Famous People » Sänger » Lulu

Bereits im Teenageralter hat sie ihre ersten Hits, mit „Boom Bang-A-Bang“ gewinnt sie für Großbritannien den Eurovision Song Contest und als erste britische Sängerin tritt sie in Osteuropa auf – Lulu gehört jahrelang zu den erfolgreichsten europäischen Pop-Sängerinnen

Lulu kommt am 3. November 1948 im schottischen Lennoxtown in der Nähe von Glasgow als Marie McDonald McLaughlin Lawrie zur Welt. Nach dem Besuch einer Ballettschule ist sie bereits mit fünf Jahren Siegerin eines Nachwuchswettbewerbes in Blackpool, mit neun Jahren lässt sie sich von einer schottischen Band in Glasgow begleiten.

Mit vierzehn Jahren hat Lulu mit ihrer Fassung des Songs „Shout“ von den „Isley Brothers“ – den sie mit ihrer Gruppe „The Luvvers“ vorträgt – ihren ersten Top-Ten-Hit in Großbritannien. 1965 trennt sie sich von „The Luvvers“ und landet in den darauffolgenden Jahren mehrere Single-Hits – darunter „Leave A Little Love“, „The Boat That I Row“, „Let’s Pretend“, „To Sir With Love“, „Me The Peaceful Heart“, „Boy“ und „I’m A Tiger“. Auch in den USA kann sie Erfolge vorweisen – 1967 hält sie sich mit dem Titel „To Sir With Love“ fünf Wochen auf Platz Eins der dortigen Singles-Charts.

Mit „Warum tust du mir weh“, „Traurig aber wahr“, „Ich brauche deine Liebe“ und „Wach‘ ich oder träum‘ ich“ nimmt Lulu auch einige wenig erfolgreiche deutschsprachige Singles auf.

1969 gewinnt Lulu mit „Boom Bang-A-Bang“ für Großbritannien den Eurovision Song Contest – allerdings muss sie sich den Sieg mit Frankreich, Spanien und den Niederlanden teilen. „Boom Bang-A-Bang“ wird in den folgenden Jahren mehrere Male gecovert – unter anderem von Heidi Brühl. Mit „Oh Me Oh My (I’m A Fool For You Baby)“, einer Interpretation des David-Bowie-Songs „The Man Who Sold The World“, „Take Your Mama For A Ride“, „I Could Never Miss You (More Than I Do)“ und dem James-Bond-Titellied „The Man With The Golden Gun“ hat Lulu noch einige Hits, danach wird es ruhiger um sie.

In den neunziger Jahren feiert Lulu ein unerwartetes Comeback – sie singt zusammen mit der Boygroup „Take That“ den Dan-Hartmann-Klassiker „Relight My Fire“ und landet mit dem Dance-Song „Independence“ einen europäischen Chart-Hit. 2002 veröffentlicht sie ein Album mit Pop-Duetten, die sie mit Elton John und Paul McCartney einsingt.

Hin und wieder tritt Lulu in verschiedenen Fernseh- und Kinofilmen als Schauspielerin auf – 1967 spielt sie neben Sidney Poitier im Film „To Sir, with Love“ („Junge Dornen“), auch singt sie den Titelsong.

2003 erscheint Lulus Autobiografie „Don’t Wanna Fight No More“. 2009 startet sie gemeinsam mit den Sängerinnen Chaka Khan, Anastacia und Heather Small eine gemeinsame Tournee durch Großbritannien – das Programm enthält sowohl eigene Hits als auch Cover-Versionen.

Lulu ist von 1969 bis 1973 mit Maurice Gibb von den „Bee Gees“ verheiratet.

Zur Zeit arbeitet Lulu für die britische BBC als Moderatorin einer sonntäglichen Nachmittagsshow – 2016 hat sie ein Gastrolle im Film „Absolutely Fabulous“ neben Jennifer Saunders und Joanna Lumley.

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