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Er ist eines der männlichen Sexsymbole des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts und gehört in den achtziger und neunziger Jahren mit Rekordgagen zu den Top-Verdienern Hollywoods. Mel Gibson feiert mit Kino-Blockbustern wie „Lethal Weapon“, „Mad Max“ und „Braveheart“ riesige Erfolge – der endgültige Durchbruch zum ernstzunehmenden Charakterdarsteller gelingt ihm jedoch nie

Mel Gibson kommt als Mel Columcille Gerard Gibson am 3. Januar 1956 in Peekskill im US-Bundesstaat New York als sechstes von zehn Kindern einer irisch-katholischen Familie zur Welt. Als er zwölf Jahre alt ist, zieht sein Vater Hutton Gibson nach einem Gewinn im US-Fernsehquiz „Jeopardy“ mit der Familie nach Australien – auch um seinen Sohn vor einem Einsatz im Vietnamkrieg zu bewahren.

Früh wird Mel Gibsons schauspielerisches Talent entdeckt – er bewirbt sich beim National Institute of Dramatic Art in Sydney und kann dort erste Bühnenerfahrungen sammeln. 1977 gibt er in „Summer City“ sein Leinwanddebüt, durch die Hauptrolle in „Mad Max“ (1979) wird er über Nacht weltberühmt – auch in den beiden Fortsetzungen „The Road Warrior“ („Mad Max 2“, 1982) und „Beyond Thunderdome“ („Mad Max 3“, 1985) ist er zu sehen.

Nach diesen Erfolgen kann sich Mel Gibson die Rollen aussuchen – er spielt in Peter Weirs „Gallipoli“ (1981), in „The Year Of Living Dangerously“ („Ein Jahr in der Hölle“, 1982) neben Sigourney Weaver, in „The Bounty“ („Die Bounty“, 1984) an der Seite von Anthony Hopkins, Laurence Olivier und Daniel Day-Lewis und in „The River“ („Menschen am Fluss“, 1984) neben Sissy Spacek.

Endgültig zum Superstar wird Mel Gibson durch die Hauptrolle in den vier Teilen von „Lethal Weapon“ (1987/1989/1992/1998). Auch kann man ihn in „Tequila Sunrise“ (1988) neben Michelle Pfeiffer und Kurt Russell, in „Bird On A Wire“ („Ein Vogel auf dem Drahtseil“, 1990) neben Goldie Hawn, in „Hamlet“ (1990) mit Glenn Close, in „Forever Young“ (1992) mit Jamie Lee Curtis und Elijah Wood, in „Maverick“ („Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel“, 1994) neben Jodie Foster und James Garner und in „Braveheart“ (1995) mit Sophie Marceau sehen. „Braveheart“ wird mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet – darunter mehreren „Oscars“ – und markiert den Höhepunkt in Mel Gibsons Filmkarriere.

Gegen Ende der neunziger Jahre lässt Mel Gibsons Erfolg allmählich nach – nach Auftritten in Filmen wie „Conspiracy Theory“ („Fletcher’s Visionen“, 1997) neben Julia Roberts, „Payback“ („Payback – Zahltag“, 1999), „The Patriot“ („Der Patriot“, 2000) mit Heath Ledger, „The Million Dollar Hotel“ (2000), „What Women Want“ („Was Frauen wollen“, 2000) neben Helen Hunt, „Signs“ („Signs – Zeichen“, 2002) an der Seite von Joaquín Phoenix und Abigail Breslin, „We Were Soldiers“ („Wir waren Helden“, 2002) mit Greg Kinnear und „The Singing Detective“ (2003) neben Robert Downey Jr. kündigt er seinen Rückzug von der Schauspielerei an, um zukünftig als Produzent und Regisseur zu arbeiten. 2004 führt er Regie in „The Passion Of The Christ“ (2004) und 2006 in „Apocalypto“.

Immer wieder löst Mel Gibson als Filmemacher, als politischer Aktivist, durch sein persönliches Verhalten sowie durch seine Verbindung zum katholischen Traditionalismus heftige Kontroversen aus. Mit diversen homo- und xenophoben Äußerungen sowie einigen Alkohol-Delikten gerät er in den vergangenen Jahren mehrfach in die Schlagzeilen – seine Karriere kommt zum Erliegen und seine letzten Filme wie „Edge Of Darkness“ („Auftrag Rache“, 2010), „The Beaver“ („Der Biber“, 2011) und „Machete Kills“ (2013) stoßen nur auf wenig Resonanz beim Publikum.

Von 1980 bis 2009 ist Mel Gibson mit der ehemaligen Zahnarzthelferin Robyn Moore verheiratet, mit der er sieben Kinder hat. Aus einer Beziehung mit der russischen Popsängerin Oksana Grigorieva – die bis 2010 dauert – hat er ein weiteres Kind.

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