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Als Mitglied des legendären Poptrios „The Bee Gees“ feiert Robin Gibb mit Titeln wie „Night Fever“, „You Win Again“ und „How Deep Is Your Love“ Welterfolge und in den achtziger Jahren landet der Brite mit der charakteristischen Falsett-Stimme mit „Juliet“ in Europa einen Millionen-Seller

Robin Hugh Gibb wird am 22. Dezember 1949 in Douglas auf der britischen Isle Of Man als drittes Kind von Barbara Gibb und Hugh Gibb – einer Sängerin und einem Schlagzeuger – geboren. Mit seinem 2003 verstorbenen Zwillingsbruder Maurice, seiner großen Schwester Lesley, seinem älteren Bruder Barry und seinem jüngeren 1988 verstorbenen Bruder Andy wächst er in Manchester auf. 1958 wandert die Familie ins australische Brisbane aus, wo Robin Gibb mit seinen Brüdern an einer Rennstrecke in den Pausen der Rennen singt und von einem bekannten australischen DJ entdeckt wird. Die Brüder nehmen ein Demotape auf, nennen sich „The Bee Gees“ und avancieren in ihrer australischen Wahlheimat schnell zu Teenager-Stars.

1960 erhalten die „Bee Gees“ im australischen Fernsehen eine eigene Show, 1963 wird Barry Gibb als „Bester Songwriter“ ausgezeichnet und 1966 begibt sich die Gruppe zurück nach Großbritannien, um dort ihre Karriere richtig zu starten. Die „Bee Gees“ haben diverse Hits wie „New York Mining Disaster“, „To Love Somebody“, „I.O.I.O.“, „Massachusetts“ und „Words“ und werden in jenen Tagen – mit ihrem Image von „wohlerzogenen“ Musikern fernab von Drogen – als größte Konkurrenz der „Beatles“ gehandelt. Zunächst noch hochgelobt, fallen die „Bee Gees“, je kommerziell erfolgreicher sie werden, bei den Kritikern zunehmend in Ungnade – ihre Texte werden als banal bezeichnet und die mit großem Orchester und Chor arrangierten Songs als kitschig kritisiert.

Nach Streitereien zum Ende der sechziger Jahre entschließen sich die Brüder, Solokarrieren zu starten. 1969 hat Robin Gibb mit „Saved By The Bell“ einen weltweiten Hit, auch das Soloalbum „Robins Reign“ (1970) ist erfolgreich. Nach fünfzehnmonatiger Trennung finden die Brüder wieder zusammen und feiern ab Mitte der siebziger Jahren besonders in den USA zahlreiche Erfolge. Die erfolgreichsten Hits aus dieser Zeit sind „How Deep Is Your Love“, „Night Fever“, „Jive Talkin’“, „Nights On Broadway“, „You Should Be Dancing“, „Stayin‘ Alive“, „Tragedy“ und „Too Much Heaven“ – der Soundtrack zum Tanzfilm „Saturday Night Fever“ (1977) macht die „Bee Gees“ zu den großen Stars der Disco-Welle, das an nur einem Tag eingespielte Album gilt heute als meistverkaufter Soundtrack der Welt.

Nach dem Abflauen der Disco-Welle wird es ruhiger um die „Bee Gees“ – die Brüder produzieren für Stars wie Barbra Streisand („Woman In Love“, 1980), Dionne Warwick („Heartbreaker“, 1982) und Diana Ross („Chain Reaction“, 1985) noch einige Welthits und Robin Gibb feiert 1983 mit seinen Solo-Nummern „Juliet“ und „Another Lonely Night In New York“ besonders in Europa große Erfolge.

1987 kommt es erneut zu einem Comeback der „Bee Gees“ – der Titel „You Win Again“ erobert weltweit die Top-Positionen der Charts. Einen letzten großen Erfolg feiert die Gruppe 1991 mit dem Top-Ten-Hit „Secret Love“.

2003 erscheint das fünfte Soloalbum von Robin Gibb – „Magnet“, 2006 veröffentlicht er die CD „My Favourite Carol“ mit der Eigenkomposition „Mother Of Love“ sowie zehn Weihnachtsliedern und 2007 nimmt er den „Bee Gees“-Hit „Too Much Heaven“ mit der US-Band „US5“ neu auf.

1968 heiratet Robin Gibb die Sekretärin Molly Hullis, mit der er die Kinder Spencer und Melissa hat – die Ehe wird 1980 geschieden. In zweiter Ehe ist der Sänger mit der Künstlerin Dwina Murphy Gibb verheiratet, aus dieser Ehe stammt Sohn Robin-John. Er hat außerdem eine Tochter mit seiner ehemaligen Hausangestellten Claire Yang.

Bis zu seinem Tod lebt Robin Gibb im englischen Oxfordshire – er stirbt am 20. Mai 2012 in London im Alter von zweiundsechzig Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

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