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Die Karriere von Mickey Rooney erstreckt sich über unglaubliche acht Jahrzehnte, der kleine und vorwitzige Rothaarige beginnt als erfolgreicher Kinderstar und betätigt sich im Laufe seines Lebens als Sänger, Tänzer, Autor, Entertainer und Regisseur – in über dreihundert Filmrollen verkörpert er vorwiegend Schlitzohren und Kleinkriminelle und steht mit sämtlichen Stars der goldenen Hollywood-Ära vor der Kamera

Mickey Rooney wird am 23. September 1920 als Joe Yule jr. im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren und stammt aus einer Artistenfamilie – seine Eltern Joe Yule und Nell Carter sind gefragte Künstler. Als er drei Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden und seine Mutter zieht mit ihm nach Kansas City.

Schon mit fünfzehn Monaten steht Mickey Rooney auf der Bühne – sein Filmdebüt gibt er 1926 in „Not To Be Trusted“. Zwischen 1927 und 1934 ist er in der „Mickey McGuire“-Kurzfilmserie der Hauptdarsteller – mit vierzehn Jahren hört er nach achtzig Filmen auf, weil er für die Rolle zu alt ist, und kehrt für kurze Zeit zum Varieté zurück.

1934 sieht man Mickey Rooney neben Maureen O’Sullivan in „Hide-Out“, in „Manhattan Melodrama“ („Mord in Manhattan“, 1934) neben Clark Gable und Myrna Loy, in „A Midsummers Night’s Dream“ („Ein Sommernachtstraum“, 1935), in „Little Lord Fauntleroy“ („Der kleine Lord“, 1936), in „Captains Courageous“ („Manuel“, 1937) neben Spencer Tracy, in „Boys Town“ („Teufelskerle“, 1938), in „Babes In Arms“ („Musik ist unsere Welt“, 1939) mit Judy Garland, in „Broadway Melody“ („Broadway Melodie“, 1940), in „Young Tom Edison“ („Der junge Edison“, 1940), in „Strike Up The Band“ („Heiße Rhythmen in Chicago“, 1940) mit Judy Garland und in „Girl Crazy“ (1943). Gegen Ende der dreißiger Jahre ist Mickey Rooney Hauptakteur in den romantisch-komischen Familienfilmen um die Familie Hardy – zwischen 1937 und 1947 ist er in insgesamt siebzehn Filmen als Andy Hardy zu sehen. 1944 spielt Mickey Rooney neben der zwölfjährigen Elizabeth Taylor in „National Velvet“ („Kleines Mädchen, großes Herz“).

Nach dem Krieg – in dem Mickey Rooney für zwei Jahre seine Karriere unterbricht und zur Armee geht – ist es für den mittlerweile Dreißigjährigen zunächst schwer, Arbeit zu finden. Er vermittelt kleineren Filmstars Rollen und betreut sie als Agent. Nach eigenen Angaben gibt er in jener Zeit der damals noch unbekannten Nachwuchsschauspielerin Norma Jeane Baker ihren Künstlernamen Marilyn Monroe.

In den fünfziger Jahren kann Mickey Rooney mit seriösen Filmrollen ein bemerkenswertes Comeback feiern – er spielt in „The Bridges At Toko-Ri“ („Die Brücken von Toko-Ri“, 1954) neben William Holden und Grace Kelly, in „Baby Face Nelson“ („So enden sie alle“, 1957), in „Requiem For A Heavyweight“ („Die Faust im Gesicht“, 1962) neben Anthony Quinn, in „Breakfast At Tiffany’s“ („Frühstück bei Tiffany“, 1964) mit Audrey Hepburn, in „It’s a Mad, Mad, Mad, Mad World“ („Eine total, total verrückte Welt“, 1963) neben Spencer Tracy, in „Twenty-Four Hours To Kill“ („In Beirut sind die Nächte lang“, 1965) neben Lex Barker, in „Pulp“ („Malta sehen und sterben“, 1972) mit Michael Caine, in „The Domino Principle“ („Das Domino Komplott“, 1977) an der Seite von Gene Hackman, Candice Bergen und Richard Widmark, in „The Magic Of Lassie“ („Unsere Lassie“, 1978) mit James Stewart, in „Little Spies“ („Die Abenteuer der fünf kleinen Spione“, 1985) und in „Erik The Viking“ („Erik der Wikinger“, 1989) neben Tim Robbins und Eartha Kitt.

Neben seiner Filmkarriere tritt Mickey Rooney auch häufig im Fernsehen auf – unter anderem in seiner eigenen „Mickey Rooney Show“ und in den TV-Serien „Hey Mulligan“ und „The Black Stallion“ („Black, der schwarze Blitz“). In den neunziger Jahren ist er als Gaststar in der US-Serie „Golden Girls“ zu sehen.

Zu den letzten Kamera-Auftritten von Mickey Rooney zählen die Komödie „Night At The Museum“ („Nachts im Museum“, 2006) neben Ben Stiller und Robin Williams, der Puppentrickfilm „The Muppets“ („Die Muppets“, 2011) sowie der deutsche Dokumentarfilm „Marilyn Monroe – Ich möchte geliebt werden“ (2011).

Mickey Rooney gilt auch als begehrter Sprecher – 1977 hört man ihn in Walt Disneys „Pete’s Dragon“ („Elliot, das Schmunzelmonster“), 1981 im Zeichentrickfilm „Cap & Capper“ und 1998 in „Babe – Pig In The City“ („Schweinchen Babe in der großen Stadt“).

Mickey Rooney wird insgesamt viermal für einen „Oscar“ nominiert – für eine seiner Filmrollen erhält den renommierten Preis jedoch nie. 1938 wird er mit einem Kinder-„Oscar“ ausgezeichnet und 1983 erhält er den Ehren-„Oscar“ für sein Lebenswerk. Mickey Rooney hat vier Sterne auf dem „Hollywood Walk Of Fame“.

Mickey Rooney ist insgesamt achtmal verheiratet – unter anderem mit Ava Gardner – und ist Vater von neun Kindern. Von 1978 bis 2011 ist er mit Jan Chamberlin liiert. Zu seinen vielen Ehen sagt er: „Always get married early in the morning. That way, if it doesn’t work out, you haven’t wasted a whole day.”

Mickey Rooney stirbt am 6. April 2014 im Alter von dreiundneunzig Jahren in Los Angeles.

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