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Sie gehört zur neuen Generation weiblicher und unangepasster Rockstars und ist eine der erfolgreichsten Popkünstlerinnen überhaupt – Pink sorgt mit „Lady Marmelade“ und „Get The Party Startet“ für zwei Party-Klassiker und verkauft in ihrer Karriere bislang mehr als vierzig Millionen Alben

Pink wird am 8. September 1979 in Doylestown im US-Bundestaat Pennsylvania als Alecia Beth Moore geboren – sie ist die Tochter der Krankenschwester Judith Moore und des Versicherungsagenten Jim Moore und hat irische, jüdische, deutsche und litauische Vorfahren. Zusammen mit einem älteren Bruder wächst sie in der Kleinstadt Doylestown auf und besucht dort die Schule – ihren High-School-Abschluss holt sie später nach.

Früh hat Pink den Wunsch, Musikerin zu werden – wegen ihres Asthmas bekommt sie Gesangs- und Tanzunterricht, auch singt sie im örtlichen Gospelchor und spielt Gitarre. Als sie sieben Jahre alt ist, lassen sich ihre Eltern scheiden und sie wächst bei ihrer Mutter auf – den Verlust ihres Vaters verkraftet sie lange nicht, sie nimmt Drogen, trinkt Alkohol und wird durch ihre Mutter in therapeutische Behandlung gegeben.

Mit sechzehn Jahren verlässt Pink das Elternhaus und schlägt sich mit diversen Jobs durch – unter anderem in einer Imbisskette und in Musikclubs als Tänzerin und Background-Sängerin. Von nun an nennt sie sich nur noch Pink – angelehnt an die Figur „Mr. Pink“ aus dem Film „Reservoir Dogs“. Sie geht nach Atlanta, wo sie mit zwei Freundinnen die R’n’B-Band „Choice“ gründet – nach dem Ende der Band veröffentlicht sie Ende der neunziger Jahre mit „Gonna Make Ya Move (Don’t Stop)“ ihre erste nur wenig beachtete Solo-Single.

2000 erscheint Pinks Debütalbum „Can’t Take Me Home“, dass mit den Singles „There You Go, Most Girls“ und „You Make Me Sick“ vor allem im angelsächsischen Raum erfolgreich ist. Größere Bekanntheit erlangt sie dann durch die Tournee der Boygroup „*NSYNC“, wo sie als Vorgruppe auftritt.

Ihren Durchbruch feiert Pink 2001, als sie zusammen mit Christina Aguilera, Mýa und Lil’ Kim den Klassiker „Lady Marmalade“ neu einspielt – die Coverversion ist Teil des Soundtracks zum Hollywood-Erfolg „Moulin Rouge“ und erklimmt weltweit die Top-Positionen der Charts. Für den Song und das dazugehörige Musikvideo wird Pink zusammen mit ihren Kolleginnen bei den „VMAs“ und der „Grammy“-Verleihung mit zwei großen Musikpreisen geehrt.

2001 veröffentlicht Pink in Zusammenarbeit mit der Musikproduzentin Linda Perry ihr zweites Album „M!ssundaztood“ – der Party-Klassiker „Get The Party Started“ daraus avanciert zu ihrem bislang größten Hit und wird später unter anderem von Shirley Bassey gecovert. Das Album verkauft sich mehr als zwölf Millionen Mal, wird mit Gold und Platin ausgezeichnet und katapultiert Pink endgültig in den Olymp der weiblichen Popstars.

2003 erscheint Pinks Album „Try This“ mit dem Tophit „Trouble“ und 2006 das sehr erfolgreiche „I’m Not Dead“ mit den Singles „Stupid Girls“, auf dem sie sich unter anderem gegen die Politik des damaligen US-Präsidenten George W. Bush positioniert und sich damit in ihrer Heimat nicht nur Freunde macht.

In den folgenden Jahren absolviert Pink mehrere ausverkaufte Welttourneen, sie tritt im Vorprogramm von Justin Timberlake auf und veröffentlicht 2008 mit „Funhouse“ ihr fünftes Studioalbum, das nicht mehr an frühere Erfolg anknüpfen kann.

Mit dem Beginn der Zehnerjahre wird es ruhiger um Pink – 2010 veröffentlicht sie ein erstes Greatest-Hits-Album und 2012 erscheint „The Truth About Love“, die Single „Just Give Me A Reason“ daraus ist auch in Deutschland sehr erfolgreich.

Pink ist bekannt für ihre expliziten und freizügigen Songtexte, in denen sie sich unter anderem mit Drogen und weiblicher Selbstbestimmung auseinandersetzt. Sie textet Songs für Kolleginnen wie Cher und ist hin und wieder auch als Schauspielerin zu sehen – so im Willy-Bogner-Film „Ski To The Max“ (2001), in „Rollerball“ (2003), in „Charlie’s Angels: Full Throttle“ („Drei Engel für Charlie – Volle Power“, 2003) an der Seite von Cameron Diaz und Drew Barrymore und in „Thanks For Sharing“ (2012) neben Gwyneth Paltrow.

Seit 2001 ist Pink mit einigen Unterbrechungen mit dem Motocross-Fahrer Carey Hart zusammen, 2006 folgt die Hochzeit – zusammen haben sie eine Tochter.

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