Famous People » Sänger » Kate Bush

Als eine der ungewöhnlichsten Popsängerinnen der vergangenen Jahrzehnte ragt sie mit ihrer eindrucksvollen Stimme wohltuend aus der Masse hervor und inspiriert zahlreiche Kolleginnen – Kate Bush ist die erste Frau, die mit einem selbstgeschriebenen Song die Spitze der britischen Charts erreicht, sie veröffentlicht nur selten ein neues Album und meidet konsequent das Rampenlicht

Kate Bush kommt als Catherine Bush am 30. Juli 1958 im englischen Bexleyheath in der Grafschaft Kent als Tochter eines Arztes zur Welt. Sie wächst in einem musischen Umfeld auf, spielt schon als Kind Geige und Klavier und komponiert mit zwölf Jahren erste Songs.

Der Gitarrist von Pink Floyd – David Gilmour – erkennt das Potential von Kate Bush und spielt mit ihr den Song „The Man With The Child In His Eyes“ ein, der einer ihrer ersten Hits wird und sich auf ihrem Debüt-Album „The Kick Inside“ befindet. Die erste Single „Wuthering Heights“ – inspiriert von Emily Brontës gleichnamigem Roman „Sturmhöhen“ – erobert 1978 die weltweiten Hitparaden, seitdem gilt Kate Bush als erste Frau, die mit einem selbstgeschriebenen Song die Spitze der britischen Charts erreicht.

1978 erscheint Kate Bushs Nachfolgealbum „Lionheart“, was nahtlos an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann. Nach einer Tournee 1979 kommt „Never For Ever“ heraus – „Babooshka“, „Army Dreames“, „Breathing“ und das Weihnachtslied „December Will Be Magic Again“ stürmen erneut die Charts und etablieren Kate Bush endgültig in der ersten Liga internationaler Popstars.

Den größten kommerziellen Erfolg erzielt Kate Bush 1985 mit dem Album „Hounds Of Love“, für dessen Produktion sie sich ein eigenes Tonstudio einrichtet. „Running Up The Hill“ und „Cloudbusting“ dominieren monatelang die Hitparaden und entwickeln sich im Lauf der Jahre zu zeitlosen Klassikern.

1986 singt Kate Bush mit Peter Gabriel die Ballade „Don’t Give Up“, danach schreibt sie Songs für einige Filmsoundtracks und veröffentlicht 1989 ihr sechstes Studioalbum „The Sensual World“, auf dem unter anderem das bulgarische Vokaltrio „Bulgarka“ sowie David Gilmour und Nigel Kennedy mitwirken. 1993 erscheint „The Red Shoes“ – eingespielt mit Kollegen wie Prince, Eric Clapton, Gary Brooker und Jeff Beck.

Nach zwölf Jahren musikalischer Abstinenz veröffentlicht Kate Bush 2005 das Album „Aerial“, welches von Kritikern als ihr bestes Werk bezeichnet wird – der Titel „King Of The Mountain“ entwickelt sich zum Chart-Hit.

Kate Bush vermischt in ihrer Musik Klassik, Artrock, Glam-Rock und Jazz mit irisch-keltischen Folk-Elementen und verwendet gern ungewöhnliche Instrumente wie Didgeridoo, Balalaika und Clavichord. Sie schreibt ihre Songs selbst, spielt Klavier, Violine und Gitarre und reizt dabei sämtliche ihr zur Verfügung stehenden technischen Spielereien aus.

2001 erhält Kate Bush den „Best Classic Songwriter Award“ des englischen Musikmagazins „Q“ und 2002 wird sie mit dem „Ivor Novello Award“ für ihren Beitrag zur britischen Popmusik ausgezeichnet – einen „Brit-Award“ für ihr Lebenswerk lehnt sie jedoch ab.

2011 feiert Kate Bush mit ihrem zehnten Studioalbum „50 Words For Snow“ ein vielbeachtete Comeback.

Kate Bush lebt sehr zurückgezogen, sie gibt nur selten Konzerte und Interviews und meidet konsequent das Rampenlicht. Mit ihrem Partner – dem Gitarristen Danny Mc‍Intosh – und dem gemeinsamen Sohn Albert „Bertie“ wohnt sie in der Nähe von London.

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