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Er ist begnadeter Schlagzeuger, Leadsänger der britischen Band „Genesis“ und einer der erfolgreichsten Popmusiker des vergangenen Jahrhunderts – mit eingängigen Hits wie „In The Air Tonight“, „Two Hearts“ und „Another Day In Paradise“ erobert Phil Collins in den achtziger und neunziger Jahren die internationalen Charts

Philip David Charles Collins wird am 30. Januar 1951 im Londoner Stadtteil Chiswick geboren – mit fünf Jahren erhält er ein Spielzeug-Schlagzeug als Weihnachtsgeschenk. Im Alter von vierzehn Jahren besucht er eine Schauspielschule und erhält danach im Londoner Westend im Musical „Oliver!“ seine erste Hauptrolle – im „Beatles“-Film „A Hard Day’s Night“ ist er in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

Trotz des vielversprechenden Anfangs einer Schauspielkarriere konzentriert sich Phil Collins auf die Musik. Nach einigen nicht besonders erfolgreichen Mitwirkungen in mehreren Bands beantwortet er Ende der siebziger Jahre eine Annonce im britischen Musikmagazin Melody Maker – die Rockband „Genesis“ sucht einen neuen Schlagzeuger. Phil Collins wird eingeladen, spielt vor und erhält den Zuschlag. Wenig später verlässt Peter Gabriel die Formation und Phil Collins übernimmt die Rolle des Sängers – mit den Alben „Duke“ (1980), „Abacab“ (1981), „Genesis“ (1983) und „Invisible Touch“ (1986) sowie den Chart-Hits „Abacab“, „Mama“, „Invisible Touch“ und „Land Of Confusion“ avanciert die Gruppe zu einer der erfolgreichsten Bands der achtziger Jahre.

1981 feiert Phil Collins mit dem Album „Face Value“ und dem Hit „In The Air Tonight“ sein überaus erfolgreiches Solo-Debüt – „In The Air Tonight“ wird zu einem Welthit und hält sich mehrere Wochen in den Top 10. 1983 singt Phil Collins auf dem Nachfolgealbum „Hello, I Must Be Going“ den „Supremes“-Klassiker „You Can’t Hurry Love“, 1984 erscheint der Film-Song „Against All The Odds“ und 1985 veröffentlicht er sein erfolgreichstes Album „No Jacket Required“ mit den Hits „Sussudio“ und „One More Night“.

Seinen letzten großen kommerziellen Erfolg hat Phil Collin 1989 mit dem Album „…But Seriously“ und dem Titel „Another Day In Paradise“, der sich zum Ausgang der achtziger Jahre wochenlang auf den ersten Plätzen der internationalen Charts hält.

1991 erscheint mit „We Can’t Dance“ (1991) das letzte Studioalbum von Genesis – 1996 gibt Phil Collins seinen Abschied von der Band bekannt, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren und um mehr Zeit für sein Privatleben zu haben.

Die in den folgenden Jahren veröffentlichten Alben von Phil Collins – wie „Both Sides“ (1993), „Dance Into The Light“ (1996), „Testify“ (2002) und „Going Back“ (2010) – können nicht mehr an frühere Erfolge des Sängers anknüpfen, auch die ausgekoppelten Singles schaffen es nicht mehr auf die vorderen Plätze der Hitparaden. Der gefällige Mainstream-Sound von Phil Collins wird von Musikkritikern und Publikum zunehmend als lästige Supermarkt-Beschallung wahrgenommen.

Phil Collins ist nebenher auch für andere Künstler als Musikproduzent tätig – unter anderem übernimmt er 1981 die Produktion des Albums „Something’s Going On“ von „Abba“-Sängerin Anni-Frid Lyngstad, auch produziert er das Soloalbum „Chinese Wall“ des ehemaligen „Earth, Wind & Fire“-Sängers Philip Bailey – das im Duett gesungene „Easy Lover“ führt 1985 wochenlang die britischen Charts an.

1984 beteiligt sich Phil Collins an Bob Geldofs „Band-Aid-Projekt“ und spielt auf dem Charity-Klassiker „Do They Know It’s Christmas?“ das Schlagzeug. Auch für Adam Ant, Tina Turner, Howard Jones, Robert Plant und die britische Popgruppe „Tears For Fears“ ist Phil Collins tätig. Auf den Studioalben von Phil Collins wirken diverse Musikerkollegen mit – unter anderem Eric Clapton, Sting, Peter Gabriel, David Crosby, Pino Palladino, Steve Winwood, Dominic Miller, Greg Phillinganes und Babyface.

1989 erhält Phil Collins für den Titel „Two Hearts“ aus dem britischen Spielfilm „Buster“ – in dem Phil Collins erstmals eine Hauptrolle übernimmt – eine „Oscar“-Nominierung. Ende der neunziger Jahre zeigt sich Phil Collins verantwortlich für den Soundtrack der Disney-Filme „Bear Brothers“ („Bärenbrüder“) und „Tarzan“. Für „You’ll Be In My Heart“ aus dem „Tarzan“-Soundtrack wird er mit einem „Oscar“, einem „Grammy“ und einem „Golden Globe“ ausgezeichnet.

2006 kommt es zur Reunion von „Genesis“ – vor vierzigtausend Zuschauern gibt die Band in Helsinki ihr erstes Konzert seit fünfzehn Jahren.

2011 zieht sich Phil Collins ins Privatleben zurück – 2015 kündigt er ein Comeback an.

Von 1975 bis 1980 ist Phil Collins mit Andrea Bertorelli verheiratet – aus der Ehe geht Sohn Simon hervor. Mit seiner zweiten Ehefrau Jill Tavelman ist er von 1984 bis 1996 verheiratet – gemeinsam haben sie Tochter Lily. Von 1999 bis 2008 ist Phil Collins mit Orianne Cevey verheiratet – sie haben zwei Söhne. Seit 2008 ist Collins mit der New Yorker Nachrichtensprecherin Dana Tyler liiert – beide leben in der Schweiz.

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