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Sie spielt in den Film-Noir-Klassikern der vierziger und fünfziger Jahre, in der Kult-Komödie „Wie angelt man sich einen Millionär?“ und in den modernen „Dogma“-Filmen Lars von Triers – knapp siebzig Jahre lang zieht die vornehme Distanziertheit von Lauren Bacall die Kinobesucher in ihren Bann, nicht ohne Grund wird die elegante Schauspielerin in Hollywood auch „The Look“ genannt

Lauren Bacall wird am 16. September 1924 in New York City als Betty Joan Perske geboren. Sie ist die Tochter jüdischer Immigranten mit polnischen, rumänischen und deutschen Vorfahren. Ihre Eltern trennen sich als sie fünf Jahre alt ist. Ihre Mutter ermuntert sie, klassischen Tanz zu studieren und bringt sie an die American Academy Of Dramatic Arts. Betty nimmt daraufhin den Nachnamen ihrer Mutter an, gibt die Schule auf und geht zum Film. Den Vornamen Lauren erhält sie 1944 von Howard Hawks. Seine Ehefrau Slim Keith entdeckt die Schönheit auf einem Cover von „Harper’s Bazaar“ und schlägt ihrem Mann vor, sie einzuladen. Der Regisseur engagiert sie sofort und platziert sie 1944 als Partnerin von Humphrey Bogart in „To Have And Have Not“ („Haben und Nichthaben“) – Lauren Bacall beginnt daraufhin mit dem Hauptdarsteller eine Beziehung. Humphrey Bogart lässt sich scheiden und heiratet die attraktive Nachwuchsschauspielerin 1945. Mit ihm zusammen steht Lauren Bacall noch dreimal gemeinsam vor der Kamera – in „The Big Sleep“(„Tote schlafen fest“, 1946), in „Dark Passage“ („Das unbekannte Gesicht“, 1947) und in „Key Largo“ („Gangster in Key Largo“, 1948).

1949 kommt Sohn Stephen zur Welt und 1952 Tochter Leslie Howard. Nach Humphrey Bogarts Tod 1957 verblasst auch der Stern von Lauren Bacall, nach einer kurzen Affäre mit Frank Sinatra heiratet sie 1961 ihren Kollegen Jason Robards, mit dem sie ebenfalls ein Kind hat. 1969 wird die Ehe wieder geschieden.

Während der McCarthy-Ära und der damit verbundenen Jagd auf potentielle Kommunisten werden besonders Schauspieler und Filmschaffende bespitzelt, denunziert und mit Berufsverbot belegt. Während der Großteil Hollywoods sich duckt, gehören Lauren Bacall, Danny Kaye und Humphrey Bogart zu den wenigen, die öffentlich Stellung beziehen und sich gegen die Verantwortlichen einsetzen – Lauren Bacall ist lebenslang eine Anhängerin der Liberalen und nennt sich selbst „anti-republikanisch“.

Lauren Bacall feiert am Broadway mit den Stücken „Cactus Flower“ (1965) und „Applause“ (1970) – für welches sie einen „Tony-Award“ erhält – große Erfolge. 1981 gewinnt sie für ihre Darstellung in „The Woman Of The Year“ einen weiteren „Tony-Award“.

Ab den sechziger Jahren ist Lauren Bacall seltener auf der Leinwand zu sehen – so an der Seite von Paul Newman in „Harper“ („Ein Fall für Harper“, 1966), in „Health“ („Der Gesundheitskongress“, 1980), in „Misery“ (1990) neben Kathy Bates, in Robert Altmans Kultfilm „Prêt-à-Porter“ (1994) und in „The Mirror Has Two Faces“ („Liebe hat zwei Gesichter“, 1996) neben Barbra Streisand – wofür Lauren Bacall für einen „Oscar“ nominiert wird.

Im neuen Jahrhundert engagiert der dänische „Dogma“-Regissseur Lars von Trier die Hollywood-Legende für zwei seiner Filme – in „Dogville“ (2003) und in „Manderlay“ (2005) kann man Lauren Bacall neben Nicole Kidman, Willem Dafoe, Danny Glover und James Caan sehen.

Ihre letzten Filmauftritte hat Lauren Bacall in „The Walker“ („The Walker – Ein Freund gewisser Damen“, 2006) neben Kristin Scott Thomas und in „The Forger“ („Farben der Liebe“, 2012).

Lauren Bacall hat einen Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“, 2009 wird sie mit einem „Ehrenoscar“ ausgezeichnet.

Lauren Bacall stirbt im Alter von neunundachtzig Jahren am 12. August 2014 in New York.

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