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Er steht nur ein einziges mal auf einer Opernbühne und zählt trotzdem zu den größten Tenören des vergangenen Jahrhunderts. Mario Lanza ist in den vierziger und fünfziger Jahren ein Superstar in Amerika – seine klassischen als auch seine populären Alben verkaufen sich millionenfach und seine Songs sind bis heute Publikumsrenner

Mario Lanza wird als Alfredo Arnoldo Cocozza am 31. Januar 1921 als Kind italienischer Einwanderer in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Seine Mutter Maria Lanza möchte eigentlich Sängerin werden, doch sein Vater Antonio Cocozza hält die Bühne für eine verheiratete Frau unschicklich. Mario Lanza wächst in der Welt der Musik auf und hört bevorzugt Opernarien von Enrico Caruso, die er bald nachsingt. Mit sechzehn Jahren teilt er seinen Eltern seinen Berufswunsch mit, welche ihm darauf eine Ausbildung in klassischem Gesang ermöglichen. Der ehrgeizige junge Mann trainiert in regelmäßigen Unterrichtsstunden fleißig seine Stimme und erhält bald ein Stipendium am “Musikcenter Tanglewood”. Dort gibt er 1942 sein Debüt als Fenton in “Die lustigen Weiber von Windsor”.

Beim anschließenden Militärdienst wird der Sänger hauptsächlich zur Erbauung der Truppe als Sänger eingesetzt, was ihm den Spitznamen “Dienst-Caruso” einbringt. Später macht er sich mit einem Gesangstrio in Clubs einen Namen und steht 1948 in New Orleans in Puccinis “Madame Butterfly” zum ersten und einzigen Mal auf einer regulären Opernbühne. Der Sprung auf die Bühne gelingt dem Sänger nicht, stattdessen wird er bei einem Konzert in der “Hollywood Bowl” in Los Angeles von Louis B. Mayer – dem Chef des Filmstudios “MGM” – entdeckt und erhält einen großzügigen Sieben-Jahres-Vertrag in Hollywood, wo er zu einem singenden Clark Gable aufgebaut wird. Filme mit trivialer Handlung wie “That Midnight Kiss” (“Ein Kuss um Mitternacht”, 1949) neben Kathryn Grayson und Ethel Barrymore, “The Toast Of New Orleans” (“Der Fischer von Louisiana”, 1950) und “Because You’re Mine” (“Mein Herz singt nur für Dich”, 1952) machen den attraktiven Italo-Amerikaner mit der klaren und zugleich wunderbar warmen Stimme zum populärsten US-Sänger der damaligen Zeit. Mit “The Great Caruso” (“Der große Caruso”, 1951) feiert der Tenor dann den größten Erfolg seiner kurzen Karriere. Das “Lanza-Fieber” erfasst bald ganz Amerika und der Künstler erreicht einen Stellenwert, wie ihn ansonsten nur noch Frank Sinatra erreicht. Auch seine Radio-Show “The Coca Cola Show” trägt zur enormen Popularität des Sängers bei. Mario Lanza schafft es auf die Titelseite der “Time” und ist der erste Opernsänger, dem es gelingt, mit “Goldenen Schallplatten” sowohl für seine klassischen wie für seine Alben mit populärer Musik ausgezeichnet zu werden.

Bereits Anfang der fünfziger Jahre verblasst der Stern des Tenors, seine Stimme ist für die Oper nicht mehr geeignet und Mario Lanza weicht nach Italien aus, wo er Ende der fünfziger Jahre noch einmal einige Filmerfolge hat. Er dreht die Filme “The Seven Hills Of Rome” (“Arrivederci Roma”, 1958) und mit Zsa Zsa Gabor “For The First Time” (“Der Sänger von Capri”, 1959). Außerdem unternimmt er ausgedehnte Konzertourneen durch Europa – sein letztes Konzert gibt er 1958 in Kiel.

Mario Lanza stirbt am 7. Oktober 1959 mit achtundreißig Jahren in einer römischen Klinik an den Folgen eines Herzinfarktes. Er wird auf dem Friedhof “Holy Cross Cemetery” in Culver City, Kalifornien beigesetzt. Er hinterlässt vier Kinder – Marc, Coleen, Damon Anthony und Elisa – und seine Frau Betty.

Ein Kommentar zu “Mario Lanza”

  1. Zsazsa sagt:

    Yes, Mario Lanza is one of the greatest singer of the 20th century and the most versatile and most charismatic singer of all time! He will be never, ever forgotten, his music will live as long as beauty, love and human feelings exist on this earth! God Bless Him Always!

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