Famous People » Musiker, Sänger » Paul Simon

Er gilt weltweit als einer der erfolgreichsten Song-Autoren und feiert als Teil des Duos „Simon & Garfunkel“ mit Klassikern wie „The Boxer“ und „The Sound Of Silence“ enorme Erfolge. Paul Simon mischt in seinen Songs gekonnt Jazz, Reggae, Salsa, Blues und Gospel und gehört seit knapp fünf Dekaden zu den angesehensten amerikanischen Musikern

Paul Frederic Simon wird am 13. Oktober 1941 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren und wächst zusammen mit seinem jüngeren Bruder Eddie im New Yorker Stadtteil Queens auf. Seine Eltern – der Rundfunkmusiker Louis Simon und die Musiklehrerin Jackie Gleason – stammen von ungarischen Juden ab. Mit zwölf Jahren schenken ihm seine Eltern eine Akustikgitarre, mit dreizehn Jahren schreibt er seinen ersten Song „The Girl For Me“.

1953 lernt Paul Simon Art Garfunkel kennen, mit dem er das Duo „Tom & Jerry“ bildet, das sich später in „Simon & Garfunkel“ umbenennt. Nach ersten kleineren Hits wie „Hey“ und „Schoolgirl“ gelingt dem Duo 1965 mit dem Lied „The Sound Of Silence“ der kommerzielle Durchbruch. Im Zuge der aufkommenden Folk-Welle feiern „Simon & Garfunkel“ bis zur Trennung 1970 mit Songs wie „Bridge Over Troubled Water“, „A Hazy Shade Of Winter“, „The Boxer“, „Cecilia“, „Mrs. Robinson“, „Scarborough Fair“ und „El Condor Pasa“ große Erfolge und gelten mit ihren melancholischen und sanften Liedern als erfolgreichstes Popduo der Zeit.

Nach der Trennung von „Simon & Garfunkel“ gelingt es Paul Simon, eine erfolgreiche Solokarriere einzuschlagen – 1972 veröffentlicht er das Album „Paul Simon“, aus dem unter anderem die Songs „Mother And Child Reunion“ und „Me and Julio Down By the Schoolyard“ ausgekoppelt werden. Auch die Alben „There Goes Rhymin’ Simon“ (1973) und „Still Crazy After All These Years“ (1975) mit den Singles „Loves Me Like Rock“, „Fifty Ways To Leave Your Lover“ und „Slip Slidin’ Away“ sind sehr erfolgreich.

1977 übernimmt Paul Simon eine kleinere Rolle in Woody Allens Film „Annie Hall“ und 1980 spielt er in „One Trick Pony“ die Hauptrolle – der Song „Late In The Evening“ vom Soundtrack des nur wenig beachteten Films wird 1980 zum erfolgreichsten Hit des Sängers in Deutschland.

1981 kommt es zu einer ersten Reunion von „Simon & Garfunkel“ – beide Musiker geben in New York das berühmte „Concert In Central Park“, die Einnahmen daraus werden für die Sanierung der weltberühmten Parkanlage zur Verfügung gestellt.

1986 veröffentlicht Paul Simon das Album „Graceland“ mit den Single-Hits „You Can Call Me Al“ und „Graceland“ – für das Album, das in Südafrika entsteht, erhält Paul Simon seinen elften „Grammy“. 1990 bringt er das Album „The Rhythm Of The Saints“ heraus, das sich allein in den USA über zwei Millionen Mal verkauft – danach folgen „Songs From The Capeman“ (1997), „You’re The One“ (2000), „Surprise“ (2006) sowie „So Beautiful Or So What“ (2011), auf dem Paul Simon zu traditionellen Rhythmen zurückkehrt.

1997 feiert Paul Simons Musical „The Capeman“ am New Yorker Broadway seine Uraufführung – aufgrund mangelnder Nachfrage wird es bereits nach wenigen Wochen eingestellt.

2001 wird Paul Simon in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ aufgenommen und 2003 wird er sowohl für einen „Oscar“ als auch für einen „Golden Globe“ für den Song „Father And Daughter“ nominiert. Insgesamt erhält Paul Simon zwölf „Grammys“ – davon dreimal für das Album des Jahres sowie dreimal für die Single des Jahres, auch erhält er zwei „BRIT Awards“.

2003 kommt es zu einer zweiten Reunion von „Simon & Garfunkel“ – ein knappes Jahr lang tourt das legendäre Duo durch Europa und die USA.

2006 wird Paul Simon vom amerikanischen Time-Magazine zu einer der wichtigsten hundert lebenden Persönlichkeiten der Welt gewählt. 2007 wird ihm vom „Library Of Congress“ der „Gershwin-Preis“ und 2012 der renommierte „Polar Music Prize“ verliehen.

Paul Simon bezieht immer wieder Stellung zu politischen Themen – in den achtziger Jahren protestiert er gegen das südafrikanische Apartheid-Regime und spendet einen Großteil der Einnahmen seines Albums „Graceland“ Anti-Apartheid-Organisationen. Er ist Mitglied der „Demokratischen Partei der Vereinigten Staaten“, die er auf verschiedenen Wahlkampfveranstaltungen demokratischer Politiker musikalisch unterstützt.

2011 rührt Paul Simon am 11. September – dem Jahrestag der New Yorker Terroranschläge – Tausende zu Tränen, als er am Ground Zero eine ergreifende Version von „The Sound Of Silence“ spielt.

Paul Simon ist dreimal verheiratet – von 1969 bis 1975 mit seiner ersten Ehefrau Peggy Harper, mit der er Sohn Harper Simon hat. Von 1983 bis 1984 ist er mit Carrie Fisher verheiratet und seit 1992 mit Edie Brickell – zusammen haben sie drei Kinder.

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