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In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts ist sie in zahlreichen Rollen zu sehen – als exotische Verführerin, als Vamp, Sirene und Salonlöwin, aber auch immer wieder als elegante und patente Ehefrau – Myrna Loy wirkt in über hundert Kinoproduktionen mit und zählt in jener Zeit zu den populärsten und gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods

Myrna Loy wird am 2. August 1905 als Catharina Myrna Adele Williams in Radersburg im US-Bundesstaat Montana geboren – sie ist die Tochter eines Politikers und einer Pianistin. Mit dreizehn Jahren verliert sie ihren Vater und zieht mit ihrer Mutter nach Los Angeles, wo sie die Westlake School besucht und Ballett-Unterricht erhält. Bereits mit fünfzehn Jahren tritt Myrna Loy auf New Yorker Theaterbühnen auf, wo sie schließlich entdeckt wird.

1923 gibt Myrna Loy im Stummfilm „Die zehn Gebote“ („The Ten Commandments“) ihr Filmdebüt – danach folgen Auftritte in „Pretty Ladies“ (1925), „Arrowsmith“ (1931), „The Animal Kingdom“ (1932) mit Leslie Howard, „Thirteen Women“ (1932), „The Mask Of Fu-Manchu“ („Die Maske des Fu-Manchu“, 1932) neben Boris Karloff, „Love Me Tonight“ („Schönste, liebe mich“, 1932) mit Maurice Chevalier, „The Prizefighter And The Lady“ („Der Boxer und die Lady“, 1933) und „Manhattan Melodrama“ („Mord in Manhattan“, 1934) neben Clark Gable.

Durch ihre Rolle in der Krimikomödie „The Thin Man“ („Der dünne Man“) avanciert Myrna Loy 1934 an der Seite von William Powell zum internationalen Star – in den fünf Fortsetzungen „After The Thin Man“ („Nach dem dünnen Mann“, 1936), „Return Of The Thin Man“ („Noch ein dünner Mann“, 1939), „Shadow Of The Thin Man“ („Der Schatten des dünnen Mannes“, 1941), „The Thin Man Goes Home“ („Der Dünne Mann kehrt heim“, 1944) und „Song Of The Thin Man“ („Das Lied vom dünnen Mann“, 1946) spielt sie ebenfalls die weibliche Hauptrolle.

In den folgenden Jahren übernimmt Myrna Loy Rollen in diversen Filmproduktionen – darunter „The Great Ziegfeld“ („Der große Ziegfeld“, 1936) neben Luise Rainer, „Libeled Lady“ („Lustige Sünder“, 1936) mit Jean Harlow, „Wife vs. Secretary“ („Seine Sekretärin“, 1936) an der Seite von Clark Gable, Jean Harlow und James Stewart, „Test Pilot“ („Der Testpilot“, 1938) neben Clark Gable und Spencer Tracy, „The Rains Came“ („Nacht über Indien“, 1939) mit Tyrone Power, „The Best Years Of Our Lives“ („Die besten Jahre unseres Lebens“, 1946), „Mr. Blandings Builds His Dream House“ („Nur meiner Frau zuliebe“, 1948) mit Cary Grant und Lex Barker und „The Red Pony“ („Gabilan, mein bester Freund“, 1949) neben Robert Mitchum.

In den fünfziger und sechziger Jahren sieht man Myrna Loy überwiegend in TV-Produktionen, nur noch sporadisch steht sie vor der Filmkamera – so unter anderem in „The Ambassador’s Daughter“ („Die Große und die kleine Welt“, 1956) neben Olivia de Havilland und John Forsythe, in „Lonelyhearts“ („Das Leben ist Lüge“, 1958) mit Montgomery Clift, in „Midnight Lace“ („Mitternachtsspitzen“, 1968) neben Doris Day und Rex Harrison, in „The April Fools“ („Ein Frosch in Manhattan“, 1969) an der Seite von Catherine Deneuve, Jack Lemmon und Charles Boyer und in „Airport 1975“ („Giganten am Himmel“, 1974) neben Charlton Heston und Gloria Swanson. Ihren letzten Filmauftrritt hat Myrna Loy 1980 in „Just Tell Me What You Want“ („Sag‘ mir, was du willst!“).

Myrna Loy engagiert sich jahrelang als UNO- und UNESCO-Bevollmächtigte und in den fünfziger und sechziger Jahren beteiligt sie sich an Wahlkampagnen für diverse liberale Politiker.

Myrna Loy ist viermal verheiratet – von 1936 bis 1942 mit dem Filmproduzenten Arthur Hornblow, danach bis 1944 mit John Hertz Jr., von 1946 bis 1950 mit dem Drehbuchautoren Gene Markey und von 1951 bis 1960 mit Howland H. Sargeant.

1973 debütiert Myrna Loy am New Yorker Broadway im Stück „The Women“. 1983 erhält sie den „Career Achievement Award“ der „Los Angeles Film Critics Association“. 1987 erscheint ihre Autobiographie „Myrna Loy: Being And Becoming“. Die Schauspielerin, die in ihrer langen Karriere kein einziges Mal für einen „Oscar“ nominiert wird, erhält die begehrte Filmtrophäe schließlich 1991 als Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.

Myrna Loy stirbt am 14. Dezember 1993 im Alter von achtundachtzig Jahren in New York an den Folgen einer Operation – sie wird eingeäschert und auf dem Forestvale Cemetery in Helena im US-Bundesstaat Montana beigesetzt.

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