Famous People » Musiker, Sänger » Neil Diamond

Er ist einer der größten Songwriter des vergangenen Jahrhunderts – seine Hits wie „September Morn“, „Cherry, Cherry“ und „Song Sung Blue“ haben längst ihren Platz in den Geschichtsbüchern der Popmusik gefunden. Während seiner über vier Dekaden anhaltenden Karriere komponiert Neil Diamond für zahlreiche berühmte Kollegen Weltklassiker, landet etliche Chart-Hits und gibt rund um den Globus umjubelte Konzerte

Neil Leslie Diamond kommt als Noah Kaminsky am 24. Januar 1941 im New Yorker Stadtteil Brooklyn zur Welt, wo er in einer jüdisch-polnisch-russischen Familie aufwächst und die Schule besucht – eine seiner Mitschülerinnen ist Barbra Streisand, mit welcher er im Schulchor singt. Nach der Schule arbeitet er im Laden seines Vaters – im Alter von sechzehn Jahren lernt er Gitarre spielen. 1964 eröffnet Neil Diamond ein kleines Büro am New Yorker Broadway und beginnt seine Kompositionen erfolgreich zu vermarkten – 1966 verbuchen die „Monkees“ mit „I’m A Believer“ und „A Little Bit Of Me, A Little Bit Of You“ zwei große Charterfolge. Im Laufe der Zeit zählen Roy Orbison, Elvis Presley, Frank Sinatra, Shirley Bassey, Harry Belafonte, Engelbert Humperdinck, Julio Iglesias, Tom Jones, Daliah Lavi, Tina Turner, Johnny Cash, Cliff Richard und Lulu zu den Interpreten seiner Songs.

1966 singt Neil Diamond zum ersten Mal einen seiner Hits und kann mit „Solitary Man“ einen veritablen Erfolg verbuchen, danach folgen Stücke wie „Cherry Cherry“, „Cracklin’ Rosie“, „Girl, You’ll Be A Woman Soon“, „I Am… I Said“ und „Song Sung Blue“. 1976 erscheint sein erfolgreichstes Album „Beautiful Noise“, das Hits wie den beschwingten Titeltrack und die einfühlsame Ballade „If You Now What I Mean“ abwirft. Das Duett mit Barbra Streisand „You Don’t Bring Me Flowers“ wird 1978 ein weiterer Nr-1-Hit.

Auch als Schauspieler ist Neil Diamond hin und wieder zu sehen – so neben Laurence Olivier in „The Jazz Singer“ (1980) oder in „Saving Silverman“ („Zickenterror – Der Teufel ist eine Frau“, 2000). Der Sänger zeigt sich ebenso für zahlreiche Filmmusiken verantwortlich – so komponiert er Stücke für Filme wie „Jonathan Livingston Seagull“ („Die Möwe Jonathan“, 1973), in zahlreichen Hollywood-Streifen – wie „Pulp Fiction“ (1993), „Beautiful Girls“ (1996) und „Donnie Brasco“ (1997) – sind seine Songs zu hören.

Aus der Zusammenarbeit mit dem befreundetet französischen Sänger Gilbert Bécaud entsteht der Song „September Morn“, den der Franzose auch auf deutsch unter dem Titel „Zwei weiße Wolken“ interpretiert. Zu Beginn der achtziger Jahre wird es ruhiger um Neil Diamond, zwar gibt er für seine zahlreichen Fans nach wie vor ausverkaufte Konzerte – unter anderem feiert er in Las Vegas große Triumphe – aber in den internationalen Charts ist der Sänger nicht mehr zu finden.

1996 nimmt Neil Diamond das erfolgreiche Country-Album „Tennessee Moon“ auf und 2000 erhält er in New York den „Lifetime Achievement Award“ von der „Songwriters Hall Of Fame“. 2005 erscheint das Album „Twelve Songs“, 2009 „Home Before Dark“ und im selben Jahr veröffentlicht der Sänger „A Cherry Cherry Christmas“. 2010 erscheint das Album „Dreams“.

1961 heiratet Neil Diamond seine erste Frau Jay Posner – aus der Ehe gehen die Mädchen Marjorie und Elyn hervor. 1968 ehelicht der Sänger Marcia Murphy – mit ihr hat er zwei Söhne – die Ehe hält bis 1996. Seit 1996 ist er mit der Australierin Rachel Farley liiert.

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