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Als Frontmann der britischen Band „Genesis“ wird er berühmt, danach feiert er mit Hits wie „Games Without Frontiers“, „Don’t Give Up“ und „Sledgehammer“ diverse Soloerfolge – mit seiner Mischung aus Pop, Rock und Weltmusik gehört Peter Gabriel jahrelang zu den innovativsten Musikern der Popwelt

Peter Brian Gabriel wird am 13. Februar 1950 im englischen Chobham/Surrey geboren. Er ist der Sohn eines Elektro-Ingenieurs und einer Musikertochter – aufgrund dieser Familienbegabung für Musik erhält er schon früh Klarinetten-Unterricht und wird mit Ernsthaftigkeit auf eine Musiker-Karriere vorbereitet. Schon im Alter von elf Jahren beginnt er, erste Songs zu schreiben – Inspiration findet er bei Nina Simone und Otis Redding. 1966 gründet er an seiner Schule mit Tony Banks, Michael Rutherford und Anthony Phillips eine Band namens „The Garden Wall“, aus der später – nachdem noch Drummer Phil Collins hinzustößt – „Genesis“ hervorgeht. Der Name der Band ist ein Vorschlag von Jonathan King, der das erste Album „From Genesis To Revelation“ produziert.

Mit Peter Gabriels durch zahlreiche bizarre Kostümierungen ungewöhnlicher Bühnenpräsenz erregen „Genesis“ großes Aufsehen in der internationalen Musikszene. Die Gruppe wird von Album zu Album erfolgreicher und nähert sich zum Leidwesen von Peter Gabriel mehr und mehr dem Mainstream an. Unglückliche Ereignisse in dessen Privatleben sowie zunehmende Unzufriedenheit mit der musikalischen Entwicklung von „Genesis“ veranlassen Peter Gabriel schließlich 1975, die Band zu verlassen, um künftig als Solokünstler zu arbeiten. Die Trennung von der Band verarbeitet er zwei Jahre später in dem Song „Solsbury Hill“.

Nach seinem Ausstieg bei „Genesis“ startet Peter Gabriel eine erfolgreiche Solokarriere mit dem Schwerpunkt auf der Produktion und Förderung von Weltmusik, auch nimmt er eine Vorreiterrolle im Bereich der digital bearbeiteten Musik ein. 1977 erscheint sein „Peter Gabriel“ betiteltes Solo-Debütalbum mit seinem ersten Hit „Solsbury Hill“. Danach folgen einige nur mäßig beachtete Alben – Peter Gabriel gibt ihnen keine Namen, was später häufig zu Verwechslungen führt. Er bietet seiner Plattenfirma an, seine Alben in verschiedenen Sprachen aufzunehmen – sein drittes Album wird für die deutsche Version komplett neu aufgenommen. Mit dem Titel „Games Without Frontiers“ hat Peter Gabriel dann 1980 einen weiteren Hit.

1986 feiert Peter Gabriel mit seinem sechsten Studioalbum „So“ den größten Erfolg seiner Karriere – Titel daraus wie „Sledgehammer“ und das Duett mit Kate Bush „Don’t Give Up“ halten sich wochenlang auf den obersten Plätzen der internationalen Charts. Das Video zu „Sledgehammer“ mit seinen Animationen und Spezialeffekten setzt neue Standards in der Musikindustrie und wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Das Nachfolgealbum „Up“ kann nicht mehr an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen, dennoch geht Peter Gabriel mit einer weiteren ausgefeilten Bühnenshow auf Welttournee. Danach veröffentlicht der Sänger noch einige weitere Alben wie „OVO“ (2000), „Up“ (2002) und „Scratch My Back“ (2010). Für den Animations-Film „Wall-E“ (2008) komponiert er den „Song Down To Earth“, wofür er mit einem „Grammy“ sowie einer „Oscar“-Nominierung“ geehrt wird.

Seit 2004 gibt es regelmäßig Gerüchte über eine „Genesis“-Reunion in Originalbesetzung – aus Zeitgründen lehnt Peter Gabriel jedoch ab und „Genesis“ entscheiden sich, ohne ihn auf Tour zu gehen. Eine Reunion mit Peter Gabriel wird für die Zukunft jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen.

2006 wirkt Peter Gabriel bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Turin mit – nach Ankündigung durch Yoko Ono singt er John Lennons Song „Imagine“.

Peter Gabriel tritt vehement für die Erhaltung und Verbreitung der Menschenrechte ein und unterstützt Amnesty International auf zahlreichen Benefizkonzerten. Auch ist er Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation „Witness“, die zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen weltweit Aktivisten mit Kameras ausrüstet, so dass Filme und Fotos als Beweismittel vor Gericht verwendet werden können.

Peter Gabriel hat die Töchter Melanie und Anna aus seiner ersten Ehe mit Jill Gabriel. Aus der zweiten Ehe mit Meabh Flynn gehen die Söhne Isaac Ralph und Luc hervor.

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