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In den fünfziger und sechziger Jahren zählt Rock Hudson durch Kinoerfolge wie „Giganten“ und „Bettgeflüster“ zu den populärsten Schauspielern Hollywoods. Mit Charme und viel Sex-Appeal brilliert er neben Stars wie Liz Taylor und Doris Day – als erstes prominentes Aids-Opfer löst sein früher Tod weltweite Bestürzung aus

Rock Hudson kommt am 17. November 1925 in Winnetka im US-Bundesstaat Illinois als Roy Harold Scherer jr. zur Welt – er ist das einzige Kind der Telefonistin Katherine Wood und des Mechanikers Roy Harold Scherer. Nach dem Abschluss der Highschool verpflichtet er sich bei der US-Marine und wird während des Zweiten Weltkrieges bei der US-Navy als Mechaniker eingesetzt. Nach Kriegsende bekommt 1948 seine erste Rolle im Kriegsfilm „Fighter Squadron“ („Jagdflieger“) – wird aber weder im Vor- und Abspann erwähnt. Wegen seiner sportlich muskulösen Statur spielt er zunächst meistens in Abenteuer- und Westernfilmen mit. Sein Leinwanddebüt markiert 1950 der Western „Winchester ’73“ – über Nacht wird Rock Hudson vor allem beim weiblichen Publikum zum Star. Seine erste Rolle, die ihm internationales Ansehen verschafft, hat Rock Hudson 1955 in der Romanverfilmung „Giants“ („Giganten“) neben James Dean und Elizabeth Taylor – ein Epos über die dramatischen Veränderungen einer texanischen Familie im amerikanischen Ölrausch der zwanziger Jahre.

In den fünfziger und sechziger Jahren ist Rock Hudson Hauptdarsteller in vielen Filmen – als smarter Liebhaber, Frauenheld und Ehemann spielt er in zahlreichen Melodramen und Komödien. An der Seite von Doris Day kann man ihn in „Pillow Talk“ („Bettgeflüster“, 1959), in „Lover Come Back“ („Ein Pyjama für zwei“, 1961) und in „Send Me No Flowers“ („Schick mir keine Blumen“, 1964) sehen. Auch mit anderen Stars der damaligen Zeit spielt Rock Hudson, so mit Gina Lollobrigida in „Strange Bedfellows“ („Fremde Bettgesellen“, 1965), neben Paula Prentiss in „Man’s Favorite Sport?“ („Ein Goldfisch an der Leine“, 1964) und in „The Undefeated“ („Die Unbesiegten“) an der Seite von John Wayne.

Mit dem Beginn der siebziger Jahre sinkt der Stern von Rock Hudson – in „The Mirror Crack’d“ („Mord im Spiegel“, 1980) nach einer Romanvorlage von Agatha Christie hat er neben Tony Curtis und Geraldine Chaplin noch eine größere Filmrolle, danach wechselt er ins Fernsehen. Hier spielt Rock Hudson in der Detektivserie „McMillan“ (1971-1977) – seinen letzten Fernsehauftritt hat er 1985 in der TV-Soap „Dynasty“ („Der Denver-Clan“) neben Linda Evans und Joan Collins.

Rock Hudson ist homosexuell – zu seiner Zeit ein Tabuthema in Hollywood. Seine HIV-Erkrankung lässt sich später nicht mehr verheimlichen. Nur widerwillig gesteht er seine Homosexualität und seine Krankheit ein und ist damit das erste prominente Opfer in der US-Filmwelt, das offiziell an Aids erkrankt. Rock Hudson stirbt in Folge der Krankheit am 2. Oktober 1985 im Alter von neunundfünfzig Jahren in Los Angeles. Seine Leiche wird verbrannt und die Asche ins Meer gestreut. Bis zu seinem Tod verbindet ihn eine enge Freundschaft mit seinen Schauspielkolleginnen Doris Day und Elizabeth Taylor.

Bei der Adresse 6104 Hollywood Blvd. erhält Rock Hudson einen Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“.

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