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Er gehört zu den großen Popikonen der achtziger Jahre und zu den innovativsten Musikern des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts – in seiner eindrucksvollen Karriere verkauft Prince mehr als hundert Millionen Platten, er verhilft diversen Kollegen zu Weltkarrieren und komponiert unzählige Popklassiker

Prince Rogers Nelson wird am 7. Juni 1958 in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota geboren. Er ist das Kind des italienischstämmigen Hobby-Pianisten John L. Nelson und der Jazzsängerin Mattie Shaw und wächst in Minneapolis mit mehreren Halbgeschwistern auf. Nach der Scheidung der Eltern 1968 zieht er erst zu seinem Vater, danach zu einer Tante und 1973 wird er von Bernadette Anderson aufgenommen, der Mutter eines Schulfreundes.

Schon in jungen Jahren begeistert sich Prince für Musik, bereits als Zwölfjähriger spielt er in Highschool-Bands und bringt sich als Autodidakt diverse Instrumente bei – 1976 macht er in Minneapolis seinen High-School-Abschluss und 1978 erhält er seinen ersten Plattenvertrag.

1978 veröffentlicht Prince das nur wenig beachtete Debütalbum „For You“, sein zweites Album „Prince“ ist wesentlich erfolgreicher. Mit seinem dritten Album „Dirty Mind“ verabschiedet er sich vom Funk-Image und ändert sein Erscheinungsbild – in androgyn-exzentrischer Aufmachung trifft er den Nerv der damaligen Zeit.

1982 veröffentlicht Prince das Album „1999“ – der gleichnamige Song daraus entwickelt sich zum zeitlosen Hit. Zwei Jahre später gelingt ihm dann mit „Purple Rain“ der internationale Durchbruch und gleichzeitig der größte Erfolg seiner Karriere – das Album zum gleichnamigen Film mit den Hits „Purple Rain“, „Let’s Go Crazy“ und „When Doves Cry“ katapultiert ihn über Nacht in den Pop-Olymp. 1984 wird ihm für „Purple Rain“ ein „Oscar“ verliehen – das Album wird heute von Musikkritikern zu den besten Platten der Popgeschichte gezählt.

1985 veröffentlicht Prince das Album „Around The World In A Day“ mit der Single „Raspberry Beret“, 1986 „Pop Life“ und als Soundtrack für den Film „Under The Cherry Moon“ das Album „Parade“ mit den Hits „Mountains“ und „Kiss“. Das 1987 erscheinende Album „Sign O’ The Times“ wird besonders von Kritikern hochgelobt.

1989 hat Prince mit dem Song „Batman“ aus dem gleichnamigen Film einen Welthit und 1991 feiert er mit dem Album „Diamonds & Pearls“ vor allem in Europa Erfolge. Danach kommt es zu Differenzen zwischen ihm und seiner Plattenfirma, er legt seinen Künstlernamen ab und nennt sich für einige Jahre „The Artist Formerly Known As Prince“ („Der früher als Prince bekannte Künstler“) – damit protestiert er für das Recht an seinem geistigen Eigentum. Unter dem Namen „Symbol“ hat er 1993 mit „The Most Beautiful Girl In The World“ einen weiteren Hit.

1999 ist Prince mit „The Greatest Romance Ever Sold“ ein letztes Mal in den offiziellen Charts vertreten – mit der Beendigung seines Vertrages bei Warner Bros. nennt er sich seit 2000 wieder Prince. Auch wenn seine große Zeit vorbei ist verkaufen sich seine weiteren Alben „The Rainbow Children“, „Xpectation“, „One Nite Alone…“, „Musicology“, „3121“, „Planet Earth“, „Lotusflow3“, „20Ten“, „PlectrumElectrum“ und „Art Official Age“ dank seiner großen Fangemeinde weiterhin gut – 2015 erscheinen mit „Hitnrun Phase One“ und „Hitnrun Phase Two“ seine beiden letzten Alben.

Prince gilt neben Jimi Hendrix – mit dem er oft verglichen wird – als größter schwarzer Rockstar aller Zeiten, sein stilistischer Einfluss auf andere Musiker ist unverkennbar. Er hilft zahlreichen Kollegen bei ihrer Karriere und schreibt teilweise unter Pseudonym zahlreiche Weltklassiker – von ihm stammen unter anderem „I Feel For You“ (1984) von Chaka Khan, „Nothing Compares To You“ (1990) von Sinéad O’Connor, „A Love Bizarre“ (1986) von Sheila E, „Love They Will Be Done“ (1989) von Martika, „Manic Monday“ (1986) von „The Bangles“ und „Stand Back“ (1983) von Stevie Nicks.

Prince gilt als meist gecoverter Musiker seiner Generation – Tina Turner und Tom Jones singen seine Songs und er spielt unter anderem mit Beyoncé Knowles, Madonna und Sheena Easton Duette ein.

Prince schirmt sein Privatleben rigoros ab, 1996 heiratet er die Tänzerin Mayte Jannell Garcia – aus der Ehe stammt ein Sohn, der noch im Babyalter stirbt. Die Ehe wird 1998 annuliert. Danach ist er bis 2006 mit der Kanadierin Manuela Testolini verheiratet und seit 2007 mit der Tänzerin und Sängerin Bria Valente liiert.

2003 wird Prince in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ aufgenommen und 2010 wird er vom US-Magazin Time zu den hundert einflussreichsten Personen der Welt gewählt – im selben Jahr wird er mit einem „BET Award“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Prince stirbt am 21. April 2016 mit siebenundfünfzig Jahren in seinem Haus in Minneapolis an den Folgen einer schweren Grippe-Erkrankung.

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