Leon Russell

Songwriter und Aufnahmekünstler Leon Russell schrieb die Klassiker „Superstar“ und „A Song for You“.
Synopse
Leon Russell wurde 1942 in Oklahoma geboren und begann schon früh mit der Musik. 1959 zog er nach Los Angeles, wo er als Mitglied der legendären Wrecking Crew zu einem der gefragtesten Session-Player der Musikindustrie wurde. Russells Karriere begann in den 70er Jahren, als er eine Reihe von Soloalben veröffentlichte und mehrere Coverversionen seiner Songs die Spitze der Charts erreichten. Er wurde 2011 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Leon Russell starb am 13. November 2016 im Alter von 74 Jahren.

Schneller Start
Leon Russell wurde am 2. April 1942 in Lawton, Oklahoma, geboren und verschwendete keine Zeit damit, eine lange und bedeutsame musikalische Karriere zu beginnen. Innerhalb weniger Jahre spielte Russell bereits Klavier, und im Alter von 14 Jahren trat er regelmäßig in den Nachtclubs von Tulsa auf. Als er die Will Rogers High School abschloss, ging er sofort mit seiner Band The Starlighters auf Tournee und tourte zwei Monate lang als Vorgruppe für Jerry Lee Lewis.

1959, im Alter von 17 Jahren, verließ Russell Oklahoma nach Los Angeles, wo er regelmäßige Arbeit als Session-Musiker für Live-Shows und Studioaufnahmen fand. Schon bald fand er den Weg in die legendäre Wrecking Crew, eine Gruppe der begehrtesten Auftragsarbeiter der Branche. Während der 1960er Jahre trat Russell mit einer schwindelerregenden Anzahl von einigen der größten Künstler dieser Zeit auf, darunter Phil Spector, The Beach Boys, Frank Sinatra und The Rolling Stones, unter vielen, vielen anderen.

Vom Songwriter zur Solokarriere
Aber Russells Talente reichten weit über seine Klavierstücke hinaus, und zwischendurch begann er, Lieder für sich und andere zu schreiben. 1965 veröffentlichte er seine erste Solo-Single „Everybody’s Talking ‚Bout the Young“, doch als Co-Autor der Songs „Everybody Loves a Clown“ und „She’s Just My Style“, die beide später im selben Jahr in die Top 10 kamen, fand er mehr Erfolg.

In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts veröffentlichte Russell das erste Album als Teil seines neuen Projekts, den Asylum Choir, und spielte auch Klavier auf dem Delaney & Bonnie Album Accept No Substitute (1969). Aber es wäre seine Arbeit mit Joe Cocker, die Russells Namen auf die Karte setzen würde. Als Co-Produzent und Performer von Joe Cocker! 1969 schrieb Russell auch die Single „Delta Lady“, die Platz 11 der Pop-Charts erreichte. Im folgenden Jahr tourte er mit Cocker als Bandleader und das darauf folgende Live-Album Mad Dogs & Englishmen erreichte Platz 2 der Charts.

Seinen Erfolg ins neue Jahrzehnt tragend, gründete Russell das Label Shelter Records und veröffentlichte sein erstes, selbstbetiteltes Soloalbum mit Auftritten von Mitgliedern der Beatles und der Rolling Stones sowie von Steve Winwood und Eric Clapton. Auch die Single „A Song for You“ wurde seither von über 40 verschiedenen Künstlern, darunter (vor allem) Ray Charles und (zuletzt) Amy Winehouse, gecovert.

Auf dem Gipfel
In den 1970er Jahren erreichte Russells Karriere ihren Höhepunkt. 1971 wurde er in George Harrisons historischem Konzert für Bangladesch im Madison Square Garden prominent aufgeführt. Er veröffentlichte das Soloalbum Leon Russell and the Shelter People, während The Carpenters‘ Interpretation seines Songs „Superstar“ zwei Wochen auf Platz 2 der Charts verbrachte. Es folgte 1972 Carney mit dem Song „Tight Rope“, seiner höchstkarätigen Single auf Platz 11.

Zu seinen vielen bemerkenswerten Projekten aus dieser Zeit gehören die Triple-LP Leon Live (1973), das Country-Album Hank Wilson’s Back (1973), Will o‘ the Wisp (1975) und Americana (1978). Russell kehrte auch als Songwriter 1976 mit George Bensons Cover von „This Masquerade“ in die Charts zurück, das die Top 10 knackte und einen Grammy Award gewann. Russell beendete das Jahrzehnt mit der Gründung des Labels Paradise Records bei Warner Bros. und spielte zusammen mit Willie Nelson auf dem Studioalbum One for the Road von 1979, das den für den Grammy nominierten Country-Hit „Heartbreak Hotel“ enthielt.

Comeback
Mit der Ankunft der 1980er Jahre verlangsamte sich Russells Produktion deutlich, obwohl er weiterhin aufnahm und auftrat. In den 90er Jahren feierte er jedoch ein Comeback und veröffentlichte 1992 die Bruce Hornsby-Produktion Anything Can Happen sowie 1998 die dritte Folge seiner Hank Wilson Country-Alben und 1999 Face in the Crowd.

Russell feierte sein Leben in der Musik in den 2000er Jahren, indem er Leon Russell Records gründete und Signature Songs veröffentlichte, eine Neuinterpretation einiger seiner größten Hits. Er wurde auch von der Oklahoma Music Hall of Fame gefeiert, als er im Oktober 2006 aufgenommen wurde. Vier Jahre später trat er mit dem Duett-Album The Union, aufgenommen mit Elton John, wieder auf die Bühne. Das Album erreichte Platz 3 der Charts und die Single „If It Wasn’t for Bad“ wurde für einen Grammy Award nominiert.

Russell tourte und nahm weiter auf und veröffentlichte zahlreiche Alben auf seinem Label. Zu Ehren seines Lebens im Herzen der Musikindustrie wurde er im März 2011 in die Rock and Roll Hall of Fame und drei Monate später in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

In einer Notiz auf seiner Website, Leon Russell starb im Schlaf am 13. November 2016 in Nashville im Alter von 74 Jahren.

 

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