Als Kanzlergattin begleitet sie ihren Ehemann und Regierungschef Helmut Schmidt in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf zahlreichen Auslandsbesuchen und erfüllt mit hanseatischer Gelassenheit diverse protokollarische Pflichten – Loki Schmidt bezeichnet sich selbst humorvoll als eine “Angeheiratete der Politik”. Die überaus populäre Hamburger Ehrenbürgerin macht sich einen Namen als Botanikerin und Buchautorin und engagiert sich bis ins hohe Alter für den Naturschutz – wofür sie mit diversen Auszeichnungen geehrt wird
Hannelore “Loki” Schmidt wird als Hannelore Glaser am 3. März 1919 als Tochter eines Betriebselektrikers in Hamburg-Barmbek geboren, wo sie mit ihrer Schwester Linde und ihrem Bruder Christoph in einfachen Verhältnissen aufwächst. Nach dem Abitur 1937 in der Hamburger “Lichtwarkschule” studiert sie Pädagogik auf Lehramt für Volksschulen und ist von 1940 bis 1974 an Hamburger Volks- und Hauptschulen als Lehrerin tätig. Seit 1942 ist sie mit Helmut Schmidt verheiratet, den sie bereits im Alter von zehn Jahren in der Schule kennenlernt. Aus der Ehe mit dem späteren Bundeskanzler gehen die Kinder Walter – der noch vor seinem ersten Geburtstag stirbt – und die Tochter Susanne hervor.
Als ihr Mann 1974 deutscher Bundeskanzler wird, nimmt Loki Schmidt diverse gesellschaftliche Verpflichtungen in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und in aller Welt war – sie begleitet Helmut Schmidt auf vielen seiner Reisen, außerdem reist sie mit Forschern der “Max-Planck-Gesellschaft”. Nach dem Ende der Kanzlerschaft ihres Mannes widmet sich Loki Schmidt vermehrt dem Natur- und Umweltschutz und gründet 1976 die “Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen”, die sich heute “Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt” nennt.
Zu ihrem achtzigsten Geburtstag verleiht ihr die “Universität Hamburg” sowie die “Akademie der Wissenschaften” in Sankt Petersburg für ihre Verdienste um den Pflanzen- und Naturschutz den Professorentitel. 2009 wird Loki Schmidt Ehrenbürgerin der Hansestadt Hamburg.
Loki Schmidt stirbt am 21. Oktober 2010 im Alter von einundneunzig Jahren in ihrem Reihenhaus im Hamburger Stadtteil Langenhorn – in dem sie gemeinsam mit ihrem Mann wohnt – im Beisein ihrer Tochter Susanne. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus würdigt die verstorbene Ehrenbürgerin der Hansestadt als unaufgeregten und geradlinigen Menschen, der den hanseatischen Charakter in unnachahmlicher Weise verkörperte und sich große Verdienste um das Land erworben hat.
Zitat: “Eines war mir klar: Du stehst hier nicht als Frau Schmidt, sondern als Frau Deutschland.”