding“.

Seine ersten Erfahrungen vor der Kamera macht Jude Law mit siebzehn Jahren in der britischen Serie „Families“, für die er die Schule abbricht. Schon mit zwanzig Jahren gewinnt er den renommierten Theaterpreis „Tony“ für seine Rolle in „Indiskretionen“. Das erfolgreiche Stück wird vom Broadway aufgekauft – und er gleich dazu – mit einem Nacktauftritt neben Kathleen Turner sorgt er für großes Aufsehen.

1994 feiert Jude Law im britischen Independent-Film „Shopping“ (1994) sein Spielfilmdebüt – bei den Dreharbeiten lernt er Sadie Frost kennen, welche er 1996 heiratet. 1997 wirkt er hochgelobten Holocaust-Drama „Bent“ neben Clive Owen und Mick Jagger mit, im Thriller „Gattaca“ (1997) kann man ihn neben Ethan Hawke und Uma Thurman sehen und in „Wilde“ („Oscar Wilde“, 1997) spielt er neben Stephen Fry den jugendlichen Liebhaber. Seinen großen Durchbruch hat Jude Law in „The Talented Mr. Ripley“ („Der talentierte Mr. Ripley“, 1999) von Anthony Minghella in der Rolle des Lebemannes Dickie Greenleaf an der Seite von Gwyneth Paltrow, Philip Seymour Hoffman und Matt Damon – für diese Rolle wird er für einen „Oscar“ als „Bester Nebendarsteller“ nominiert. Von nun an geht es mit der Karriere von Jude Law bergauf und er spielt fortan auch in größeren Produktionen mit.

In Stephen Spielbergs „Artificial Intelligence: AI“, („Künstliche Intelligenz: AI“, 2001) kann man Jude Law als Gigolo-Roboter sehen, in „Road To Perdition“ (2002) neben Tom Hanks als skrupellosen Fotografen, in „Cold Mountain“ („Unterwegs nach Cold Mountain“, 2003) neben Rene Zellweger als Deserteur – was ihm die zweite „Oscar“-Nominierung einbringt – sowie mit Dustin Hoffman und Lily Tomlin in „I Heart Huckabees“ (2004) in der Rolle eines geschmeidigen Verkäufers. Im Remake von „Alfie“ (2004) spielt Jude Law einen Playboy, in Martin Scorseses Howard-Hughes-Biografie „The Aviator“ (2004) den Hollywood-Haudegen Errol Flynn. 2008 übernimmt er in „The Imaginarium Of Dr. Parnassus“ („Das Kabinett des Dr. Parnassus“) den Part des verstorbenen Heath Ledger und in „Sherlock Holmes“ (2009) spielt er die Rolle des gewitzten Assistenten Dr. Watson.

Zuletzt spielt Jude Law in „Hugo“ („Hugo Cabret“, 2011) neben Ben Kingsley, in „360“ (2011) mit Anthony Hopkins, in „Anna Karenina“ (2012) neben Keira Knightley, in „Side Effects“ („Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“, 2013), in „Grand Budapest Hotel“ (2014) an der Seite von Ralph Fiennes, F. Murray Abraham und Adrien Brody und in „Spy“ („Spy – Susan Cooper Undercover“, 2015) neben Melissa McCarthy und Allison Janney.

Auch auf der Bühne kann man Jude Law zwischenzeitlich sehen – im Londoner Wyndham’s House spielt er 2009 Shakespeares Hamlet.

Die Ehe mit der Schauspielerin Sadie Frost, mit der Jude Law die Kinder Rafferty, Iris, und Rudy hat, wird 2003 geschieden. Mit dem US-Model Samantha Burke und mit der Sängerin Catherine Harding hat Jude Law zwei weitere Kinder.

Jude Law wird 2004 vom US-Magazin People zum Mann mit dem „größten Sexappeal“ gewählt. 2007 wird er mit der höchsten Auszeichnung Frankreichs – dem „Ordre des Arts et des Lettres“ – geehrt und 2011 wird er neben Robert de Niro und Uma Thurman in die Wettbewerbsjury der 64. Filmfestspiele von Cannes berufen.

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