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Als das „Mädchen mit den goldenen Augen“ wird sie zu Beginn der sechziger Jahre in Filmen wie „Nur die Sonne war Zeuge“ oder „Fröhliche Ostern“ ein Star in Frankreich – Marie Laforêt veröffentlicht zahlreiche Chanson-Alben und feiert auch Erfolge auf Theater- und Musicalbühnen

Marie Laforêt wird als Maïtèna Marie Brigitte Doumenach am 5. Oktober 1939 im französischen Soulac-sur-Mer, Département Gironde geboren. Das Kind armenischer Einwanderer besucht zunächst das Lycée de Watteau in Valenciennes, wo der Vater in einer Fabrik arbeitet, danach zieht die Familie nach Paris um. Während des Besuchs des Lycée Fontaine in der französischen Hauptstadt sammelt Marie Laforêt erste musikalische und schauspielerische Erfahrungen.

Mit sechzehn Jahren wird sie von Jean-Gabriel Albicocco, der später ihr Ehemann wird, für den Film entdeckt. 1959 hat sie ihr Filmdebüt in „Naissance d’une Etoile” („Ein Stern geht auf“), der französischen Filmfassung des berühmten Musical-Stoffes. Den Durchbruch feiert Marie Laforêt im Thriller nach Patricia Highsmith „Plein soleil“ („Nur die Sonne war Zeuge“) an der Seite von Alain Delon und Maurice Ronet. Danach kann man sie „La Fille aux Yeux d’Or“ („Das Mädchen mit den Goldaugen“, 1960) nach Honoré De Balzac sehen, in „La chasse à l’homme“ („Jagd auf Männer“, 1964) neben Catherine Deneuve, in „Flic ou voyou“ („Der Windhund“, 1978) und in „Les Morfalous“ („Die Glorreichen“, 1983) mit Jean-Paul Belmondo sowie in „Joyeuses pâques“ („Fröhliche Ostern“, 1984) an der Seite von Sophie Marceau sehen.

Neben ihrer schauspielerischen Arbeit schlägt Marie Laforêt eine erfolgreiche Karriere als Chanson-Sängerin ein, die bis in die achtziger Jahre anhält. Mit „Les vendanges de l’amour“ hat sie 1963 ihren ersten Hit in Frankreich, weitere Titel der Sängerin sind „Il a neige sur yesterday“, „Ivan, Boris et moi“, „La tendresse“, „Marie douceur, marie colère“, „Mon amour mon ami“ und „Manchester et Liverpool“ – diverse Titel werden von ihr auch auf deutsch eingespielt. Bis ins neue Jahrhundert hinein veröffentlicht Marie Laforêt in unregelmäßigen Abständen neue Alben, die jedoch nur wenig Beachtung finden.

Für ihre Darstellung der Maria Callas in Terrence McNallys Stück „Master Class“ wird Marie Laforêt zu Anfang des Jahrzehnts zweimal für den französischen Theaterpreis „Molière“ als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert. 2005 kann man die Künstlerin in „Just For Laughs“ im Pariser Théâtre des Bouffes Parisiens sehen, 2007 geht sie auf eine ausgedehnte Abschiedstournee.

Marie Laforêt ist insgesamt viermal verheiratet und hat vier Kinder – Lisa, Azuelos, Jean-Mehdi-Abraham und Éve-Marie-Deborah. Sie ist seit 1978 schweizerische Staatsbürgerin und lebt heute in ihrer Wahlheimat Genf, wo sie bis 1981 eine Kunstgalerie betreibt.

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