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Kurt Cobain ist die unumstrittene Ikone der Generation X – mit seiner Band „Nirvana“ komponiert er in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts den Klassiker „Smells Like Teen Spirit“. Bis heute wird der durch seinen tragischen Tod zum Mythos gewordene Grunge-Musiker von zahllosen Anhängern verehrt

Kurt Donald Cobain kommt am 20. Februar 1967 als Sohn von Donald Leland Cobain und dessen Frau Wendy Elizabeth Fradenburg in Aberdeen im US-Bundesstaat Washington zur Welt, wo er zusammen mit seiner Schwester Kimberly Dawn aufwächst. Als er neun Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden – er zieht daraufhin zu seinem Vater. Die Trennung der Eltern hat Folgen – Kurt Cobain ist als Kind hyperaktiv und hat in der Schule Anpassungsschwierigkeiten. Er wechselt zwischen beiden Elternhäusern und wohnt zwischenzeitlich bei seinen Großeltern, einem seiner Onkel sowie bei den Eltern eines Freundes.

Zum vierzehnten Geburtstag erhält Kurt Cobain seine erste Gitarre – er bringt sich das Spiel selbst bei und entdeckt die Musik der „Beatles“ und der „Monkees“. Mit achtzehn Jahren bricht er die Schule ab und zieht nach Olympia im US-Bundesstaat Washington. Ab 1986 tritt er in verschiedenen Bands auf, aus denen 1987 „Nirvana“ hervorgeht. Zunächst wenig beachtet, erlangt die Gruppe 1991 mit dem Hit „Smells Like Teen Spirit“ und dem dazugehörigen Album „Nevermind“ weltweite Beachtung – der Song entwickelt sich zur Hymne der damals angesagten Grunge-Bewegung, die ihr Zentrum in der US-Metropole Seattle hat. Grunge – eine Mischung aus Siebziger-Rockmusik und Punk – wird auch als „Seattle-Sound“ bezeichnet. Ende 1992 erscheint das dritte Album von „Nirvana“ – „Incesticide“ – und 1993 veröffentlicht die Band ihr viertes Album „In Utero“, das auf Anhieb die Spitze der US-Charts erreicht.

Seit Beginn der neunziger Jahre ist Kurt Cobain drogensüchtig – er spritzt sich Heroin, nimmt starke Beruhigungsmittel und konsumiert Alkohol. Trotz zahlreicher Therapieanläufe gelingt es ihm nicht, von den Drogen loszukommen – er leidet unter psychischen Problemen, angeschlagener Gesundheit und spricht häufig von Selbstmord.

1992 heiratet Kurt Cobain in Waikīkī auf Hawaii die Schauspielerin Courtney Love – 1992 wird Tochter Frances Bean geboren.

Anfang 1994 unternimmt Kurt Cobain einen ersten Selbstmordversuch – daraufhin wird er in eine Entzugsklinik in Los Angeles aufgenommen, die er jedoch vorzeitig verlässt.

Kurt Cobain begeht am 5. April 1994 im Alter von siebenundzwanzig Jahren in Seattle im US-Bundesstaat Washington unter Drogeneinfluss Selbstmord – er schießt sich mit einer Schrotflinte in den Kopf. Die Behörden in Seattle verweigern eine offizielle Grabstätte, weil sie ähnliche Zustände wie am Pariser Grab des „Doors“-Sängers Jim Morrison befürchten. Nach der Einäscherung verstreut die Witwe des Sängers seine Asche an verschiedenen Orten.

Wegen seines frühen Todes wird Kurt Cobain neben Brian Jones, Jim Morrison, Janis Joplin, Amy Winehouse und Jimi Hendrix zum sogenannten “Club 27″ gezählt.

Nach dem Tod von Kurt Cobain erscheinen zahlreiche Bücher, Bilder und Tonträger – auch werden mehr Alben veröffentlicht als zu seinen Lebzeiten. 2002 veröffentlicht Courtney Love Kurt Cobains Tagebücher mit Auszügen aus seinen Notizen und Entwürfen.

Heute wird das Vermögen von Kurt Cobain auf weit über hundert Millionen Dollar geschätzt – die Rechte am Nachlass des Künstlers werden von Courtney Love und der gemeinsamen Tochter Frances Bean wahrgenommen.

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